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Pressemitteilung BoxID: 183831 (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
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Sicherheit geht vor - Neue Ausbildungsmöglichkeiten für die Schutz- und Sicherheitsbranche

(PresseBox) (Berlin, ) Die Bedeutung des Themas Sicherheit nimmt in unserer Gesellschaft ständig zu, egal ob es um die öffentliche, private oder betriebliche Sicherheit und Ordnung geht. Deshalb benötigt die Schutz- und Sicherheitsbranche in verstärktem Maße gut und praxisnah ausgebildetes Fachpersonal, das Personen, Sachwerte und immaterielle Werte durch Planung und Umsetzung präventiver Maßnahmen, aber auch durch konkrete Gefahrenabwehr schützt.

Mit dem neuen 2-jährigen Ausbildungsberuf "Servicekraft für Schutz und Sicherheit" sowie dem modernisierten 3-jährigen Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit", gibt es zum 1. August 2008 nun zwei duale Ausbildungsberufe, die junge Menschen gezielt auf die besonderen Herausforderungen in der Sicherheitsbranche, in verschiedenen Bereichen der Unternehmenssicherheit, im öffentlichen Dienst oder in der Verkehrswirtschaft vorbereiten. Damit wird einerseits dem dringenden Bedarf nach passgenau ausge-bildetem Personal Rechnung getragen, andererseits aber auch ein Beitrag zur weiteren Professionalisierung der Branche geleistet.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der 2-jährig ausgebildeten Servicekräfte für Schutz und Sicherheit liegen im operativen Bereich. Bei ihrem Einsatz in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern überprüfen und kontrollieren sie Personen, Fahrzeuge und technische Anlagen oder überwachen die Sicherheit und sorgen für präventive Gefahrenabwehr beispielsweise beim Standort- und Objektschutz, bei Veranstaltungen oder im öffentlichen Personenverkehr. Die 3-jährig ausgebildeten Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind ebenfalls für die Durchführung konkreter Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen qualifiziert, der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt jedoch bei der Durchführung von dispositiven und kaufmännischen Aufgaben. Sie entwickeln individuelle Sicherheitskonzepte und legen die dafür erforderlichen technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen fest, erstellen Angebote für Kunden und führen die Auftragsbearbeitung durch.

Derzeit werden insgesamt rd. 2.300 Fachkräfte für Schutz und Sicherheit ausgebildet. Nach Erhebungen der Branche werden insbesondere in dem neuen 2-jährigen Beruf Servicekraft für Schutz und Sicherheit zahlreiche Unternehmen erstmalig ausbilden, so dass die Schaffung neuer Ausbildungsplätze in spürbarem Umfang zu erwarten ist.

Bei der Neuordnung der Schutz- und Sicherheitsberufe wurde das Konzept eines Anrechnungsmodells gewählt, bei dem die Ausbildung für beide Berufe in den ersten zwei Jahren identisch ist. Bei Bedarf und Eignung können junge Menschen nach ihrem Abschluss als Servicekraft für Schutz und Sicherheit die Ausbildung zur 3-jährigen Fachkraft für Schutz und Sicherheit fortsetzen. Damit wird Servicekräften für Schutz und Sicherheit ein optimaler Anschluss an eine weiterführende Ausbildung geboten. Und für alle, die in der Branche noch weiter Karriere machen möchten, bietet sich die Fortbildung zum Geprüften Meister/zur Geprüften Meisterin für Schutz und Sicherheit an.

Beide Ausbildungsordnungen wurden am 31. Mai 2008 im Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 21, Seite 932 bzw. Seite 940 veröffentlicht und treten zum 1. August 2008 in Kraft.