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Pressemitteilung BoxID: 181155 (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
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Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe April 2008

(PresseBox) (Berlin, ) Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist vorläufigen Angaben zufolge [1] im April preis- und saisonbereinigt [2] um 0,8 % zurückgegangen. Im Vormonat war sie abwärts revidiert ebenfalls um 0,8 % gesunken. Erneut spürbar rückläufig war zuletzt die Erzeugung im Bauhauptgewerbe (-2,9 %). Die Industrieproduktion verringerte sich um 0,7 %.

Im Zweimonatsvergleich (März/April gegenüber Januar/Februar) nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe um 1,2 % ab, während im Dreimonatsvergleich (Februar/März/April gegenüber November/Dezember/Januar) noch eine Produktionszunahme zu verzeichnen war (+0,8 %). Im Bauhauptgewerbe kam es im Zweimonatsvergleich, maßgeblich mitbedingt durch den Produktionsrückgang im März, zu einer kräftigen Verringerung der Erzeugung um 13,0 %. Der industrielle Ausstoß verringerte sich um 0,6 %. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen hatten vor allem die Hersteller von Investitions- und Konsumgütern Produktionsrückgänge zu verbuchen (-1,7 % bzw. -0,9 %). Im Bereich der Vorleistungsgüterproduzenten nahm die Erzeugung dagegen um 0,4 % zu.

Ihren Vorjahresstand überschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März/April arbeitstäglich bereinigt um 4,5 %. Während die Industrieproduktion das Niveau des Vorjahres dabei weiter deutlich übertraf (+5,3 %), lag die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 4,1 % niedriger.

Nach der recht lebhaften, auch durch Sondereffekte begünstigten Produktionstätigkeit in den ersten Monaten dieses Jahres schwächte sich die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe aktuell erwartungsgemäß ab. Neben schwächeren Impulsen aus der Frühjahrsbelebung dürfte sich auch die in den letzten Monaten ins Stocken geratene Bestelltätigkeit auswirken. Die Produktion hatte allerdings zuvor auch ein ausgesprochen hohes Niveau erreicht. In den kommenden Monaten ist dagegen mit einer etwas verhalteneren Produktion zu rechnen.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.