Der Private Konsum erholt sich - Statistisches Bundesamt legt detaillierte Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal vor

Berlin, (PresseBox) - Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Detailrechnung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal 2007 bestätigt Deutschland eine intakte Grunddynamik. Wie bereits in der Schnellmeldung vom 14. August 2007 mitgeteilt, lag das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2007 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 % höher als im Vorquartal. Im Vorjahresvergleich stieg das BIP im zweiten Quartal um real 2,5 % kalenderbereinigt.

Die Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem aus dem Ausland. Aber auch die Ausrüstungsinvestitionen haben zum Wachstum beigetragen. Der private Konsum hat sich im zweiten Quartal nach der Anhebung des Umsatzsteuerregelsatzes Anfang des Jahres wieder spürbar erholt. Hier ist mit einer weiteren Belebung zu rechnen. Dafür sprechen die sehr positive Beschäftigungsentwicklung und die verbesserten Einkommensperspektiven.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes zeigen eine robuste wirtschaftliche Grunddynamik im zweiten Quartal. Für das schwächere Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal sind hauptsächlich Bremseffekte bei den Bauinvestitionen verantwortlich. Dies ist die logische Gegenbewegung zur untypisch günstigen Entwicklung im ersten Quartal aufgrund der damals ungewöhnlich milden Witterung.

Erfreulich ist, dass der Private Konsum - nach einem Rückgang im ersten Quartal aufgrund der Erhöhung des Umsatzsteuerregelsatzes - wieder positiv und kräftig zum BIP-Wachstum beigetragen hat. Die steigende Beschäftigung und verbesserte Einkommensperspektiven werden die privaten Konsumausgaben voraussichtlich weiter beleben.

Auch die für die konjunkturelle Entwicklung wichtigen Ausrüstungsinvestitionen sind im zweiten Quartal deutlich aufwärts gerichtet. Und der Außenbeitrag ist - im Gegensatz zum ersten Quartal - wieder positiv.

Insgesamt kann sich also die Konjunktur - unterstützt auch durch den privaten Konsum - wieder beschleunigen. Wichtig dafür ist, dass die Auswirkungen der Turbulenzen im Finanzsektor unter Kontrolle bleiben und die Märkte wieder Vertrauen fassen.

Besonders freue ich mich darüber, dass der Finanzierungssaldo des Staates im ersten Halbjahr 2007 erstmals seit der Wiedervereinigung wieder positiv ist.

Dies untermauert, dass die Wachstumsstrategie der Bundesregierung "Sanieren - Reformieren - Investieren" Früchte trägt. Diese Strategie müssen wir in Meseberg verstetigen."
Das Internetangebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: http://www.bmwi.de

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