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Pressemitteilung BoxID: 188863 (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
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Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Hartmut Schauerte, wirbt für mehr Ausbildungsplätze in Migrantenunternehmen

(PresseBox) (Berlin, ) Heute findet in Köln die zweite Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur "Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die deutsche Wirtschaft durch Berufsausbildung" statt.

Der Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Hartmut Schauerte, appellierte erneut an die Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund, jungen Menschen eine Berufsausbildung zu ermöglichen und Ausbildungsplätze bereitzustellen. Darüber hinaus warb er insbesondere bei Kammern und Migrantenorganisationen für Unterstützung, den Unternehmen beim Einstieg in das duale Berufsausbildungssystem zu helfen.

Schauerte: "Angesichts des bereits heute bestehenden Fachkräftemangels in der Wirtschaft ist es für alle Unternehmen wichtig, in die Ausbildung junger Menschen zu investieren und dabei auch die Fähigkeiten von jungen Migrantinnen und Migranten zu berücksichtigen. Ausbildung ist für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund zugleich ein wichtiger Beitrag ihrer eigenen Integration und zeigt die Übernahme sozialer wie gesellschaftlicher Verantwortung."

Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund bilden im Vergleich zu deutschen Unternehmen deutlich weniger aus: Während deutsche Unternehmen eine Ausbildungsquote von ca. 25 % erreichen, liegt diese bei türkischen Migranten bei 19 %, bei Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion bei 15 % und bei griechischen Migranten sogar nur bei 6 %. Gründe für das zurückhaltende Ausbildungsverhalten sind in erster Linie unzureichende Kenntnisse des dualen Berufsausbildungssystems. Zudem werden die bürokratischen Anforderungen zur Durchführung der Ausbildung überschätzt.

"Bei Unternehmen mit Migrationshintergrund," so Schauerte, "gibt es noch erhebliche Ausbildungspotentiale, die es zu erschließen gilt. Auch im Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs muss verstärkt bei Migrantenunternehmen um neue Ausbildungsplätze geworben werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie strebt an, zukünftig auch internationale und interkulturelle Kompetenzen stärker in der Berufsausbildung zu berücksichtigen."

Näheres zum Thema finden Sie unter "Weiterführende Informationen".
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