Ausbildungsordnungen werden modernisiert

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Positive Entwicklung auf dem Lehrstellmarkt durch neue Ausbildungsordnungen stützen."

(PresseBox) ( Berlin, )
Zum 1. August werden vier neue Berufe den Lehrstellenmarkt bereichern; 18 Ausbildungsberufe werden modernisiert. In der Modernisierung und Weiterentwicklung der Ausbildungslandschaft sieht der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, des Fachkräftemangels und der immer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit asiatischer Staaten eine der großen Herausforderungen, der sich auch der Staat mit seiner Verantwortung für die Ausbildungsordnungen stellen muss.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Den Wirtschaftsstandort Deutschland mit seiner hohen Innovationskraft können wir nur langfristig absichern, wenn unsere Unternehmen auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurückgreifen können. Deshalb ist es notwendig, jungen Menschen attraktive und zukunftsfähige Ausbildungen anzubieten. Insofern begrüße ich die vorgenommene Modernisierung der Ausbildungsordnungen. Damit werden sie zeit- und praxisgerechter. Dies kommt nicht nur den jungen Menschen zugute, die sich ausbilden lassen wollen, sondern auch den Betrieben, die so besser ausbilden können."

Neue Berufe zum 1. August:

1. Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten
2. Holz- und Bautenschützer
3. Mathematisch-technischer Softwareentwickler
4. Sportfachmann/-frau

Die neuen Berufe werden nach intensiven Kontakten mit den Branchen ins Leben gerufen. Der Mathematisch-technische Softwareentwickler wurde unter Beteiligung von Wirtschaftsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und Hochschulen entwickelt. Dort werden die Fachkräfte für die Konzeption und Realisierung von Software-Systemen auf der Basis mathematischer Modelle benötigt. In der Holz- und Bautenschutzbranche gibt es zukünftig die Möglichkeit, sowohl eine zweijährige wie eine dreijährige Berufsausbildung anzubieten. Der neue Sportfachmann ist Teil eines Qualifizierungskonzeptes für die Sport- und Fitnessbranche; er hat mit dem ebenfalls modernisierten Sport- und Fitnesskaufmann über 2 Jahre gemeinsame Qualifikationen, auf die im 3. Jahr eine Spezialisierung im sportpraktischen Bereich aufbaut.

Modernisierte Berufe zum 1. August:

1. Anlagenmechaniker
2. Bestattungsfachkraft
3. Brauer und Mälzer
4. Elektroniker für Automatisierungstechnik
5. Elektroniker für Betriebstechnik
6. Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme
7. Elektroniker für Geräte und Systeme
8. Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme
9. Industriemechaniker
10. Konstruktionsmechaniker
11. Kraftfahrzeugmechatroniker
12. Mechatroniker für Kältetechnik
13. Mediengestalter Digital und Print
14. Produktprüfer Textil
15. Sport- und Fitnesskaufmann/-frau
16. Systeminformatiker
17. Werkzeugmechaniker
18. Zerspanungsmechaniker

Bei der Modernisierung von Berufen geht es im Wesentlichen darum, den aktuellen Erfordernissen der Ausbildungsbetriebe mehr Rechnung zu tragen. So wird der Brauer und Mälzer zukünftig auch Experte für "Biermixgetränke". Der Mechatroniker für Kältetechnik wird zukünftig neben dem Handwerk auch in Industriebetrieben ausgebildet werden. Umgekehrt wird der Mediengestalter Digital und Print neben der Industrie auch für das Handwerk geöffnet.

In den modernisierten Elektro- und Metallberufen wird die Zwischenprüfung ersatzlos gestrichen und dauerhaft durch eine zweigeteilte Abschlussprüfung ersetzt. Durch moderate Zeiten wird sich der Prüfungsaufwand in diesen Berufen deutlich reduzieren, ohne dass sich die Aussagefähigkeit der Abschlussprüfung verringert.

Bundesminister Glos: "Wir können viel erreichen, wenn wir Ausbildungsmotive und Ausbildungsmöglichkeiten der Unternehmen in den Vordergrund unserer Verordnungstätigkeit stellen. Die neuen, praxisgerechten Verordnungen sollen auch solche Betriebe ermutigen, die bisher nicht ausgebildet haben."
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