Karton-Qualitäten verstehen

Eine Übersicht der gängigen Wellpapp-Qualitäten und deren Bedeutung

Wellpapp-Karton (PresseBox) ( Brand-Erbisdorf, )
Die Vielfältigkeit an Kartonagen ist beinahe unendlich groß, seitdem Kartons auf Maß gefertigt werden und individuell bedruckbar sind. Damit der Überblick trotzdem nicht verloren geht, sollten die Qualitätsangaben verstanden werden. Kartonqualitäten werden meist folgendermaßen angegeben: Wellenart Welligkeit . maximale Belastungsgrenze. Praktisch lauten die Qualitätsangaben beispielsweise B 1.02, BC 2.4 oder AAC 2.95. Die Reihenfolge kann dabei veränderlich sein, die Bedeutung ist jedoch gleich.

Wellenarten werden mit einem Buchstaben angegeben. Jedem Buchstaben ist eine Wellenhöhe und Wellenteilung in mm zugeordnet (siehe Infografik). A-Wellen haben die größte Wellenhöhe und -teilung und werden daher Grobwellen genannt. Etwas feiner ist die C-Welle, auch als Mittelwelle bekannt. Dieser folgt die noch kleinere B-Welle als Feinwelle. Die weiteren Feinheitsgrade sind alphabetisch geordnet. Je feiner eine Welle ist, desto glatter wird die Oberfläche der Kartonage. B-, D-, E- und F-Wellen lassen sich daher sehr gut bedrucken. Die gröberen A- und C-Wellen hingegen bieten bessere Polstereigenschaften. Am häufigsten wird Wellpappe der Qualität B und C verwendet.

In der Qualitätsangabe folgt die Zahl der Welligkeit. 1 bedeutet einwellig, 2 bedeutet zweiwellig (oder dreiwellig). Welligkeit und Wellenart ergänzen einander, da ein einwelliger Karton nur aus einer Wellpappenart gefertigt werden kann, z.B. B1 oder D1. Bei der Herstellung zweiwelliger Kartonagen werden 2 Wellenarten miteinander kombiniert. Eine sehr bewährte Variante ist eine Kombination aus der B- und C-Welle, angegeben als BC 2. Die feinere B-Welle befindet sich an der Außenwand, damit der Karton besser zu bedrucken ist, während die gröbere C-Welle den Inhalt polstern kann. Dreiwellige Kartons werden ebenfalls mit der 2 bezeichnet, lassen sich allerdings durch die dreimalige Nennung der Wellenart erkennen, z.B. AAC 2. Normalerweise werden dreiwellige Kartons extra ausgewiesen, um Verwirrungen zu vermeiden.

Zum Schluss folgt die Zahl der maximalen Belastbarkeit. Diese Zahl entspricht einer theoretischen Angabe in Kilogramm. 10 kg … 90 kg werden oftmals verkürzt als 1 … 9 angegeben. Damit lassen sich die anfänglichen Beispiele folgendermaßen interpretieren:

B 1.02 ist ein einwelliger Karton aus B-Wellpappe, welcher maximal 2 kg tragen kann.
BC 2.4 (auch BC 2.40) ist ein zweiwelliger Karton aus einer Kombination von B- und C-Wellenpappe, welcher bis zu 40 kg belastet werden kann.
AAC 2.95 ist ein dreiwelliger Karton, bei welchem 2 A-Wellpappen mit einer C-Wellpappe verklebt wurden. Die maximale Traglast beträgt 95 kg.

Weiterführende Informationen zu Herstellung, Wellenverlauf, FEFCO-Angaben und Papierqualitäten erfahren Sie in unserem Blogbeitrag: https://www.boxolutions.de/blog-news/gebuendeltes-wissen-zu-kartonagen
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