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Pressemitteilung BoxID: 186598 (BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung)
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BMBF fördert herausragende Neurowissenschaftlerinnen

Schavan: "Talentierte Frauen für eine wissenschaftliche Karriere gewinnen"

(PresseBox) (Berlin, ) Um die Karrierechancen von Frauen in den Neurowissenschaften zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen. Aus über 70 Bewerbungen hat ein internationales Gutachtergremium jetzt fünf Wissenschaftlerinnen ausgewählt. In Bonn, Hamburg, Jena und München werden sie längerfristig angelegte eigenständige Forschungsprogramme leiten. Dazu gehört ein Projekt zur Erforschung der Verbesserung der Rückenmarksfunktion bei Querschnittlähmung und ein Forschungsprojekt zum Thema Schmerzwahrnehmung. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte am Freitag in Berlin: "Noch immer steigen zu viele hochqualifizierte Frauen aus der wissenschaftlichen Karriere aus. Deutschland gehen dadurch wertvolle Ressourcen verloren. Das können und dürfen wir so nicht hinnehmen. Wir wollen talentierte Frauen motivieren und bei ihrer Karriere unterstützen."

Durch die Leitung einer selbständigen Forschungsgruppe sollen Frauen ihre wissenschaftliche Expertise ausbauen und sich an einer deutschen Forschungseinrichtung international profilieren. Die geförderten Wissenschaftlerinnen können sich auf diese Weise eine tragfähige Karriereperspektive schaffen, sich für die Übernahme einer Professur qualifizieren und sich dauerhaft im Wissenschaftssystem etablieren. Die Einbindung hoch qualifizierter Frauen in die Forschungslandschaft ist bisher in Deutschland nicht zufriedenstellend. Zwar waren im Jahr 2006 fast die Hälfte der Studienanfänger in Deutschland Frauen. Doch bestehen in der weiteren akademischen Laufbahn weiterhin erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede. So sind heute nur rund fünfzehn Prozent aller Professuren von Frauen besetzt. Auch bei Führungspositionen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in der industriellen Forschung sind Frauen deutlich unterrepräsentiert.

Selbstständige Forschungsgruppen in den Neurowissenschaften

PD Dr. Florence Bareyre Ludwig-Maximilians-Universität München Klinikum der Universität München, Institut für Klinische Neuroimmunologie Marchioninistr. 17, 81377 München

Projekt zur Erforschung der Verbesserung der Rückenmarksfunktion bei Querschnittlähmung Beantragte Mittel ca. 1 Million Euro

Dr. Susanne Schoch McGovern Universität Bonn Institut für Neuropathologie, Emmy Noether Nachwuchsgruppe Sigmund Freud Strasse 25, 53105 Bonn

Projekt zur funktionellen Dynamik und Struktur der präsynaptischen Zone Beantragte Mittel ca. 1,8 Million Euro

Dr. Silke Sachse Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Department of Evolutionary Neuroethology Hans-Knöll-Straße 8, 07745 Jena

Projekt zur Erforschung der olfaktorischen Kodierung in Drosophila melanogaster Beantragte Mittel ca 1,3 Millionen Euro

Dr. Ulrike Bingel Universität Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Neurologie Martinistr. 52, 20246 Hamburg

Forschungsprojekt zum Thema Schmerzwahrnehmung Beantragte Mittel ca. 1,3 Millionen Euro

Dr. Ileana Hanganu-Opatz z.Zt. Johannes Gutenberg-Universität Mainz Institut für Physiologie und Pathophysiologie Duesbergweg 6, 55128 Mainz

Projekt zur Erforschung der Reifung neuronaler Netzwerke (die Arbeitsgruppe wird in Hamburg am Universitätskrankenhaus Eppendorf arbeiten).Beantragte Mittel ca. 1,4 Millionen Euro