Biotechnologie ist Innovationsmotor für Gesundheitswirtschaft und Nachhaltiges Wirtschaften

Landtagsabgeordnete diskutierten mit Biotechnologie-Unternehmern und -Forschern über wirtschaftliche Chancen für Baden-Württemberg

MD Leidig, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg setzt auf Biotechnologie
(PresseBox) ( Stuttgart, )
"Die Erfolge der biotechnologischen Forschung in Baden-Württemberg setzen wichtige Impulse für neue innovative Produkte in der Gesundheitsindustrie - immer verbunden mit dem Ziel, eine verbesserte Gesundheitsversorgung bezahlbar zu halten." Dies erklärte Ministerialdirektor Wolfgang Leidig, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, bei der Begrüßung der Vertreter aus Politik, Unternehmen und Hochschulen sowie aus regionalen Clustern auf der Biotech>Inside Veranstaltung am 26.11.2013 in Stuttgart.

Baden-Württemberg ist einer der führenden Standorte für Biotechnologie und Life Sciences. Dies ist eine wesentliche Basis für die von Leidig angemahnten Innovationen in der Gesundheitswirtschaft, aber auch für den Start in eine neue, nachhaltige Wirtschaft auf Basis nachwachsender Rohstoffe, genannt Bioökonomie.

"Das Wirkungsfeld der Biotechnologie hat sich in den letzten Jahren entscheidend verbreitert und als Innovationsmotor Einzug in eine Vielzahl von Branchen gehalten," erklärt Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg. "Treiber sind hierbei vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die mit neuen Produkten an den Markt kommen." Vor allem in der Gesundheitswirtschaft ist dies aber ein hochregulierter Markt. Um Innovationen erfolgreich in die Gesellschaft einführen zu können, müssen die überwachenden und zulassenden Instanzen KMU-freundliche Strukturen schaffen. Des Weiteren muss die steuerliche Berücksichtigung der extrem hohen F&E-Aufwendungen dieser Unternehmen nun endlich umgesetzt werden. Hierfür setzt sich Minister Schmid in Berlin nachdrücklich ein. "Im Zulassungsbereich für neue und innovative Behandlungsmethoden müssen überzogene Risikoszenarien in der Bewertung hoffnungstragenden Erprobungsmechanismen weichen, damit neue Ansätze für Diagnose und Therapie ihren patientenbezogenen Nutzen aufzeigen können und diese neuen Ansätze endlich im Gesundheitssystem Wirkung zeigen," fordert Kindervater. Er zeigt auch für die Bioökonomie die Rahmenbedingen auf: "Im Bereich der Bioökonomie muss die Entwicklung und Anwendung von Produkten mit vermindertem fossilem CO2-Fingerabdruck gefördert werden. Und damit die Umstellung von den heute noch klimaschädlich aus fossilen Rohstoffen hergestellten Produkten auf solche auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Vor allem Planung, Errichtung und Betrieb von Pilot- und Demonstrationsanlagen müssen stärker unterstützt werden."

"Die Life Sciences stellen eine der Schlüsselbranchen dar, auf die der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg auch in Zukunft setzen muss," fasst Hans-Peter Storz, MdL, zusammen. Baden-Württemberg ist regional sehr gut aufgestellt, um sich international mit dem Thema Biotechnologie an der Spitze zu positionieren. Dr. Gerhard Vogel von der IHK Rhein-Neckar bekräftigt: "Die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und der Aufbau international herausragender Technologie-Cluster sind Schlüsselfaktoren für wirtschaftliches Wachstum in Baden-Württemberg." Ergänzend erläutert Claus Paal, MdL: "Da die Biotechnologie für immer mehr Branchen wichtig wird, ist es von großer Wichtigkeit, diese Branche mit anderen Branchen zu vernetzen. Ich sehe gerade im branchenübergreifenden Vernetzen die Chance, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Nur so können wir unsere Spitzenposition sicherstellen."

Biotechnologie ist wissensbasiert und forschungsintensiv. Und benötig sehr gut ausgebildete Fachkräfte. "Die biopharmazeutische Industrie rund um Ulm ist in Europa einer der zentralen Produktionsstandorte für Biopharmazeutika. Zusammen mit dem daran angeschlossenen Netzwerk an Dienstleistern und Zulieferern werden auch zukünftig viele hochqualifizierte Fachkräfte benötigt. Dazu aber braucht es ausreichend und nachhaltig finanzierte Universitäten und Hochschulen," fordert Martin Rivoir, MdL. "Und es braucht neue Wege der Kooperation. So wie es zum Beispiel das "Boehringer Ingelheim Ulm University Biocenter" praktiziert, das von Land, Universität und Unternehmen getragen wird." Dies unterstützt auch Gabi Rolland, MdL, und erklärt: "Mit seinen Arbeitsplatzeffekten im Bereich Life Sciences und den spezifischen Aus‐ und Weiterbildungsangeboten - etwa in Form von Biotechnologischen Gymnasien oder des trinationalen Studiengangs Biotechnologie ist und bleibt beispielsweise der Oberrhein ein Garant für die erfolgreiche Entwicklung. Weitere Investitionen in die Infrastruktur sind damit unerlässlich." Das Potenzial lasse sich laut Rolland auch künftig nur durch ausreichende Mittelbereitstellung und gezielte Investitionen des Landes Baden-Württemberg zur Stärkung des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes und den Ausbau von Gründer- und Innovationszentren optimal ausschöpfen.

Über BIOPRO Baden-Württemberg

Mit der BIOPRO Baden-Württemberg steht seit 10 Jahren eine vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gemeinsam getragene Landesgesellschaft zur Verfügung, die den Standort national und international vertritt und - durch die im Jahr 2013 erfolgte neue Ausrichtung auf die Gesundheitsindustrie (Biotechnologie - Pharmazeutische Industrie - Medizintechnik) und Bioökonomie weitere Impulse zur Standortentwicklung setzen wird. Die BIOPRO Baden-Württemberg ist der zentrale Partner im strategischen Dreieck der Branchenteilnehmer und vernetzt Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Cluster.

Über die BioRegionen in Baden-Württemberg:

Partner der Veranstaltung sind die fünf regionalen Cluster in Baden-Württemberg, die an ihren Standorten zur Entwicklung und Vernetzung und damit zum Erfolg der Biotechnologie und Lebenswissenschaften in Baden-Württemberg beitragen: Im Rhein-Neckar-Gebiet vertritt der Spitzencluster BioRN Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Fokus auf zellbasierte Therapien. Im Bodenseeraum vernetzt BioLAGO die Brancheneinrichtungen weit über Konstanz hinaus nach Österreich, Schweiz und Lichtenstein. Der Oberrhein und die Stadt Freiburg engagieren sich ebenfalls trinational: die BioRegion Freiburg arbeiten im BioValley im Verbund mit den Kollegen aus Frankreich und der Schweiz zusammen. Die BioRegionUlm unterstützt im Großraum Ulm/Biberach und die BioRegioSTERN vertritt die Städte Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Kreis Neckar-Alb.
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