BioM unterstützt die Deklaration der Europäischen Forschungscluster (ScanBalt) zu Gesundheitsdaten

„Towards an European Common Dataspace in Health in the Time of COVID-19 and beyond"

(PresseBox) ( Martinsried, )
BioM unterstützt die Deklaration der Europäischen Forschungscluster zu Gesundheitsdaten: „Towards an European Common Dataspace in Health in the Time of COVID-19 and beyond“

Im Rahmen des ScanBalt Forum kamen europäische Forschungscluster zusammen, um ihre Erfahrungen mit digitalen Lösungen im Umgang mit der COVID-19 Pandemie auszutauschen. In einer aktuellen Pressekonferenz wurden die mehr als 30 vielversprechenden Beispiele aus 15 Regionen in breitem Rahmen vorgestellt. Eine Deklaration von ScanBalt beschreibt außerdem vorhandene Defizite im europäischen Datenraum und schlägt konkrete Lösungen vor. BioM war an der Ausarbeitung der Deklaration beteiligt und unterstützt diese dementsprechend.

Die ScanBalt-Deklaration zeigt, dass die Schaffung eines einheitlichen EU-Gesundheitsdatenraums dringender denn je ist. Europäische Gemeinschaftsprojekte im Gesundheitsbereich benötigen einen Rahmen zum Datenraum, der Flexibilität und wirksame Nutzung mit der erforderlichen Rechtssicherheit und dem Schutz des Datengebers verbindet. Erst damit kann Europa sein gemeinsam großes Potential für das Gesundheitswesen der nächsten Generation umsetzen. Dies machte die gesamteuropäische Konferenz deutlich.

Viele Initiativen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie sind von der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Forschungs- und Versorgungseinrichtungen und privaten Unternehmen getragen. In diversen Innovationsregionen Deutschlands haben sich dazu seit dem Frühjahr viele Projekt-Konsortien aus ganz unterschiedlichen Bereichen von „Gesundheit“ gefunden und auf den Weg gemacht: Von besserer Diagnostik, neuen Impfstoffen, therapeutischen Innovationen bis hin zu digitalen Lösungen für Arzt und Patient zeigte sich die ganze Bandbreite an Lösungsvorhaben, um mit der Pandemie besser umgehen zu können.

Clusterorganisation BioM koordiniert über 100 Covid-19-Kooperationsprojekte in Bayern

Die Clusterorganisation BioM hatte dabei frühzeitig eine Austauschplattform ins Leben gerufen und über 100 Kooperationsvorhaben in der Biotechnologie-, Medikamenten- und Medizintechnikhochburg in der Region München unterstützt. Oft waren auch hier der Datenraum bzw. Datenverfügbarkeit, -zugang und -verarbeitung der Partner allgemein die ersten Hürden, die gemeistert werden mussten.

Die Europäischen Forschungscluster haben nun ähnliche Erfahrungen gebündelt und auf der ScanBalt-Konferenz eine gemeinsame Erklärung verabschiedet: „Towards an European Common Dataspace in Health in the Time of COVID-19 and beyond“. Sie beschreibt Defizite im europäischen Datenraum und schlägt konkrete Lösungen vor. Die Deklaration bringt Länder mit innovativen digitalen Gesundheitssystemen ebenso zusammen wie Regionen, in denen Corona digitale Versorgungsansätze stark beschleunigt hat. Unterzeichnet haben Regionen aus 16 europäischen Staaten, u.a. Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden und Deutschland. Als „Stimme der europäischen Zivilgesellschaft“ unterstützen sie damit die Digitalisierungs-Initiative der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, fordern aber auch konkrete Maßnahmen mit der Erfahrung der vergangenen Monate: Funktionierende Datenprojekte entstehen dort, wo akademisches und industrielles Know-how zusammenkommt und gemeinsam zu Lösungen beiträgt. Auch BioM gehört zu den Mitverfassern und Unterstützern.

Leuchtturmprojekt DigiMed Bayern

Dieser datenbasierte Ansatz der Gesundheitsforschung wird von einem durch BioM koordinierten lokalen Pilotprojekt, DigiMed Bayern, im Bereich der Atherosklerose-Erkrankung verfolgt. Das Leuchtturmprojekt erfasst und verbindet Daten bzw. abgeleitete Erkenntnisse aus dem Bereich Klinik, Molekulare Profile („Omics“), Krankenkasse, „real world“ und Forschung, um für Patienten in Diagnostik und Prävention ganzheitliche und gleichzeitig individuellere Medizin voranzubringen.

BioM unterstützt daher ausdrücklich das ScanBalt-Forum und die dort verabschiedete Deklaration. Wir wünschen uns durch die derzeitige deutsche EU-Ratspräsidentschaft und die folgende durch Portugal eine baldmöglichste Etablierung des gemeinsamen, rechtsgeordneten Datenraums – zum Wohle der Patienten in Europa.

Weitere Informationen:

Zur Europäischen Deklaration: Joint European Cluster Declaration

Zu einem Hintergrundartikel: https://observer-gesundheit.de/der-digitale-europaeische-gesundheitsraum-eine-privat-oeffentliche-gemeinschaftsaufgabe/

Zu DigiMed Bayern: https://www.digimed-bayern.de/
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