Hauszustellung auf Platz 1, Bedeutung der Paketshops nimmt zu

BIEK-Kompendium "Zahlen, Daten und Fakten der KEP-Branche" - Teil 6

(PresseBox) ( Berlin, )
Wie erhalten private Haushalte in Deutschland ihre Pakete? Mit den Marktanteilen der Zustellkonzepte beschäftigt sich der sechste und vorerst letzte Teil des BIEK-Kompendiums. Seit Anfang Mai veröffentlicht der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) im wöchentlichen Rhythmus Zahlen, Daten und Fakten zur KEP-Branche in seinem neuen Kompendium.

Der Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) verändert sich und die B2C-Sendungen gewinnen am gesamten KEP-Sendungsvolumen zunehmend an Bedeutung. Inzwischen liegen entsprechend der KEP-Studie 2017 des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik der Anteil der B2C-Sendungen an den nationalen Paketsendungen bei 59 Prozent und der Anteil an allen KEP-Sendungen bei 47 Prozent. Die rund 1,5 Milliarden B2C-Sendungen pro Jahr werden durch die Netze der KEP-Dienstleister befördert und an die Endkunden (privaten Haushalte) zugestellt. Nur wenige Informationen lagen bisher darüber vor, auf welchem Wege die Zustellung erfolgt. Zu diesem Zweck wurden nun die Marktanteile der Zustellkonzepte abgeschätzt.

Die Haus- bzw. Adresszustellung spielte im Jahr 2016 mit einem Anteil von 87 Prozent nach wie vor die wichtigste Rolle. Daneben besitzen die Paketshops der KEP-Dienstleister ebenfalls eine große Bedeutung. Mit mehr als 40.000 Paketshops in Deutschland ist inzwischen ein dichtes Netz vorhanden, über welches 2016 rund 10 Prozent der Sendungen an die Endkunden zugestellt wurden. Das Netz wird weiter ausgebaut, die Bedeutung der Paketshops wird in Zukunft weiter zunehmen. Ein weiteres Angebot für die privaten Haushalte, die Pakete in Empfang zu nehmen, bieten die automatisierten, zentralisierten Abholstellen, also die Paketautomaten. Auch hier gibt es inzwischen ein größeres Angebot vor allem in den Ballungsräumen. Im Jahr 2016 wurden schätzungsweise etwa 3 Prozent der Sendungen über derartige Angebote an die Endkunden zugestellt. In den letzten Jahren sind zudem Paketboxen, die direkt an der Zustelladresse der privaten Haushalte installiert werden, auf den Markt gekommen. Diese Zustellvariante spielt allerdings bezogen auf den Gesamtmarkt der zugestellten B2C-Sendungen noch eine eher untergeordnete Rolle (mit weniger als 0,1 Prozent im Jahr 2016). Dies gilt ebenso für die weiteren neuen Konzepte (wie Kofferraumzustellung, Zustellung beim Arbeitgeber, Drohne, Paketroboter etc.), die derzeit erst am Markt eingeführt und/oder erprobt werden.

Das Kompendium mit anschaulichen Grafiken steht hier zum Download zur Verfügung: www.biek.de/index.php/kompendium.html.
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