Zukunft in der betrieblichen Weiterbildung

Von Bernd Stelzer, Berufspädagoge, Waldkappel

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(PresseBox) ( Waldkappel, )
Die betriebliche Weiterbildung steht vor der Herausforderung, den steigenden Bildungsbedarf, der sich in erster Linie durch veränderte strategischen Zielsetzungen der Unternehmen ergibt, mit effizienten Weiterbildungsmaßnahmen zu decken. Deshalb zeigt sich bereits heute ein Trend zu neuen Formen des arbeitsintegrierten und des medialen Lernens. Seminare selbst sind rückläufig werden sich verändern. Heute werden nach Expertenschätzung noch mehr als 60% aller Seminare vorwiegend in Form von Frontalunterricht durchgeführt. Es ist aber auch hier ein starker Trend zu entdeckenden Lernmethoden zu erkennen. Für die Vermittlung von Kenntnissen und Verständnis alleine, stehen in der heutigen Zeit geeignete und wirkungsvolle Bildungsmedien zur Verfügung. Für die Vermittlung von Fähigkeiten und Kompetenzen kann auf Handlungslernen nicht verzichtet werden. Hier gilt allerdings die Formel, je näher Handlungslernen an den realen Arbeitssituation herangeführt werden kann, um so höher ist der Lerntransfer. Die neuen Formen, des arbeitsintegrierten Lernens erweisen sich hierbei als ideal, weil fast keine Transferstrecke entsteht.

Das methodische und didaktische Know-how für arbeitsintegriertes Lernen ist jedoch in vielen Unternehmen nicht vorhanden. Externe Trainer werden diese Form des Lernens nicht unbedingt forcieren, weil sie mit Seminaren ihr Geld einfacher und schneller verdienen können. Von Jahr zu Jahr kristallisiert sich mehr heraus, das die Lernkultur eines Unternehmens stärkeren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit nimmt. Hier sind Großbetriebe im Vorteil, weil Bildungsmanager vorhanden sind, die gelernt haben, Bildung von der strategischen Ebene ausgehend, zu gestalten und umzusetzen, Lernkulturen zu entwickeln und betriebliche Bildung effizienter zu machen. In mittleren und kleineren Betrieben gibt es im Bereich der betrieblichen Bildung oft personelle Engpässe und Wissensdefizite. Für viele Mittelständler wäre es deshalb dringend an der Zeit, ein modernes Bildungsmanagement einzurichten oder diese Aufgabe an Externe zu vergeben. In Zukunft werden sich mehr externe Bildungsmanager im Markt positionieren, um Aufgaben wie strategische Bildungsplanung, Umsetzung und Bildungscontrolling für Mittelständler durchzuführen. Je nach Größe des Unternehmens kann das Outsourcing ein sinnvoller und kostensparender Weg sein. Alternativen bestehen in der pädagogischen Weiterqualifizierung ses vorhandenen Personals. So können beispielsweise Ausbilder mit Aufgaben der Weiterbildung betraut werden oder Führungskräfte können Teilfunktionen des Trainings übernehmen. Dazu bedarf es jedoch einer zusätzlichen Qualifizierung, da klassischer Frontalunterricht an Bedeutung verlieren wird. Die Kombination von medialem Lernen und Seminaren bzw. arbeitsintegriertem Lernen nimmt zu. Mediale Lernformen, die eine nicht all zu hohe Selbststeuerung des Lernenden fordern, sind dabei zu bevorzugen. Tutorgeführte Lernveranstaltungen im Netz verpuffen ebenso wie frontalgeführte Seminare, wenn die Lerner nicht die Möglichkeit erhalten Themen im Dialog nachzubearbeiten. Wirkungsvolle Didaktik und Methodik entscheidet über die Effizienz von Weiterbildungsmaßnahmen.
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