PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 338604 (BAXI INNOTECH GmbH)
  • BAXI INNOTECH GmbH
  • Ausschläger Elbdeich 127
  • 20539 Hamburg
  • http://www.baxi-innotech.de
  • Ansprechpartner
  • Claudia Palozzo
  • +49 (40) 309696-0

Auf der Zielgeraden bergauf laufen - die Unterstützung für die stationäre Brennstoffzelle muss weitergehen

Gemeinschaftsstand "Wasserstoff und Brennstoffzelle": Baxi Innotech auf dem Public Forum der Hannover Messe 2010

(PresseBox) (Hannover , ) Ideen zur mobilen Anwendung der Wasserstoff getriebenen Brennstoffzelle standen im Rampenlicht eines der Zentralthemen der Hannover Messe. Das Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) ist hier schon einen Schritt weiter in der Umsetzung eines technisch ausgereiften Konzepts. Ungeachtet dieser Entwicklungen für die stationäre Brennstoffzelle im Eigenheim kommen politische Diskussionen auf, die die Marktentwicklung von Brennstoffzellen-Heizgeräten nachhaltig beeinflussen können, wenn dadurch eine Investitionszurückhaltung ausgelöst wird. Die Baxi Innotech, das Hamburger Entwicklungsunternehmen und Hersteller für das BZH, nahm auf der Messe dazu Stellung.

"Wer Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt, spart Brennstoff und entlastet die Umwelt". So beginnt die Bundesregierung die Erläuterung des Impulsprogramms für Mini-KWK-Anlagen, der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom, um Hersteller und Anwender zu fördern, die mit geringem Energieverbrauch und wenig CO2-Ausstoß ans Werk gehen wollen. Dafür stehen klar definierte Rahmenbedingungen und Fördergelder des Bundes bereit, um diese erwiesenermaßen zukunftsfähige Technik zur Ablösung veralteter Technik voranzutreiben.

Die parteipolitische Diskussion über die zukünftige Energieerzeugung führt zu großer Verunsicherung, insbesondere bei Investitionen in neue Technologien. Das Brennstoffzellen-Heizgerät ist ein technisch ausgereiftes Konzept, das im Callux-Projekt, dem bundesweit größten Praxistest zur Marktvorbereitung von Brennstoffzellen-Heizgeräten fürs Einfamilienhaus - gefördert durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzelle (NIP) - beachtliche Erfolge auf dem Weg zur Marktreife erzielt hat. Guido Gummert, Geschäftsführer der Baxi Innotech, stellte mit seinem heutigen Beitrag im Public Forum des Gemeinschaftsstands "Wasserstoff und Brennstoffzelle" die Bedeutung dieser Technologie im künftigen Energiemix nochmals en Detail unter Beweis:

Erdgas sinnvoll eingesetzt ist effizient und spart CO2

Erdgas ist der in Deutschlang am häufigsten genutzte Energieträger zur Raumheizung und Warmwasseraufbereitung, denn er ist der sauberste unter den Fossilen. Zudem gibt es in Europa eine flächendeckende Erdgasinfrastruktur. Da ist das Brennstoffzellen-Heizgerät GAMMA 1.0 von Baxi Innotech, das ganz einfach ans Erdgasnetz angeschlossen wird, nur eine konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Brennwerttechnik. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom spart das BZH im Vergleich zur getrennten Strom- und Wärmeerzeugung mehr als 50 % Primärenergie ein. Als dezentral arbeitende stromerzeugende Heizung vor Ort entstehen somit auch keine Energieverluste. Das BZH reduziert zudem den CO2 Ausstoß um mehr als 50 % gegenüber der konventionellen Heizkessel-Technik.

Das BZH vereint Energieeffizienz durch den Einsatz neuester Technik ohne Verzicht auf jeglichen Wärmekomfort

Das Brennstoffzellen-Heizgerät deckt zu 100 Prozent den Bedarf an Wärme im Einfamilienhaus ab, der Spitzenbedarf zu besonderen Zeiten ist über ein Zusatzgerät gesichert. Seine volle Leistungsfähigkeit entfaltet die GAMMA 1.0 mit der Anbindung an einen separaten Wärmespeicher und einem ausgefeilten Regelungssystem. Keine Probleme entstehen bei der Installation an den bestehenden Heizkreis im Einfamilienhaus. Durch die Kombination des BZH mit einem Wärmespeicher und einem Energiemanager, integriert in ein umfassendes Gebäudemanagement, stellt sich das Gerät ganz auf den individuellen Stromund Wärmebedarf der Nutzer ein. Bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt, ergeben alle drei Komponenten in ihrer Gesamtwirkung ein größtmöglichstes Einsparpotential.

Blickt man auf das technisch ausgefeilte Konzept en detail, verfügt die GAMMA 1.0 über ein hervorragend, dem Bedarf an ein Einfamilienhaus angepasstes Leistungsniveau. Das Verhältnis von Strom- und Wärmeerzeugung ist so gut dimensioniert, dass elektrisch mit 1,0 kW ein elektrischer Wirkungsgrad von 32 % bei Voll- und Teillast erzielt wird. So werden keine unnötigen Bereitstellungskapazitäten aufgebaut, wie bei anderen Energieerzeugern. Die erzeugte Stromleistung reicht aus, um übers Jahr mehr als 70 Prozent des Strombedarfs eines Einfamilienhauses abzudecken.

Das Heizgerät arbeitet mit einer Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzelle. Diese Technik ermöglicht kurze Start- und Stoppzeiten, sowie einen modulierenden Betrieb auch in den Sommermonaten. Beides führt zu wesentlich höheren Betriebszeiten übers Jahr.

Ideen made in Germany - Wertschöpfung nur durch Planungssicherheit möglich

Die technischen Fakten sprechen für sich. "Daher kann es nicht angehen, dass es in der Zielgeraden plötzlich bergauf gehen soll und die Hersteller alle Last zum Aufbau eines Marktes selbst tragen sollen" - erläuterte Guido Gummert. "Hier sind bereits eine Vielzahl von Arbeitsplätzen mit dem Gütesiegel "Ideen made in Germany" entstanden und werden weiter entstehen."

Nach seinen Schilderungen sei es dann nur eine Frage von kurzer Zeit, dass die japanischen Heizgerätehersteller eine so entstehende Lücke am Markt mit ihrem Jahrzehnte langen Knowhow in der Brennstoffzellentechnik in Europa füllen werden. Den Wert und die Zukunftsfähigkeit des Marktes haben die japanischen Hersteller längst erkannt. Eine Förderung der Brennstoffzellentechnik, die deutlich über der in Deutschland liegt und die auch Investitionen in die Fertigung zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Japan mit einschließt, trägt maßgeblich dazu bei, Wettbewerbsvorteile nach Asien zu ziehen.

Unterstützt die Bundesregierung jetzt nicht weiter und versachlicht die Diskussion der Parteien, wird auf dem Rücken innovativer Unternehmen und deren Arbeitnehmern die Energiedebatte ausgetragen.

Stattdessen sollte ein Marktanreizprogramm ab 1.1.2013 Planungssicherheit nach einem erfolgreichen Callux-Projekt schaffen. "Nur so kann man heute den Aufbau von Fertigungsstrukturen in Deutschland sichern und Arbeitsplätze in Deutschland schaffen", bekräftigte Guido Gummert.

BAXI INNOTECH GmbH

Die Baxi Innotech GmbH ist ein Entwicklungsunternehmen für Brennstoffzellen-Heizgeräte. Vor zehn Jahren gegründet, fand die Gesellschaft 2002 als Tochterunternehmen in der Baxi Gruppe ihren Platz. Sie avancierte dort zum Brainpool der Gruppe für innovative Produktentwicklungen auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie. In engem, partnerschaftlichem Dialog mit internationalen Zulieferern, Energieversorgungsunternehmen und dem Fachhandwerk entwickelt Baxi Innotech das Brennstoffzellen-Heizgerät für das Einfamilienhaus. Das Hamburger Unternehmen nimmt seit 2008 am Callux-Projekt teil, dem Praxistest der Bundesregierung und der Industrie zur Marktvorbereitung von stationären Brennstoffzellen-Heizgeräten, speziell für das Einfamilienhaus. Seit Anfang November dieses Jahres gehört die Baxi Gruppe, und mit ihr die Baxi Innotech, zur neuen Formation der BDR Thermea. Gemeinsam mit der bisherigen De Dietrich Remeha Gruppe wird der so geschaffene Konzern in stärkerem Maße mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und Services auf angestammten und internationalen Wachstumsmärkten tätig sein. www.baxi-innotech.de