B. Braun setzt Umsatz- und Ergebniswachstum fort

Melsungen/Morschen, (PresseBox) - Die B. Braun Melsungen AG hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Gesamtumsatz von 6.471 Millionen Euro (Vorjahr: 6.130 Millionen Euro) stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent. Währungsbereinigt lag dieser Wert bei 7,9 Prozent. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich deutlich um knapp 24 Prozent auf 396 Millionen Euro (Vorjahr: 320 Millionen Euro). „Wir können ein positives und stabiles Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016 verzeichnen. Beim Umsatzzuwachs liegen wir im Rahmen unserer Erwartungen, mit dem starken Ergebniswachstum haben wir unsere selbstgesteckten Ziele übertroffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Prof. Heinz-Walter Große während der Bilanzpressekonferenz am Freitag, dem 31. März, bei der er gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Annette Beller die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2016 präsentierte.

Steigerungen in allen Sparten
Alle Sparten trugen zur guten Umsatzentwicklung des Konzerns bei und konnten sowohl ihre Umsätze steigern als auch ihre Profitabilität verbessern.

Die größte Sparte Hospital Care steigerte den Umsatz um 4,7 Prozent auf 2.991 Millionen Euro (Vorjahr: 2.856 Millionen Euro). Eine starke Nachfrage gab es vor allem bei automatischen Infusionspumpen, Infusionsgeräten sowie Produkten für die Regionalanästhesie. Regional betrachtet war im Berichtsjahr vor allem die Entwicklung des US-Geschäfts sehr erfreulich. Insbesondere die seit letztem Jahr in den USA vertriebenen Ernährungslösungen Nutrilipid im Infusionsbeutel und weitere Produkte für die Infusionstherapie unterstützten dort das Umsatz- und Ergebniswachstum.

Die Sparte Aesculap erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 1.725 Millionen Euro (Vorjahr: 1.663 Millionen Euro) und liegt somit 3,7 Prozent über dem Vorjahr. Zu den wesentlichen Wachstumsmärkten gehörten China, Deutschland und die USA. Umsatzsteigerungen wurden insbesondere im Geschäftsbereich Angioplastie sowie durch Knieprothesen, Produkte der Endoskopie, Instrumentencontainer und technische Services erzielt.

Die Sparte Out Patient Market (OPM) erwirtschaftete einen Umsatz von 782 Millionen Euro (Vorjahr: 741 Millionen Euro) und erreichte damit eine Steigerung von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein sehr starkes Wachstum konnte vor allem in den USA mit dem Absatz von elastomerischen Pumpen, Infusionslösungen und Infusionssystemen erzielt werden. Auch die Regionen Osteuropa, Asien-Pazifik und Lateinamerika entwickelten sich erfreulich.

Besonders dynamisch zeigte sich die Sparte B. Braun Avitum. Sie wuchs im Berichtsjahr um 11,6 Prozent und steigerte den Umsatz auf 945 Millionen Euro (Vorjahr: 846 Millionen Euro). Als Betreiber von mehr als 350 Dialysezentren weltweit versorgte B. Braun Avitum mehr als 27.000 Dialysepatienten in über 30 Ländern. Im Produktgeschäft waren die Bereiche Verbrauchsprodukte und Dialysemaschinen besonders erfolgreich. Die wesentlichen Wachstumstreiber waren vor allem Asien, Europa und die USA. Auch die B. Braun-Dialysekliniken entwickelten sich weltweit gut. Der Geschäftsbereich wurde durch Akquisitionen und die Gründung neuer Dialysezentren ausgebaut, was sich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkte.

Die Entwicklung in den Regionen
Deutschland zeigte mit einem Umsatzwachstum von 5,9 Prozent eine erfreuliche Entwicklung. Europa (ohne Deutschland) erzielte in lokalen Währungen eine gute Umsatzsteigerung von 6,7 Prozent, in Euro betrug das Wachstum 3,6 Prozent. Die Region Asien-Pazifik, die insbesondere mit China, Indonesien und Vietnam zum Wachstumsmotor des Konzerns zählt, erwies sich in lokalen Währungen stark und erhöhte die Umsätze um 10,8 Prozent. In Euro lag das Wachstum bei 8,3 Prozent, wodurch der Umsatz auf 1,16 Milliarden Euro anstieg. Die Region Nordamerika erzielte einen Zuwachs in US-Dollar von 7,3 Prozent, auch in Euro zeigte sich durch den Anstieg um 7,6 Prozent die sehr gute Entwicklung. Lateinamerika verzeichnete in lokalen Währungen hohe Umsatzzuwächse von 15,3 Prozent. Aufgrund der zum Teil deutlichen Abwertungen der lokalen Währungen gegenüber dem Euro lag die Steigerungsrate in der Konzernwährung bei 2,3 Prozent. Belastet durch Währungskursveränderungen liegt die Region Afrika und Naher Osten mit einem Wachstum von 1,0 Prozent knapp über dem Vorjahr, wobei Südafrika deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen konnte.

Investitionen weiter auf sehr hohem Niveau
2016 investierte B. Braun wieder über eine Milliarde Euro. Nach 1.049 Millionen Euro im Vorjahr flossen 2016 1.098 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten sowie in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Mit ausgewählten Akquisitionen sicherte das Unternehmen zudem Technologien und Marktanteile in strategisch wichtigen Geschäftsfeldern.
So erweiterte die Sparte Hospital Care ihre globalen Kapazitäten für großvolumige Infusionslösungen in Spanien, Indonesien, Malaysia und den USA. Dies wurde begleitet durch den Ausbau der Produktion von Überleitungssystemen und weiterem Zubehör an verschiedenen Standorten, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. In Berlin wurde auch 2016 weiter in die Fertigung von kleinvolumigen Injektionslösungen investiert. Mit dem Neubau eines Produktionsgebäudes in Japan konnten die Kapazitäten in der Regionalanästhesie erhöht und gleichzeitig die Sicherheit bei Erdbeben verbessert werden. In Spanien hat die Sparte Aesculap mit dem Ausbau eines bereits erworbenen Gebäudes begonnen, um den steigenden Bedarf an Produktionskapazitäten zu decken. Auch die Modernisierung des Stammsitzes der Sparte Aesculap in Tuttlingen wird durch weitere Investitionen fortgesetzt. Die Sparte Out Patient Market baut ihre Produktionskapazitäten mit Investitionen in Frankreich sowie der Fertigung von Penkanülen in Malaysia weiter aus. Der Neubau eines Gebäudes für patientenindividuelle Ernährungslösungen in Melsungen wurde 2016 erfolgreich abgeschlossen. Durch den Ausbau bestehender Dialysezentren, den Bau neuer Zentren sowie die Übernahme von Zentren in verschiedenen Ländern erhöhte B. Braun Avitum seine Marktanteile.

Zahl der Mitarbeiter weiter erhöht
Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte der B. Braun-Konzern 58.037 Mitarbeiter. Dies sind 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr mit 55.719 Beschäftigten. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 4,5 Prozent auf 14.876 (Vorjahr: 14.230). Neben einem weiteren Aufbau von Produktionskapazitäten ist diese Entwicklung auch auf den Erwerb mehrerer Dialysestationen zurückzuführen.

Die Qualifizierung von Nachwuchskräften wird angesichts des demografischen Wandels zunehmend wichtiger. Mit einem umfangreichen Angebot an Ausbildungsplätzen und modernen Lernkonzepten engagiert sich B. Braun daher kontinuierlich in der Ausbildung. An den Standorten in Brasilien, Deutschland, Malaysia, Polen, der Schweiz und in Vietnam schlossen im Berichtsjahr 373 (Vorjahr: 332) Absolventen ihre Ausbildung erfolgreich ab. Im gleichen Zeitraum hat das Unternehmen 275 Auszubildende (Vorjahr: 261) übernommen. Derzeit befinden sich in Brasilien, Deutschland, Malaysia, Polen, der Schweiz und in Vietnam 1.065 (Vorjahr: 1.092) junge Menschen in der Ausbildung.

Ausblick
„Das Geschäftsjahr 2016 war das erste volle Jahr der Umsetzung unserer Konzernstrategie 2020“, machte Prof. Große deutlich. „Als „Systempartner im Gesundheitswesen“ möchten wir die Herausforderungen unserer Kunden und Partner noch genauer verstehen und im Austausch mit ihnen passende Lösungswege erarbeiten. Bereits jetzt sehen wir erste Erfolge am Markt und werten dies als Bestätigung dafür, dass wir mit unseren Initiativen auf dem richtigen Weg sind“, so Große weiter. Für das Geschäftsjahr 2017 erwarte B. Braun, dass der Konzern auf der Umsatz- und auch Ergebnisseite wachsen werde. Das Umsatzwachstum wird sich, laut Prof. Große, bei konstanten Wechselkursen zwischen fünf und sieben Prozent bewegen.

Informationen zu B. Braun finden Sie unter www.bbraun.de
Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie unter: www.bbraun.de/xiaoqian

Weiteres Bildmaterial können Sie unter folgendem Link herunterladen: http://fxs.extranet.bbraun.com/...

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