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Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) Eupener Str. 74 50933 Köln, Deutschland http://www.asew.de
Ansprechpartner:in Herr Markus Edlinger +49 221 93181921

Klimarisikoanalyse: Warum Stadtwerke jetzt handeln müssen

ASEW unterstützt bei der systematischen Bewertung klimabedingter Risiken

(PresseBox) (Köln, )
Klimarisiken sind längst keine bloß abstrakten Zukunftsszenarien mehr. Überflutete Trafostationen, hitzebedingte Ausfälle oder eingeschränkte Wasserverfügbarkeit zeigen: Die Auswirkungen des Klimawandels treffen Stadtwerke bereits heute und stellen eine reale Gefahr für Infrastruktur und Versorgungssicherheit dar. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Klimarisikoanalyse (KRA) für Stadtwerke zunehmend an Bedeutung – fachlich, regulatorisch und kommunalrechtlich. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) unterstützt Stadtwerke bei der KRA-Erarbeitung.

Ob Oderhochwasser, Sturm Kyrill oder Hurrikan Katrina: Sie alle haben den neutralen terminus technicus Stark- oder Extremwetterereignis gemeinsam. Diese treten mittlerweile zunehmend häufig und in kürzeren Abständen auf – eine Folge des anhaltenden Klimawandels. „Und spätestens wenn Extremwetterereignisse den Betrieb gefährden und die Versorgung auf der Kippe steht, wird klar: Klimarisiken sind keine Zukunftsfrage mehr, sie sind Realität“, weiß Lisa Thelen, Projektmanagerin Klimaschutz bei der ASEW, die aktuelle Lage einzuordnen. „Ereignisse wie die Starkregenkatastrophe im Ahrtal haben eindrücklich gezeigt, wie verletzlich kritische Infrastrukturen sind. Starkregen, Hitze und Dürre sind keine Ausnahmen mehr, sondern Teil einer neuen klimatischen Normalität.“

Klimarisikoanalysen helfen Stadtwerken dabei, genau diese Entwicklungen systematisch zu erfassen. Ziel ist es, standortabhängige und übergreifende Risiken des Klimawandels zu identifizieren, zu bewerten und zu priorisieren – etwa Dürren, Starkregen oder Hitze. Auf dieser Basis lassen sich Anpassungskapazitäten einschätzen und konkrete Handlungserfordernisse ableiten. Gerade auf kommunaler Ebene spielt die Klimarisikoanalyse eine zentrale Rolle, da hier die praktische Vorsorge gegenüber den Gefahren der Klimakrise umgesetzt wird. Gleichzeitig schafft sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage für eine langfristige, resiliente Unternehmensplanung.

Auch regulatorisch rückt das Thema immer stärker in den Fokus. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fordert die Ermittlung wesentlicher klimabezogener Risiken, einschließlich physischer und transitorischer Risiken, eine Szenario- und Resilienzanalyse sowie die Betrachtung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Ähnliche Anforderungen stellt die EU-Taxonomie im Rahmen des „Do no significant harm“-Prinzips – während der VSME-Standard bei der Beschreibung von Klimarisiken zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Die Regulatorik gibt klar vor, dass Klimarisiken zu analysieren sind – nicht aber wie genau. Das stellt viele Stadtwerke vor große Herausforderungen.“

Besonders relevant ist die Klimarisikoanalyse für Stadtwerke auch vor dem Hintergrund von KRITIS-Anforderungen. Viele kommunale Unternehmen betreiben kritische Infrastrukturen wie Strom-, Wasser-, Wärme- oder Abwassernetze, bei denen bereits einzelne Anlagen erhöhte Schutz- und Dokumentationspflichten auslösen können. Eine fundierte Klimarisikoanalyse trägt hier nicht nur zur Stärkung der Versorgungssicherheit bei, sondern reduziert auch Haftungsrisiken.

In der Praxis zeigt sich jedoch: Klassische Klimarisikoanalysen sind häufig sehr komplex, zeitaufwendig und ressourcenintensiv. Bei externer Beauftragung können schnell hohe Kosten entstehen – oft ohne dass im Vorfeld klar ist, welche Fragestellungen wirklich relevant sind oder welche Ergebnisse konkret benötigt werden. „Viele Stadtwerke stehen vor der Frage, ob sie einfach pauschal eine KRA vergeben sollen, ohne genau zu wissen, was sie damit am Ende anfangen können“, erklärt Thelen. „Unser Ansatz ist es, zunächst Struktur in das Thema zu bringen, die Komplexität herunterzubrechen und gemeinsam zu klären, welche Risiken tatsächlich betrachtet werden müssen. Erst darauf aufbauend lassen sich gezielt und effizient weitere Schritte oder externe Leistungen beauftragen.“

Eine zusätzliche Herausforderung im Rahmen der Klimarisikoanalyse liegt im Umgang mit unterschiedlichen Zeithorizonten. Während die Unternehmensplanung meist in kurz- bis mittelfristigen Zeiträumen denkt, arbeitet die Klimaforschung mit Szenarien bis weit über das Jahr 2050 hinaus. Deshalb kommen in der KRA Szenarioanalysen zum Einsatz, die sowohl einen ambitionierten 1,5-Grad-Pfad als auch pessimistischere Entwicklungen berücksichtigen. Hinzu kommt die starke lokale Ausprägung von Klimarisiken. „Was in einer Küstenstadt ein kritisches Risiko darstellt, kann im Binnenland kaum relevant sein – und umgekehrt. Nur wenn wir den konkreten Kontext eines Versorgungsgebiets verstehen, lassen sich passgenaue Anpassungsmaßnahmen entwickeln.“ Dazu gehören geografische und sozioökonomische Rahmenbedingungen, sensible Infrastrukturen, vulnerable Gruppen sowie Erfahrungen aus vergangenen Extremereignissen.

Für kommunale Unternehmen empfiehlt die ASEW einen pragmatischen Einstieg: bestehende, frei verfügbare Daten nutzen, den Fokus zunächst auf besonders betroffene Handlungsfelder legen und sich an bereits vorliegenden regionalen oder übergeordneten Klimarisikoanalysen orientieren. Mit einer abgeschlossenen KRA können Stadtwerke dann gezielt ermitteln, welche Klimagefahren welche Standorte, Anlagen und Systeme betreffen und darauf aufbauend wirksame Anpassungsmaßnahmen entwickeln, um physische Klimarisiken nachhaltig zu reduzieren.

Um Stadtwerke hierbei konkret zu unterstützen, entwickelt die ASEW derzeit ein eigenes Klimarisikoanalyse-Tool, das eine Durchführung gemäß EU-Taxonomie ermöglicht. Aktuell befindet sich das Tool in einer Testphase mit fünf Stadtwerken. Ergänzend ist für 2026 der Aufbau eines umfassenden Beratungsangebots geplant. „Viele Stadtwerke wissen um die Relevanz des Themas, finden aber im Alltag kaum die nötigen Kapazitäten, sich im Detail damit auseinanderzusetzen“, so Thelen. Genau hier setzt die ASEW mit Ihrer Unterstützung für Stadtwerke an.

Details zu diesen und weiteren ASEW-Angeboten finden Sie unter www.asew.de

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Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW)

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist mit bundesweit mehr als 380 Mitgliedern das größte deutsche Stadtwerke-Netzwerk für Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien. Die ASEW wurde 1989 aus dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) heraus gegründet. Das Ziel: Eine rationelle, sparsame und umweltschonende Energie- und Ressourcenverwendung zu fördern. Die ASEW berät und unterstützt ihre Mitglieder in diesen Bereichen und entwickelt für sie innovative Produkte und Dienstleistungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Das Portfolio der ASEW umfasst Produkte für Vertrieb und Kundenberatung, außerdem Seminare und Qualifizierungsangebote sowie eine Kunden- und Fördermittelberatung.

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