Die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der MEYER RE machte 2025 die Einführung eines neuen ERP-Systems notwendig und bot den Verantwortlichen zugleich die Möglichkeit, eine durchgängige Lösung zu finden, die das eigene Geschäftsmodell deutlich besser abbildet als zuvor. Henning Jongebloed, Head of Sales des jungen Unternehmens, beschreibt die Ausgangssituation: „Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Gebäude. Ihre Umbauten sind keine Produkte im klassischen Sinne, sondern zu einhundert Prozent reines Projektgeschäft. Selbst solche Projekte, die wir als Serie einstufen, unterscheiden sich immer noch sehr stark voneinander.“
Der Grund hierfür liegt in den stets individuellen und spezifischen Kundenwünschen. Gefragt war demnach eine Software, die ähnlich wie im Sonderanlagenbau zahlreiche Gewerke, Lieferanten und Unterauftragnehmer steuern und zugleich mit einer großen Teilevielfalt umgehen kann. Gerade vor dem Hintergrund der terminlichen Komplexität in der Projektabwicklung sollte sie zudem in der Lage sein, die jeweils anstehenden Beschaffungs-, Fertigungs- und Montagabläufe effizient zu planen und so frühzeitig wie möglich anzustoßen, um die Finanzierung der Aufträge zu sichern und um marktfähige Lieferzeiten zu erreichen.
Der Evaluierungsprozess, der im Frühjahr 2025 begann, wurde von der Osnabrücker Steuerberatungskanzlei PKF WMS GmbH unterstützt. Im Anschluss an eine von den Experten durchgeführten Prozessanalyse entstand ein gemeinsam verfasstes Lastenheft, das mehrere Anbieter erhielten. Recht schnell kristallisierte sich anschließend heraus, dass ams.erp die größte funktionale Schnittmenge besaß, woraufhin bereits Anfang September 2025 die finale Entscheidung zugunsten der Branchensoftware mit Fokus auf die Losgröße 1+ fiel.
Exakte Kalkulation und unternehmensweite Kapazitätenplanung
Drei Aspekte hebt die ERP-Projektverantwortliche Tanja Weinmann als wesentliche Auswahlkriterien hervor. Als erstes verweist sie auf das O-Teilemanagement, das es erlaubt, Sonderteile mit und ohne Artikelnummern durch den gesamten Auftrag zu führen. Somit beschränkt sich die Pflege des Artikelstamms auf die tatsächlich wiederverwendeten Teile. Ein weiteres zentrales Argument war die jederzeit aktuelle Übersicht über die Projektkostenentwicklung dank der exakten mitlaufenden Kalkulation, die ams.erp im Standard mitbringt. Als dritten zentralen Punkt nennt die Expertin für Strategie und Entwicklung das integrierte Projektmanagement-Cockpit ams.project für die automatisierte, unternehmensweite Termin-, Budget- und Ressourcenplanung.
Insgesamt soll die neue ERP-Software, die bereits am 1. Januar 2026 nach nur zwei Monaten Implementierungszeit in den Echtbetrieb ging, allen berechtigten Mitarbeitenden die durchgängige Projektnachvollziehbarkeit von der ersten Anfrage über die Durchführung bis hin zur Nachkalkulation liefern. Damit und mit der in einer weiteren Ausbaustufe geplanten Einführung des integrierten Rechnungswesens ams.finance steht die wirtschaftliche Entwicklung des jungen Unternehmens auf einem soliden Fundament.