Das Funktionsprinzip des Alarm-Portals ist recht einfach: Der Nutzer definiert ein Szenario - beispielsweise eine technische Störung oder die Verschiebung von Terminen -, legt die zu informierenden Personen samt deren Erreichbarkeit per Telefon, SMS oder E-Mail fest und wählt den passenden Benachrichtigungsdienst. Tritt das Ereignis ein, startet das Alarm-Portal sofort den zugehörigen Benachrichtigungsprozess. "Auslösen lässt sich der Vorgang zum Beispiel durch eine E-Mail, einen Anruf oder über ein Online-Formular", erläutert Udo Oelmann, Vorstandsmitglied der OSI AG. "Möglich ist aber auch die technische Anbindung beispielsweise an sensorische Systeme wie Brand- oder Bewegungsmelder. Dann laufen die Kommunikationsprozesse vollautomatisch ab."
Wählen kann der Nutzer zurzeit unter Simultan-Benachrichtigungen (alle Teilnehmer werden gleichzeitig informiert), Ketten-Benachrichtigungen (die Teilnehmer werden in einer vorher festgelegten Reigenfolge benachrichtigt), Schnell-Benachrichtigungen (der am schnellsten reagierende Teilnehmer aus einer Gruppe wird alarmiert) und Bereitschafts-Benachrichtigungen (der Bereitschaftshabende wird verständig).
Sowohl die Szenarien und Teilnehmerdaten als auch Benachrichtigungsabläufe lassen sich laut Oelmann schnell und einfach an die jeweilige Situation des Nutzers anpassen. Dazu sei weder eine spezielle Software noch technisches Hintergrundwissen erforderlich. "Alles läuft über ein Web-Interface ab", erklärt der Ingenieur. "Mit menschlicher Stimme aus einem Sprachsynthesizer ruft das Alarm-Portal bis zu 250 Personen gleichzeitig an. Wer möchte, erhält auch noch eine SMS oder E-Mail". Jeder Kunde könne zudem beliebig viele Szenarien und Teilnehmer definieren, ohne Zusatzkosten: "Wir berechnen eine monatliche Grundgebühr von netto 25 Euro je Dienst. Hinzu kommen lediglich noch die Gebühren für Telefonanrufe und Textnachrichten, die wir quasi zu Selbstkosten weitergeben."
Eine langfristige Vertragsbindung gebe es beim Alarm-Portal nicht, versichert Oelmann. Jeder Kunde könnte mit Monatsfrist den Dienst quittieren. Und weil seine Tochter schon mehrfach mangels rechtzeitiger Benachrichtigung vor einer geschlossenen Klassentür stand, sind Schulen sogar von der Grundgebühr befreit. "Mich macht es jedes Mal wütend, wenn meine kleine Tochter erst in der Schule erfährt, dass der Unterricht wegen Krankheit eines Lehrers ausfällt und dann Krisenmanagement betrieben werden muss", so Oelmann. Hätte man dort die Dienste des Alarm-Portals in Anspruch genommen, wäre er rechzeitig über den Unterrichtsausfall informiert worden. "Damit dies künftig weder mir noch anderen Eltern passiert, können Schulen das Alarm-Portal sozusagen zum Nulltarif nutzen."