Neue Sicherheits-Stoßdämpfer: Kompaktklasse für den Not-Stopp

Die ACE Stoßdämpfer GmbH präsentiert auf der Automatica 2006 vom 16. - 19.05. in der Münchener Messehalle A2 auf Stand 317 interessante Neuheiten im Bereich der Sicherheits-Stoßdämpfer.

(PresseBox) ( Langenfeld, )
Jürgen Roland, Geschäftsführer von ACE in Deutschland, will mit den neuen Modellen ein Signal geben und prognostiziert: "In Zukunft werden sich die Sicherheitsdämpfer, so wie vorher die Stoßdämpfer, vom Format her verkleinern und von der Leistung her vergrößern. Bei Klein-Stoßdämpfern sind wir bereits bei M6 und schon bald bei M4 angekommen. Bei den Sicherheitsdämpfern legen wir jetzt mit der Größe M20x1,5 vor. Denn für immer kleiner werdende Antriebe und Montageinseln müssen kurzfristig auch die Sicherheitsdämpfer entsprechende Anpassungen erfahren." Dort, wo aufgrund der kompakten Bauform der innovativen Sicherheitselemente weniger Platz für den Not-Stopp benötigt wird, gibt es ab sofort buchstäblich mehr Freiraum für pfiffige Konstruktionen. So empfehlen sich die Neuheiten für den einfachen Einbau in den Endlagen von Linearantrieben, wie diese z.B. in Bestückungsautomaten zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu konventionellen Gummipuffern, Stahlfedern oder anderen Not-Stoppern sind die Sicherheits-Stoßdämpfer vom Typ SCS-300 bis 650 im Fall eines Crashs in der Lage, Energie rückprallfrei bis zu 525 Nm abzubauen. Neben der zuverlässigen Eliminierung von Maschinen zerstörenden Kräften und der daraus resultierenden Vermeidung von teuren Maschinenschäden ist die Erhöhung der Prozess-Sicherheit ein weiterer Hauptvorteil.

So funktionieren die meisten Stoßdämpfer

Wer die genannten Hauptvorteile in möglichst vielen Produktionsbereichen über lange Zeiträume aufrechterhalten will, muss äußerst präzise und ebenso robust gefertigte Sicherheits-Stoßdämpfer einsetzen. Hier gibt es unterschiedliche Fertigungsprinzipien und Herstellungsmethoden. Eine der gängigsten und millionenfach bewährten ist die des selbsteinstellenden, mit Spezialöl befüllten Stoßdämpfers, der als wartungsfreies, einbaufertiges hydraulisches Element in seinem Körperinneren eine stabile Kolbenstange sowie eine Vielzahl von Drosselöffnungen aufweist. Trifft nun das Aufprallobjekt auf den Stoßdämpfer, wird dessen Bewegung auf die Kolbenstange übertragen. Der Abbremsvorgang wird eingeleitet, indem die Kolbenstange in den Stoßdämpfer hinein schiebt und nach und nach das Hydrauliköl, das sich vor dem Kolben befindet, durch die Drosselöffnungen verdrängt. Dabei nimmt die Anzahl der wirksamen Drosselöffnungen proportional zum verfahrenen Hub ab, und die Einfahrgeschwindigkeit wird geringer. Der vor dem Kolben anstehende Staudruck führt zu einer Stützkraft, die entgegen der Bewegungsrichtung des abzubremsenden Objektes verläuft, so dass das Aufprallobjekt am Ende des Hubes zum Stillstand kommt. Diese Gegenkraft bleibt während des ganzen Dämpfungsvorganges annähernd gleich und sorgt für die konstante Verzögerung. Im Laufe dieses Prozesses wandelt der Stoßdämpfer die Aufprallenergie in Wärmeenergie um und gibt die entstehende Wärme über seinen Außenkörper an die Umwelt ab.

Dieses Sicherheitsplus bieten nur patentierte Topfkolben

Da dabei im Stoßdämpferinneren ein hoher Druck entsteht, ist die Kombination aus Hydrauliköl und die zum Einsatz kommende Dichtungstechnik ebenso wichtig für Standfestigkeit und Betriebssicherheit wie der Aufbau des Stoßdämpferkörpers. Die ACE Stoßdämpfer GmbH verwendet z.B. auch in den neuen Sicherheits-Stoßdämpfern einen Korpus und eine darin eingelassene Hochdruckhülse aus hochfestem, legierten Stahl. Der Körper ist massiv und topfförmig mit geschlossenem Boden aus dem vollen Material gefertigt. Die in dem patentierten ACE Topfkolben-Design zum Einsatz kommende Hochdruckhülse ist für Innendrucke bis 1.000 bar ausgelegt. ACE weist auf den Unterschied von Außenkörper und Druckhülse mit geschlossenem Boden im Vergleich zu minderwertigeren Lösungen aus Rohrmaterial mit Boden und Sicherungsring hin und bietet dadurch ein echtes Sicherheitskonzept. Anders als bei jenen Dämpfern, deren Sicherungsring bricht oder deren Boden bei Überlastung einfach herausgesprengt wird, ist bei den ACE Dämpfern ein schlagartiger Ausfall auch bei starker Überlastung fast ausgeschlossen. Zusätzliche Sicherheit bieten die Beschaffenheit des Spezialöls mit geringer Viskosität und verschiedene Methoden, die das Unternehmen bei der Dichtungstechnik für ihre Dämpfer einsetzt.

Topfkolbentechnik jetzt auch bei kompakten Not-Stoppern

Nun ist es den Entwicklern von ACE gelungen, die Baugrößen für den patentierten Topfkolben auch im Bereich der Sicherheits-Stoßdämpfer zu verringern. Denn die Neuheiten basieren auf der innovativen Technik der erfolgreichen Klein-Stoßdämpfer-Serie namens SC2. Indem die dort eingesetzte Topfkolbentechnik jetzt erstmals auch bei Sicherheits-Stoßdämpfern in den Größen M20 und M25 Verwendung findet, kann im Not-Stopp auch bei vergleichsweise kleiner Bauart der Bremsen viel Energie absorbiert werden. Je nach Modell liegt die Energieaufnahme pro Hub bei den beiden Neuen in einem Bereich zwischen minimal 292 Nm und maximal 525 Nm. Dabei halten sie Überlastungen durch den topfförmigen Stoßdämpferkorpus mit integriertem Hochdruckkolben sehr gut stand.

SCS: Eine große Produktfamilie, die auch in Extremfällen schützt

Die durch die zwei Innovationen vom Format her nach unten hin erweiterte SCS-Produktgruppe von ACE gibt viele Antworten auf die gestiegenen Ansprüche der modernen Antriebstechnik. Kompakte Stoßdämpfer-Bauformen und immense Energieaufnahme im Havariefall schützen immer kleiner und schneller werdende Konstruktionen. Die selbsteinstellenden Sicherheits-Stoßdämpfer der SCS-Familie sind nun in den Größen M20x1,5 bis M130x2 erhältlich. Mit Kräften von 0,29 kNm bis max. 216 kNm und Hüben von 15 mm bis zu 1200 mm lassen sie sich äußerst vielseitig einsetzen, decken breiteste Anwendungsbereiche ab und mindern das Schadensrisiko in vielen Einsatzgebieten gegen null. Kunden erhalten dadurch preiswerte Alternativen zu Industrie-Stoßdämpfern.

Neben den hier vorgestellten kompakten Sicherheits-Stoßdämpfern SCS-300 und SCS-650 bietet ACE solche, die auf Basis der erfolgreichen Industrie-Stoßdämpfer-Familie namens MAGNUM gefertigt werden. Diese Typen sind je nach Gewindegröße als SCS-33-, SCS-45- und SCS-64-Modelle mit unterschiedlichen Hüben bis zu 150 mm lieferbar. Sie erlauben eine Standzeit von bis zu 1000 Lastwechseln und bieten eine Energieaufnahme pro Hub von 0,35 kNm bis 18 kNm. Durch die kurze Bauform sind sie die ideale Ergänzung z.B. an kleinen Portalanlagen und Zuführautomaten. Die Vertreter einer anderen Modellreihe, die Sicherheits-Stoßdämpfer vom Typ SCS-38 bis SCS-63, sind für Hübe bis zu 1200 mm ausgelegt und nehmen maximal Energie von 3,6 kNm bis 57,6 kNm auf. Durch die langen Hübe werden sie bevorzugt in automatischen Hochregalen eingesetzt. Speziell für den Schwerlastbetrieb gibt es noch die Sicherheits-Stoßdämpfer vom Typ CB-63 bis CB-160. Diese Not-Stopper können mit einem Hub von 100 bis 500 mm geordert werden und nehmen je nach Ausführung maximal pro Hub 16 - 80 kNm auf. Die hohe Rückstellkraft von bis zu 63 kN schiebt Kranwagen ohne Risiko wieder auseinander.

Investition in 300% höhere Energieaufnahme

Egal, für welchen Typ man sich entscheidet, die Investition in Sicherheits-Stoßdämpfer von ACE ist keine kostspielige Angelegenheit. Besonders, wenn man die Summen betrachtet, die sich sparen lassen. Denn das Ausfallrisiko von ACE Stoßdämpfern tendiert im Vergleich zu anderen Dämpfungsarten gegen null. Mit Sicherheits-Stoßdämpfern lassen sich z.B. die Rahmenkonstruktion von Portal-, Förder- oder Krananlagen, Regalbediengeräte, Schwermaschinen oder Bestückungsautomaten effektiv vor Schäden schützen. Die genannten Produkte von ACE sorgen für rückprallfreien Energieabbau, bis zu 300% höhere Energieaufnahme und bis zu 80% reduzierte Kosten je Nm Energieaufnahme im Vergleich zu herkömmlichen Stoßdämpfern. Kunden können sie mit individuellen Kennlinien speziell für spezifische Anwendungen ordern und profitieren von geringster Maschinenbelastung durch Hübe bis zu 1200 mm und von vielseitigen Montagemöglichkeiten. Neben dem Hauptvorteil, der Vermeidung teurer Maschinenschäden lassen sich im täglichen Betrieb vor allem zusätzlich eine höhere Prozess-Sicherheit, gesteigerte Produktionsgeschwindigkeiten und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit erzielen.
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