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Pressemitteilung BoxID: 184960 (ACE Auto Club Europa e.V.)
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Spritpreise: Entspannung in Aussicht

(PresseBox) (Stuttgart, ) Bei den Preisen für Benzin und Diesel könnte es nach Ansicht des ACE Auto Club Europa auf dem heimischen Markt demnächst zu einer -wenn auch nur vorübergehenden - leichten Entspannung kommen.Einen Grund dafür sieht der Club in dem erhofften Rückgang der Kraftstoffnachfrage in China, nachdem die dort staatlich verordneten Preise um bis zu 25 Prozent angehoben worden sind. Gleichzeitig habe Saudi-Arabien angekündigt, die Ölfördermenge erneut spürbar zu erhöhen. "Wenn die Nachfrage bei einem der größten Energieverbraucher sinkt und das Angebot des größten Produzenten steigt, hat das normalerweise eine dämpfende Wirkung auf die Preise", sagte ein ACE-Sprecher am Freitag in Stuttgart. Es bleibe im Interesse der Verbraucher jedenfalls zu hoffen, dass die Kraftstoffpreise in Europa trotz beginnender Feriensaison unter Druck geraten. Die gegenwärtige Höhe der Kraftstoffpreise habe wenig mit marktwirtschaftlicher Gesetzmäßigkeit aber viel mit Spekulanten zu tun, die sich dem Zugriff der Finanzpolizei gewohnheitsmäßig entzögen, monierte der ACE. Der Club übte auch Kritik an den unterschiedlichen Kraftstoffpreisen in Europa.

Wegen der unterschiedlichen Mineralölbesteuerung drifteten die Preise für Tankkunden in der Gemeinschaft um bis zu 50 Cent pro Liter auseinander. Dagegen würden die Nettopreise für Kraftstoffe ziemlich dicht beieinander liegen - der Unterschied betrage maximal 17 Cent bei Super-Benzin und 19 Cent bei Diesel, teilte der Club mit. Das sei aus Sicht der Verbraucher eine Enttäuschung. Deren Interessen blieben im europäischen Binnenmarkt allzu häufig unberücksichtigt.

Preise in Deutschland über EU-Niveau

Laut ACE kostete Ende Mai 2008 der Liter Super-Benzin im europäischen Schnitt 1,309 Euro, in Deutschland war der Liter mit 1,487 Euro rund 18 Cent teurer. Für den Liter Diesel mussten Tankkunden im EU-Durchschnitt 1,345 Euro bezahlen, in Deutschland hingegen 1,477 Euro und damit rund 13 Cent mehr. Deutschland befindet sich unter den 10 Spitzenreitern bei den Höchstpreisen für Kraftstoffe auf Platz 5, am teuersten sind Benzin und Diesel derzeit in den Niederlanden. Von den insgesamt 27 EU-Mitgliedsländern sind die Verbraucherpreise für Diesel in Malta und für Benzin in Lettland am günstigsten.