Nachhaltiges Dämmsystem nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2020

Nachhaltig dämmen mit 3M Glass Bubbles

Das interdisziplinäre Forscherteam – von links: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Gerdes (Univ. Bayreuth), Dipl.-Ing. Friedbert Scharfe (maxit) und Dr. rer. nat. Klaus Hintzer (Dyneon (3M)) - ist nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2020. Foto: Deutscher Zukunftspreis/ Ansgar Pudenz
(PresseBox) ( Neuss, )
Niedriger Ressourcenverbrauch, hohe Effizienz und einfache Anwendbarkeit: Diese Vorteile verbindet das Dämmsystem „ecosphere“ des Baustoffherstellers Maxit. Die Innovation ist das Ergebnis gemeinsamer Forschungen mit Dyneon (3M) als Anbieter mikroskopisch kleiner Glashohlkugeln, den Glass Bubbles, sowie mit der Universität Bayreuth. Das interdisziplinäre Forscherteam, das die nachhaltige Lösung für die Außen- und Innendämmung entwickelt hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den Preisträger am 25. November 2020 bekanntgeben.

Ohne das energetische Sanieren des Gebäudebestandes in Deutschland werden die staatlichen Klimaziele kaum zu erreichen sein. Allein die privaten Haushalte tragen rund 20 Prozent zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland bei; der Heizenergieverbrauch ist hier ein wesentlicher Faktor. Das spritzbare, innovative Dämmsystem „ecosphere“ schafft mit seiner besonders hohen wärmeisolierenden Wirkung die Voraussetzungen, Altgebäude auf ein zeitgemäßes, energetisch effizientes Niveau zu bringen und gleichzeitig die Ressourcen zu schonen.

Trockenmörtel mit Glas als Leichtzuschlag
Die Entwicklung basiert auf winzigen Hohlkugeln aus dünnem Glas, die in einen mineralischen Binder eingebettet sind – eine vollkommen neuartige „Hochzeit“ von Glas und Mörtel. Die 3M Glass Bubbles sind zwischen 10 und 200 Mikrometern groß und von einer rund ein Mikrometer dünnen gläsernen Hülle umgeben. Sie machen gut die Hälfte des gesamten Dämmstoffs aus und sorgen dafür, dass kaum Wärme durch das Material dringen kann. Die spritzbare Fassadendämmung besteht aus rein mineralischen Materialien und ist somit nicht brennbar. Neben Vorteilen beim Brandschutz wird auch die Umwelt geschont. Das hoch robuste und flexibel einsetzbare Material ist nach Ende der Nutzungsdauer vollständig recyclebar. „Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum Deutschen Zukunftspreis. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie ist es gelungen, eine Technologie für mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Gebäudebereich zu entwickeln. Auf diesen entfallen in Deutschland rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Das bedeutet, das Potenzial ist riesig“, sagt Dr. Klaus Hintzer, Corporate Scientist bei Dyneon, einem Unternehmen des Multitechnologiekonzerns 3M.

Glass Bubbles für effiziente und nachhaltige Lösungen
3M Glass Bubbles bewähren sich in unzähligen Anwendungen beispielsweise im Bauwesen, in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie in der Kunststoffproduktion. Ein wichtiges Anwendungsgebiet in der Bauindustrie sind Farben und Spachtelmassen. Als Zusatz zu Innenfarben sorgen Glass Bubbles für höhere Wand¬temperaturen, tragen so zu einem verbesserten Raumklima bei und beugen der Gefahr einer Schimmelbildung vor. In Außenfarben können Glass Bubbles dank ihrer Infrarot-Reflexionseigenschaften das Aufheizen des Mauerwerks durch Sonneneinstrahlung verringern. In Spachtelmassen tragen die winzigen Glaskugeln zu verbesserten Verarbeitungseigenschaften bei. Im Automobilbau wiederum ermöglichen Glass Bubbles innovative Leichtbaukonzepte, insbesondere auch im Zukunftsmarkt Elektromobilität.

Weitere Informationen unter:
www.deutscher-zukunftspreis.de
www.3M.de/Glassbubbles
www.maxit-ecosphere.de
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