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500. Kanban-Kunde entscheidet sich für Würth Industrie Service

v.l.n.r. ; Roland Grimm, Key Account Manager der Würth Industrie Service; Maurizio Magini, Leiter Produktionslogistik des Schuler Konzerns; Maximilian Brändle, technischer Werkleiter Müller Weingarten Erfurt
v.l.n.r. ; Roland Grimm, Key Account Manager der Würth Industrie Service; Maurizio Magini, Leiter Produktionslogistik des Schuler Konzerns; Maximilian Brändle, technischer Werkleiter Müller Weingarten Erfurt

(pressebox) (Bad Mergentheim/Main-Tauber-Kreis, 23.05.2008) Mit dem Schuler Konzern konnte die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, mit Sitz in Bad Mergentheim, im Mai diesen Jahres ihren 500. Kanban-System-Kunden begrüßen.

Das Kerngeschäft der Würth Industrie Service setzt sich aus zwei wesentlichen Punkten zusammen. Zum einen dem Handel mit Kleinteilen und Befestigungsmaterial zum anderen der kompletten logistischen Dienstleistung die die Abwicklung eben dieser Kleinteile bei den Kunden, Industrieunternehmen auf der ganzen Welt, beansprucht.

"Wir sehen uns als Systemanbieter, der den kompletten Service und das Material aus einer Hand anbietet" erklärt Rainer Bürkert, Geschäftsführer der Würth Industrie Service. "Kleinteile - oder C-Teile - haben aufgrund des geringeren Materialwertes oft eine untergeordnete Bedeutung bei den Unternehmen. Der Aufwand diese Teile zu beschaffen ist allerdings genauso groß wie bei den wichtigen Artikeln, so genannten A-Teilen. Mit unseren Systemen bilden wir den gesamten Beschaffungsprozess gleich mit ab. So können unsere Kunden hohe Produktivitätssteigerungen erreichen und sich auf ihre Kernprozesse konzentrieren."

Mit einer Vielzahl europäischer System-Kunden erzielte die Würth Industrie Service im vergangenen Jahr bereits 201 Mio. Euro Umsatz. Für das laufende Geschäftsjahr sind 230 Mio. Euro Umsatz geplant.

"Kunden, die sich für ein Kanban-System entscheiden, gehen eine langfristige Bindung mit dem Lieferanten ein. Wir garantieren unseren Kunden deshalb höchste Produkt- und Prozessqualität" erläutert Eberhard Scheuber, Geschäftsführer für den Vertrieb der Würth Industrie Service.

So auch beim 500. Kanban-Kunden: Nach Bearbeitung des sehr umfangreichen Datenmaterials wurde das Optimierungspotential im C-Teile-Management deutlich. Die Analyse der Ausgangslage für die Werke in Erfurt und Weingarten zeigte, dass circa 13.000 Artikel aus dem Bereich der C-Teile verwendet und auf unterschiedlichen Wegen bestellt und versorgt wurden.

"Unsere Aufgabenstellung bestand darin, möglichst viele dieser Teile zu versorgen, und entsprechend der Art und des Bedarfes das optimale Versorgungssystem zu entwickeln" erklärt Roland Grimm, Key Account Manager für dieses Projekt.

Nach Analyse beider Standorte mit ihren riesigen Hallen, in denen Pressenstraßen gebaut werden, die teilweise so groß wie Mehrfamilienhäuser sind, wurde die logistische Herausforderung erst im vollen Maße sichtbar. "Es existierten große Wegstrecken zwischen den Fertigungsbereichen, oftmals mussten die Monteure wegen einiger Schrauben mehr als 100 Meter laufen. Auch die Übersicht und die Teileverfügbarkeit sollten deutlich steigen" beschreibt Roland Grimm die Ausgangslage.

Das Konzept der Würth Industrie Service, das sowohl eine Kanban-Versorgung als auch eine Online-Katalog-Anbindung für langsam drehende Artikel vorsah, konnte ziemlich schnell als optimale Lösung definiert werden. Als Starttermin für die Abwicklung wurde der Mai 2008 festgelegt.

Nach der nur 2-monatigen Implementierungsphase werden im Werk Erfurt jetzt circa 2.500 Artikel über ein Kanban-System versorgt. Neben DIN- und Normteilen werden so hauptsächlich Elektrokleinteile, Verschraubungen und Kunststoffteile beschafft. An elf Lagerorten sind circa 5.500 Behälter im Umlauf. Auch im Werk Weingarten werden circa 1.500 Artikel über ein Kanban-System versorgt. Durch das Würth-Sortiment konnten bereits zu Beginn die Gleichteile standardisiert und die Teilevielfalt verringert werden.

Die Versorgung außerordentlicher Einmalbedarfe wird über eine E-Commerce-Lösung mit dem Würth Online Katalog gewährleistet. "Anhand eines scannergestützten Bestellsystems können die Bedarfe von den Mitarbeitern direkt in den Online-Katalog übermittelt werden. Ein aufwendiger Beschaffungsprozess wird hierdurch minimiert", erklärt Maurizio Magini, Leiter Produktionslogistik des Schuler Konzerns, Projektleiter C-Teilemanagement.

Die weitere Zusammenarbeit ist bereits geplant. Gegen Jahresende startet ein Pilotprojekt zum Thema "Internationale Baustellenbelieferung".

"Mit der Lösung der Würth Industrie Service haben wir begonnen das Optimierungspotenzial unseres C-Teile-Management auszuschöpfen. Durch die modular aufgebauten Systeme können die Lösungen auch in anderen Werken mit unterschiedlichen Voraussetzungen einfach angepasst werden. So können wir sicher auch in Zukunft noch weitere Prozesskosten einsparen", fasst Maurizio Magini abschließend zusammen.

Schuler Konzern

Als Technologie- und Weltmarktführer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte metallverarbeitende Industrie. Zu den wichtigsten Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Energie-, Elektro- und Hausgeräteindustrie. Außerdem ist Schuler führend auf dem Gebiet der Münztechnik. Weltweit ist das Unternehmen mit 5.500 Mitarbeitern in mehr als zwanzig Ländern vertreten.

Der Schuler Konzern in Göppingen gehört zu den ältesten deutschen Industriebetrieben und geht auf eine 1839 von Louis Schuler gegründete Schlosserei zurück. Später wurde Schuler weltweit zum Flaggschiff der umformenden Maschinenbauindustrie. Neben zahlreichen Auslandstochtergesellschaften gehört u. a. seit April 2007 Müller Weingarten zum Schuler Konzern.

Über Würth Industrie Service GmbH & Co. KG: Die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG ist als eigenständiges Tochterunternehmen innerhalb der Würth-Gruppe für die Belieferung von produzierenden Industriekunden mit modular aufgebauten C-Teile-Management-Lösungen verantwortlich und am Standort Bad Mergentheim mit über 1.750 Mitarbeitern tätig. Das ehemalige Gelände der Deutschordenskaserne bietet dabei ausreichend Raum für weitere Expansion. Seit der Unterzeichnung des Kaufvertrages wurden über 520 Millionen Euro investiert.

Kundenindividuelle C-Teile-Lösungen
Unter der Marke „CPS® – C-Produkt-Service“ bietet die Würth Industrie Service den Kunden individuell zugeschnittene, logistische Beschaffungs- und Dienstleistungsmodule wie scannerunterstützte Regalsysteme, elektronische Bestellsysteme, vollautomatisierte Kanban-Systeme und innovative Technologien wie RFID-Lösungen im Bereich Produktionsmaterial und das Automatensystem ORSY®mat für MRO-Bedarfe. Dabei erfolgt die Belieferung der Kunden direkt an die Fertigungslinie in die Produktion.

Industriespezifisches Sortiment
Ein spezialisiertes Sortiment aus mehr als 1.400.000 Artikeln bildet die Basis für die professionelle industrielle C-Teile-Abwicklung: Neben DIN- und Normteilen sowie Verbindungs- und Befestigungselementen umfasst das Produktspektrum auch auf die Kundenanforderungen zugeschnittene Sonder- und Zeichnungsteile sowie Hilfs- und Betriebsstoffe wie persönliche Schutzausrüstung, chemisch-technische Produkte sowie Werkzeuge und vieles mehr.

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