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(pressebox) (Lennestadt, 10.11.2019) Mit grabenlosen Techniken können Leitungen aller Art ohne den Aufbruch wertvoller Oberflächen zügig und kosteneffizient verlegt werden. Je nach Rahmenbedingungen werden dafür verschiedene Bohrgeräte und Verfahren eingesetzt. Zu den komplexesten, aber auch vielseitigsten dieser sog. NODIG-Verfahren gehört die Horizontalspülbohrtechnik (HDD) mit steuerbaren Bohrgeräten. Damit können Längsverlegungen, Kreuzungen sowie Unterquerungen von Gewässern und anderen Verkehrswegen entlang flexibel planbarer Trassen ausgeführt werden.
Das Bohrgerät der Zukunft
Bei der Entwicklung einer neuen Generation von GRUNDODRILL-HDD-Geräten hat sich TRACTO intensiv mit den Anforderungen der Anwender auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist ein Maschinenkonzept, das auf unkomplizierte Art und Weise maximale Flexibilität und Produktivität bei der gesteuerten grabenlosen Rohrverlegung ermöglicht. Mit der neuen GRUNDODRILL-Generation bietet TRACTO aber nicht nur ein einzelnes Bohrgerät, sondern zukünftig eine komplette Baureihe mit meheren Modellen, die als Jet Condition System (JCS) für den Einsatz im Lockergestein oder All Condition System (ACS) für Felsbohrungen eisetzbar sind, was die schnelle Anpassung des Bohrgeräts an wechselnde Geologien auch während eines Projektes ermöglicht.
Innovation Ferngesteuertes Bohren
Eine weitere Innovation der neuen GRUNDODRILL-Generation ist das intuitive Bedienkonzept mittels neuartiger Fernbedienung, das ferngesteuertes Bohren erlaubt. Bisher diente die Fernbedienung dazu, das Bohrgerät über sein Raupenfahrwerk zu manövrieren und die Stützschilder ein- und auszufahren. Mit der neuen Fernbedienung kann der der komplette Bohrvorgang von außerhalb der Bedienerkabine über ein besonders strapazierfähiges, baustellentaugliches Toughpad von einer beliebigen Position aus gesteuert und überwacht werden. Das erste Serienmodell der Baureihe vom Typ GRUNDDRILL JCS130 hat den ersten Einsatz im Kundenauftrag bereits erfolgreich absolviert.
Schnelle Erdverkabelung mit GRUNDODRILL JCS130
Der erste Bewährungstest in der Praxis stand für die neue GRUNDODRILL-Generation in Sand und Lehm auf dem Plan: Im Schleswig-Holsteinischen Malente-Kreuzfeld, Plöner Straße, muss die Zuwegung zum Kies- und Schotterwerk Kreuzfeld GmbH erneuert und verbreitert werden. Die Schleswig-Holstein Netz AG als Bauherr hielt es für zweckmäßig, im Zuge dieser notwendigen Bauarbeiten auch gleich die bis dato via Oberleitung erfolgte Stromversorgung auf Erdverkabelung umzustellen. Die Schutzverrohrung für die Stromkabel sollte sinnvollerweise unterirdisch im Horizontal-Spülbohrverfahren installiert werden.
Test auf Herz und Nieren
Den Auftrag für die Bohrarbeiten zur Verlegung der Schutzrohre PE-HD, DN 125 erhielt die Paasch Rohrleitungsbau GmbH & Co. KG, die über langjährige Erfahrung mit der HDD-Technik verfügt. Im Rahmen dieser Baumaßnahme nutzten sowohl das Paasch-Bohrteam, als auch die Fachleute der TRACTO die Gelegenheit, den GRUNDODRILL JCS130 auf drei Abschnitten der insgesamt rund 700 m langen Bohrtrasse unter realen Bedingungen auf Herz und Nieren zu prüfen und die eingangs genannten Details und neu gedachten Bauteile zu testen. Bevor es losging, übergaben die TRACTO-TECHNIK-Mitarbeiter die Bohranlage an Thorsten Rot, Bohrmeister bei Paasch. Bereits nach einer nur kurzen Einweisung fühlte er sich dank des innovativen und intuitiven Bedienkonzepts mit der Maschine sicher, vertraut und einsatzbereit. Aufatmen – Entspannen – Anfangen. Die Länge der ersten Bohrung betrug 93 m, die der zweiten Bohrung 145 m und die der dritten Bohrung 100 m.
Testurteil „Sehr gut“
Trotz der beengten Platzverhältnisse, die der normale Arbeitsbetrieb des angrenzenden Kieswerks mit dem starken LKW-Verkehr mit sich brachte, „störte“ die Bohranlage mit ihrer besonders geringen Arbeitsbreite von nur 1,85 m kaum und jede der drei Bohrungen und der Einzug der Schutzrohre konnten innerhalb eines Tages zur ausgeführt werden. Der Kiesabbaubetrieb wurde durch die kompakte Baustelleneinrichtung nicht einmal unterbrochen und konnte ohne Störungen aufrechterhalten werden.
„Dieses neue Bedienkonzept mit den ergonomischen Mini-Joysticks und dem integrierten Kamerakonzept in Verbindung mit der nicht schwenkbaren Kabine erfordert zwar eine gewisse Umgewöhnung, gefällt mir aber sehr gut“, so die Worte von Bohrmeister Thorsten Rot, der mit seiner Arbeit rundum zufrieden schien. Ebenso zufrieden waren Geschäftsführer Martin Paasch und Bauleiter Guido Röhlich, die sich einen Eindruck vom Einsatz der neuen Anlage verschaffen wollten. Das Unternehmen Paasch ist nicht nur ein langjähriger Kunde der TRACTO sondern auch Entwicklungspartner in Sachen neue Generation GRUNDODRILL. Und beide zeigten sich von der Leistung der Bohranlage und dem Gesamtkonzept überzeugt.
Über TRACTO:
TRACTO ist Mitbegründer, Gestalter und Innovator der grabenlosen Technologie. Das Unternehmen mit Stammsitz in Lennestadt-Saalhausen entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen und Zubehör für die grabenlose Verlegung und Erneuerung von Rohrleitungen. Diese ressourcenschonende und nachhaltige NO-DIG-Technik findet Anwendung beim Bau von Leitungs-Infrastrukturen für Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation, E-Mobilität und Fernwärme, bei der Glasfaservernetzung, im Pipelinebau sowie in der Abwasserentsorgung. Die Kunden für diese innovativen Systeme kommen hauptsächlich aus dem Bereich Tiefbau und Spezialtiefbau, aber auch Versorger und Netzbetreiber zählen dazu. Seit der Gründung im Jahr 1962 hat TRACTO zahlreiche bahnbrechende grabenlose Lösungen entwickelt und ist heute der weltweit einzige Vollanbieter für grabenlose Technologie. Das Unternehmen mit Repräsentanzen in ganz Deutschland und Schwesterfirmen in Großbritannien, Frankreich, Australien und den USA hat weltweit 850 Mitarbeiter, davon rund 600 in Deutschland.
Weitere Informationen unter TRACTO.com sowie auf Facebook, YouTube, Linkedin, Xing und Instagram
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