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(pressebox) (Nieder-Olm, 03.09.2007) Immer mehr Cyberkriminelle versuchen PC-Anwender mit Hilfe von Spam-Mails auf infizierte Websites zu locken. Sophos, einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Lösungen für 'Security and Control', ermittelte im August 2007 mehr als 5.000 neue Internet-Seiten, auf denen schädliche Codes hinterlegt waren. Meist handelt es sich dabei um Schadprogramme, mit denen sich Daten ausspionieren, fremde Rechner für den Versand weiterer Viren und Spam-Mails nutzen oder Denial-of-Service-Attacken gegen unbeteiligte Dritte starten lassen. Auf die infizierten Websites werden PC-Anwender über E-Mails gelockt, in denen ihnen E-Cards, angebliche Fotos nackter Prominenter, witzige YouTube- oder die neuesten Musik-Videos versprochen werden. Fast die Hälfte aller im August 2007 über Internet verbreiteten Schadprogramme gehörten zur Iframe-Familie. Ihr Anteil lag bei 47,8 Prozent. 44,8 Prozent aller infizierten Websites wurden im August 2007 in China gehostet, weitere 20,8 Prozent in den USA sowie 11,3 Prozent in Russland. Im vergangenen Monat registrierten die SophosLabs, die weltweiten Forschungszentren von Sophos, zudem eine der bislang größten Spam-Kampagnen, bei der die Versender versuchten, Aktienkurse ausgewählter Firmen zu manipulieren. Die Bedrohung durch infizierte E-Mails ging im August dagegen drastisch zurück: Nur noch eine von 1000 weltweit versendeten E-Mails war mit Malware infiziert. Im ersten Halbjahr 2007 enthielt noch eine von 322 E-Mails ein Schadprogramm. Der meistverbreitete E-Mail-Wurm ist nach wie vor Netsky - unzählige Varianten des Wurms sind in Umlauf.
Folgende Schadprogramme wurden im August 2007 am häufigsten über infizierte Websites verbreitet:
1. Mal/Iframe 47,8%
2. Mal/ObfJS 17,7%
3. Troj/Decdec 14,0%
4. Troj/Fujif 4,3%
5. Mal/EncPk 2,5%
6. Troj/Psyme 2,2%
7. Mal/Packer 1,1%
8. Troj/Pintadd 1,0%
9. VBS/Redlof 0,7%
10. Mal/Behav 0,5%
Sonstige 8,2%
Die Hitliste der über E-Mails verbreiteten Schädlinge im August ergibt folgendes Bild:
1. W32/Netsky 30,5%
2. W32/Zafi 20,0%
3. W32/Mytob 15,0%
4. Troj/Pushdo 10,8%
5. Troj/Dloadr 4,8%
6. W32/MyDoom 4,4%
7. Mal/Dropper 2,3%
8. W32/Bagle 2,1%
9. W32/Sality 1,8%
10. W32/Traxg 1,2%
Sonstige 7,1%
Vaterschaftstest bei Viren: die Sophos Genotype-Technologie
Cyberkriminelle verbreiten heute in immer kürzeren Abständen Viren, Würmer und Spyware, um Unternehmen und PC-Anwender zu attackieren. Viele davon haben es dabei auf vertrauliche Daten von Unternehmen, Organisationen und Behörden abgesehen, wie die jüngste Spionage-Attacke chinesischer Hacker gegen die deutsche Bundesregierung zeigt. Vielfach bringen Cyberkriminelle innerhalb kürzester Zeit hunderte Varianten ein und desselben Schadprogramms in Umlauf. Ihr Ziel ist es, so Antiviren- und Antispam-Programme zu umgehen, die nur bereits bekannte Viren und Spam erkennen. Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, bedarf es präventiver Gegenmaßnahmen. Sophos hat hierfür die Sophos Genotype Technology entwickelt, die sowohl in der Sophos Virus Detection Engine als auch der Antispam Engine enthalten ist. Mithilfe der Technologie ist es möglich, neue Varianten bekannter Schädlings-Familien und Spam-Kampagnen zu erkennen und zu blocken, schon bevor dafür entsprechende Updates entwickelt wurden. Der Begriff des so genannten 'Genotyp' hat seinen Ursprung in der Biologie. Der Genotyp bezeichnet den genetischen Aufbau eines Organismus. Er steht - allgemein gesprochen - für die Erbinformationen, die von Elternorganismen auf ihre Nachkommen vererbt werden. Die Sophos Genotype Technologie charakterisiert dementsprechend die 'Erbinformationen' neuer Viren oder Spam-Mails. Hierfür wird der Genotyp einer Datei extrahiert und mithilfe eines fein abgestimmten Auswertungssystems mit dem Genotyp bestehender Schadprogramme verglichen. Jedes Programm hat seinen eigenen Genotyp - so unterscheiden sich die Genotypen einer Schadprogramm-Familie erheblich von denen einer anderen. Beispielsweise können die Merkmale eines Internet-Wurms seine Fähigkeiten sein, sich über Schwachstellen im Betriebssystem zu verbreiten oder die lokale Festplatte eines Rechners nach E-Mail-Adressen zu durchsuchen. Stimmt der Genotyp einer untersuchten Datei mit dem einer bekannten Malware-Familie, wie zum Beispiel Netsky, überein, meldet Sophos Anti-Virus den neuen Wurm als Schadprogramm mit der Endung '.gen' und verhindert seine Ausführung auf dem PC.
Über Sophos Technology GmbH:
Als einer der weltweit führenden Hersteller bietet Sophos Unternehmen IT-Lösungen an, mit denen sie ihre IT-Infrastruktur zuverlässig schützen und kontrollieren. Die Sophos Network Access Control und Endpoint Security Lösungen ermöglichen den integrierten Schutz vor Schadsoftware, Spyware, unberechtigten Zugriffen, potenziell unerwünschten Anwendungen (PUA) und Richtlinien-Verstößen. Sophos ergänzt diese Lösungen durch innovative E-Mail- und Web-Sicherheitsprodukte, die den E-Mail- und Internet-Verkehr auf Sicherheitsbedrohungen, Spam sowie Richtlinienverletzungen hin überwachen und filtern.
Sophos verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der IT-Sicherheit und schützt mit seinen Sicherheitslösungen und Services über 100 Millionen Anwender in rund 150 Ländern. Die Sophos Lösungen werden von einem Netzwerk eigener Analysezentren (SophosLabs) mit hoch qualifizierten IT-Sicherheits-Experten unterstützt. Die Lösungen zeichnen sich durch ihre hohe Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit aus, was für eine hohe Kundenzufriedenheit sorgt.
Die weltweiten Aktivitäten von Sophos werden von Oxford, UK, und Boston, USA, aus geleitet. Sophos beschäftigt weltweit über 1000 Mitarbeiter. Seit 1997 ist das Unternehmen auch auf dem deutschen Markt vertreten. Die Sophos GmbH mit Sitz in Mainz koordiniert Vertrieb, Marketing und technische Services für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Weitere Informationen unter: www.sophos.de
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