Pfeil zurück zur Übersicht

Überprüfung der Chlorbeständigkeit von Kunststoffrohrsystemen jetzt möglich

Gemeinsamer Kundentag von IPT und SKZ
Überprüfung der Chlorbeständigkeit von Kunststoffrohrsystemen jetzt möglich
Überprüfung der Chlorbeständigkeit von Kunststoffrohrsystemen jetzt möglich

(pressebox) (Würzburg, 09.12.2009) Ab sofort können Rohr- und Fittinghersteller und insbesondere Rohstoffhersteller und Compoundeure den Einfluss von Chlor unter definierten Bedingungen auf ihre Produkte bzw. Werkstoffe im SKZ untersuchen lassen. Die Tatsache, dass Chlorkonzentrationen von bis zu 100 ppm freies Chlor gefahren werden können, stellt die Bedeutung dieses Prüfgerätes bzw. entsprechender Prüfungen auch für Anwendungen in der chemischen Industrie heraus.

Am 28. Oktober 2009 luden die Firmen IPT Institut für Prüftechnik Gerätebau GmbH & Co. KG und das SKZ ihre Kunden zu einem gemeinsamen Kundentag nach Würzburg ein.

Die Vorstellung eines von IPT zusammen mit dem SKZ entwickelten Prüfgerätes, mit dem die Beständigkeit von Kunststoffrohrsystemen gegenüber gechlortem Wasser überprüft werden kann, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Überdies konnten sich die Gäste über aktuelle Entwicklungen in der Gütesicherung von Kunststoffrohrsystemen und die Vorgehensweise in der Schadensanalytik am SKZ informieren.

Der Kundentag bot den Gästen die Chance sich über die technischen Möglichkeiten zu informieren und auch erste - mit dem neuen Prüfgerät erzielten - Ergebnisse einzusehen. Zu den Teilnehmern zählten sowohl Rohstoffhersteller (wie LyondellBasell, Solvin, Borealis, Ems-Chemie und Total Petrochemicals) als auch Rohr- und Fittinghersteller (wie Jansen AG, Rehau, Haka Gerodur, Viega, Neoperl, Simona AG, Poloplast und Uponor).

Der Leiter der Entwicklungsabteilung der Firma IPT Anton Neukäufer berichtete von der Projektidee. Er ging auf die Probleme bei der Umsetzung ein und erläuterte die technischen Möglichkeiten dieses zur Zeit einzigen kommerziell erhältlichen Chlorprüfgerätes. Mit dem Gerät können u.a. Prüfungen nach den amerikanischen Normen ASTM F 2023 und NSF P 171 durchgeführt werden. Da während der Prüfung mit gechlortem Wasser keine Metallionen in das Prüfmedium gelangen sollen, sind alle mit dem Prüfmedium in Kontakt kommenden Teile des Gerätes mit technischen Kunststoffen (Fluorpolymere) beschichtet. Bei vielen Bauteilen handelt es sich um Spezialanfertigungen, die den hohen Anforderungen an das Prüfgerät Rechnung tragen müssen.

Dr. Mirko Wenzel vom Projektpartner SKZ ging auf die Inbetriebnahme des Prüfgerätes im SKZ in Würzburg ein und beleuchtete das große Spektrum an Prüfmöglichkeiten, die das Gerät eröffnet. Die in der Beschreibung von IPT genannten Daten zur Mess- und Regelgenauigkeit des Gerätes von Chlorkonzentration, pH-Wert, Redoxpotenzial, Leitfähigkeit und Sauerstoffgehalt des Prüfwassers konnten durch das SKZ verifiziert werden und wurden in der Validierungsphase zum Teil noch übertroffen.

Am Nachmittag des Kundentages konnten die Gäste das Chlorprüfgerät im Labor persönlich in Augenschein nehmen und vor Ort mit den Experten von IPT und SKZ diskutieren. Zur Abrundung des Kundentages wurden Rundgänge durch das SKZ angeboten, die das Verarbeitungstechnikum, die Rohrprüfung, das Füge- bzw. Schweißlabor und das mechanische Prüflabor als Anlaufstationen zum Ziel hatten.

Datei-Anlagen:
Pfeil zurück zur Übersicht