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(pressebox) (Herborn/Hannover, 25.04.2016) Schaltschrank-Kühlgeräte der Serie Blue e+ von Rittal können zukünftig Geräteinformationen und -parameter in übergeordnete Systeme übertragen. Damit eröffnen sie neue Möglichkeiten wie Asset Management, Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Was jetzt schon möglich ist, zeigt ein konkretes Umsetzungsbeispiel von Rittal auf der Hannover Messe, zusammen mit AXOOM, dem neuen Plattformanbieter für Industrie 4.0 in der Fertigungswelt. Die Kühlgeräte senden hierfür Daten über ein Kommunikationsmodul in die Cloud, von wo die Informationen in ein Visualisierungs-Tool beim Anwender übertragen werden. Besucher können das neue Monitoring-Konzept sowohl am Stand von Rittal (Halle 11, Stand E06) als auch bei AXOOM (Halle 08, Stand D09) live testen.
Im Zuge der zunehmenden Vernetzung in Fabriken werden auch Kühlgeräte für Schaltschränke intelligenter. Vernetzte Kühleinheiten liefern wichtige Standortinformationen, senken für Unternehmen den Überwachungsaufwand und machen Fehler frühzeitig erkennbar. Rittal hat gemeinsam mit dem auf die fertigende Industrie spezialisierten Plattform-Anbieter AXOOM eine App für die Vernetzung und Fernüberwachung von Kühlgeräten entwickelt. Deren Anwendung ist auf der Hannover Messe im Rahmen eines Showcase zu sehen. Besucher können sich an den Ständen der beiden Unternehmen über die Lösung informieren und sie testen.
Digitale Vernetzung macht‘s möglich
Durch die Vernetzung von Kühlgeräten erschließen sich Betreibern und Herstellern neue Möglichkeiten für Condition Monitoring und Predictive Maintenance.
Ein wesentlicher Aspekt bei der Vernetzung ist die Standortinformation. Gerade bei einer großen Zahl von Kühlgeräten ist es wichtig, diese genau lokalisieren und organisieren zu können (Asset Management). Dadurch kann der Betreiber mobiles Condition Monitoring nutzen und zu jedem Zeitpunkt den Zustand von Systemkühlung und Geräten abfragen? Dabei ist der Gang an das Gerätedisplay nicht mehr notwendig, denn Temperaturen, Auslastung und Systemmeldung lassen sich von jedem Ort aus abrufen. Auch die industrielle Instandhaltung wird durch die vernetzten Blue e+ Kühlgeräte deutlich verbessert. Durch Predictive Maintenance melden die Geräte nötige Reparaturen oder Serviceeinsätze präventiv an. Das spart nicht nur Zeit bei der Überwachung, sondern erhöht auch deutlich die Betriebssicherheit der Fertigung.
Nutzung von Standardprotokollen und Cloud Computing
Rittal stattet dafür die neuen Blue e+ Kühlgeräte mit einem neuartigen, sicheren Kommunikationsmodul aus. Darüber werden Daten wie die Temperatur oder der aktuelle Gerätezustand in gängigen Protokollen wie OPC UA oder SNMP in eine Cloud übertragen. Für das Anwendungsbeispiel zum Fern-Monitoring wurde die Schnittstelle erstmals installiert. Ab 2017 wird sie optional für Kühlgeräte der Blue e+ und TopTherm Generation und im weiteren Schritt ebenfalls für Chiller verfügbar sein.
AXOOM bringt in die Lösung Know-how im Zusammenführen, Auswerten und Aufbereiten von Maschinendaten aus der industriellen Produktion ein. Im konkreten Fall senden die Blue e+ Kühlgeräte über das AXOOM Factory Gate Informationen an Rechner in einer von AXOOM betriebenen Private oder Public Cloud – je nach Anforderung des Kunden. Von dort werden sie dem Unternehmen zur zentralen Überwachung zur Verfügung gestellt.
Monitoring-App in Drehzahlmesser-Optik
Rittal hat hierfür eine Browser-basierte App für PCs und Tablets entwickelt. Auf einer Oberfläche im Stile von Drehzahlmessern eines Armaturenbretts behalten Verantwortliche in Unternehmen den Zustand mehrerer Kühlgeräte im Blick und können diese steuern.
Die Lösung von Rittal und AXOOM zeigt, wie schon jetzt Kühlgeräte in Echtzeit von einem Leitstand aus oder von unterwegs über mobile Geräte wie Tablets überwacht und gesteuert werden können.
„Mit unserem Showcase zeigen wir, wie sich dank Vernetzung das Monitoring der Schaltschrankkühlung für Unternehmen wesentlich effizienter und sicherer gestalten lässt als bisher“, sagt Steffen Wagner, Abteilungsleiter Produktmanagement Klimatisierung von Rittal. „Wir bieten die mit AXOOM entwickelte Lösung bisher noch nicht serienmäßig an. Sie ist aber bereits voll funktionsfähig und lässt sich bei Kunden nach individuellen Anforderungen umsetzen.“
„Dieses Beispiel zeigt anschaulich, wie mit Hilfe von AXOOM ganz neue Geschäftsmodelle möglich werden, weil sich beliebig viele Maschinen oder Komponenten problemlos über einen zentralen Koordinationspunkt verbinden lassen“, ergänzt Florian Weigmann, Geschäftsführer der AXOOM GmbH. Rittal und AXOOM arbeiten bereits an den nächsten Ideen.
Über Rittal GmbH & Co. KG:
Rittal mit Sitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in nahezu allen Branchen, vorwiegend in der Automobilindustrie, in der Energieerzeugung, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz. Mit rund 10.000 Mitarbeitern und 58 Tochtergesellschaften ist Rittal weltweit präsent.
Zum breiten Leistungsspektrum gehören Infrastrukturlösungen für modulare und energieeffiziente Rechenzentren mit innovativen Sicherheitskonzepten zur physischen Daten- und Systemsicherung. Die führenden Softwareanbieter Eplan und Cideon ergänzen die Wertschöpfungskette durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen, Rittal Automation Systems durch Automatisierungslösungen für den Schaltanlagenbau.
Rittal wurde im Jahr 1961 gegründet und ist das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group. Die Friedhelm Loh Group ist mit 18 Produktionsstätten und 78 Tochtergesellschaften international erfolgreich. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 11.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Zum achten Mal in Folge wurde das Familienunternehmen 2016 als Top Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet.
Weitere Informationen finden Sie unter www.rittal.de und www.friedhelm-loh-group.com.
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