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(pressebox) (Jena, 17.12.2008) Bis Mitte 2010 wird Jenoptik die neue Kamerageneration METimage für Wettersatelliten entwickeln. Das Auftragsvolumen beträgt 5 Mio Euro. Bei der Entwicklung wird von Jenoptik mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein neuartiger Ansatz gewählt: Das Teleskop rotiert während seiner Messung und kann so ein außergewöhnlich großes Bild von Horizont zu Horizont aufnehmen. Der innovative Charakter und die starke Praxisorientierung waren ausschlaggebend für die Vergabe des Auftrags an Jenoptik. Bereits im Jahr 2003 hatte Jenoptik in der Sparte Verteidigung & Zivile Systeme den Konzeptvorschlag entwickelt und zum Patent angemeldet. Das Projekt wurde in den vergangenen Jahren mit der Unterstützung des Deutschen Wetterdienstes, des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der DLR-Raumfahrt-Agentur weiterentwickelt.
METimage soll auf den niedrig fliegenden Wettersatelliten der nächsten Generation eingesetzt werden, dem Post-EUMETSAT Polar System (EPS). Es wird dem aktuellen System in der Auflösung und Aufnahmebreite weit überlegen sein, da es einen knapp 3.000 Kilometer breiten Streifen mit einer Auflösung von 500 Metern und besser aufnehmen kann. Das aktuell fliegende Instrument bietet eine Auflösung von 1.100 Metern. Mit den qualitativ deutlich besseren Bildern wird die Wettervorhersage über sechs Tage und somit deutlich länger im Voraus möglich.
Vom einstigen Schwarz-Weiß Bild zu multispektralen Scanneraufnahmen
Angefangen hatte die Wetterbeobachtung vom Satelliten mit einfachen Schwarz-Weiß-Fotos der Wolkenformationen, welche dann von Meteorologen interpretiert wurden. Über die Jahre wurden multispektrale Methoden entwickelt, die detailreichere Informationen liefern, wie beispielsweise Temperaturprofile oder Charakteristiken von Wolken. Wettersatelliten heute liefern neben Bildern eine Vielzahl an Informationen, die den Input für die computergestützte Wetterprognose liefern. Neben Radarmessungen spielen optische Messgeräte zur Wetterbeobachtung heute die Hauptrolle.
Das EUMETSAT Polar System (EPS) ist der aktuelle europäische Beitrag zum weltweiten System polar umlaufender meteorologischer Wettersatelliten. Für die Entwicklung des Nachfolgesystems, kurz Post EPS genannt, wurde im vergangenen Jahr die Entscheidung zum Start der Entwicklung des Instruments METimage in Deutschland getroffen.
Ansprechpartner:
Frau Katrin Lauterbach
Public Relations
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Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin
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