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(pressebox) (Magdeburg, 28.09.2015) Als Interessenvertretung der gewerblichen Wirtschaft im Norden Sachsen-Anhalts wirbt die IHK Magdeburg seit jeher für Weltoffenheit, Toleranz und Gleich-berechtigung bei der Integration von ausländischen Fach- und Arbeitskräften. In unseren Mitgliedsunternehmen arbeiten schon heute Menschen unterschied-lichster Nationen erfolgreich miteinander. Wir alle profitieren davon. Die Wirtschaft sieht in Zuwanderung vor allem eine Chance für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsraumes, die unverzichtbar ist. Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern sind die falschen Antworten auf diese Herausforderung. Sie stehen dem Ziel einer weiterhin erfolgreichen, den globalen Märkten zugewandten wirtschaftlichen Entwicklung der Region entgegen.
Die aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik sind ein Anlass, die bisherigen Maßnahmen zur Integration von Asylberechtigten und Flüchtlingen zu intensivieren, den bestehenden Rechtsrahmen ggf. zu erweitern und die Potentiale für die regionale Wirtschaft schneller zu identifizieren und zu heben.
Grundsatz sollte dabei sein: qualifizierte Zuwanderung, Hilfe und Unterstützung für integrationswillige und vor Verfolgung, Tod und Krieg flüchtende Menschen zu fördern. Die Einwanderung in unsere Sozialsysteme ist zu verhindern und durch sofortige und konsequente Rückführung zu untersetzen. Dies muss zudem durch eine konkrete Werbung für die legale Zuwanderung in qualifizierte Beschäftigung in den Herkunftsländern begleitet werden.
Arbeitsmarktintegration im Norden Sachsen-Anhalts
Die Bundesrepublik hat sich gemäß der Genfer Konvention und nach Art. 16a GG verpflichtet, anerkannten Flüchtlingen und Asylberechtigten Zugang zum Arbeits-markt zu gewähren. Diese Menschen können über den bloßen Wert ihrer Arbeitskraft hinaus über Qualifikationen verfügen, die angesichts des steigenden Fachkräfte-bedarfs in der Region knapp sind. Bemühungen, Flüchtlinge bzw. Asylberechtigte frühzeitig in den Arbeitsmarkt und in die Unternehmen zu integrieren, zahlen sich doppelt aus.
Offene Stellen in den Unternehmen können besetzt werden, und die Flüchtlinge/Asylberechtigten werden besser gesellschaftlich integriert und können unabhängig von staatlichen Transfers ihren Lebensunterhalt bestreiten. Spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden zumindest mittelfristig gering bleiben.
Neben der verbleibenden Notwendigkeit eines geordneten Verfahrens verhindern nur langsam abbaubare Informations- und Sprachdefizite eine schnelle und vollumfängliche Integration.
Flüchtlinge stellen dennoch ein großes Reservoir an Fachkräften dar. Vor allem der große Anteil unter 30-jähriger Menschen, die gleichzeitig ausbildungsfähig sind und über eine hohe Bleibeperspektive verfügen, benötigen schnellstmöglich eine berufliche Ausbildung.
Regionale Aufgaben für eine bessere Arbeitsmarktintegration
Die IHK Magdeburg macht es sich zur Aufgabe, gemeinsam mit Partnern (v.a. Landkreise/ Kommunen, Arbeitsagenturen, Jobcentern, Verbänden und Netzwerken) zu prüfen, wie Flüchtlinge und Asylberechtigte möglichst schnell und unbürokratisch in Arbeit oder Ausbildung gebracht werden können. Sie wird entsprechende Projekte initiieren bzw. sich an Projekten beteiligen, u.a. durch folgende Aktivitäten:
Darüber hinaus fordert die IHK Magdeburg im Interesse einer schnelleren Statusklärung und der erleichterten Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylberechtigten die Politik in Bund, Sachsen-Anhalt und Gebietskörperschaften zu folgenden Maßnahmen auf:
Ansprechpartner:
Herr Torsten Scheer
Industrie- und Handelskammer Magdeburg
Telefon: +49 (391) 5693-170
Fax: +49 (391) 5693333-170
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecher
Über Industrie- und Handelskammer Magdeburg: Die IHK Magdeburg ist eine von 80 Industrie- und Handelskammern in Deutschland. Neben der Hauptgeschäftsstelle der IHK Magdeburg in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg bestehen IHK-Geschäftsstellen in Salzwedel und Wernigerode.
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