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Kernproblem ist die Strukturkrise

IHK zu Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen
Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

(pressebox) (Heilbronn, 27.05.2026) Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, ordnet die Ergebnisse des heute vorgestellten Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen ein:

„Die Wirtschaftsweisen bestätigen den Trend, von dem auch die aktuelle DIHK-Konjunkturprognose ausgeht. 2026 wird das Wirtschaftswachstum deutlich schlechter ausfallen als zu Jahresbeginn erwartet. Ob es nur noch 0,3 oder 0,5 Prozent werden, ist letztlich nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist, dass unsere Wirtschaft in der Stagnation feststeckt, dass sie nicht in Schwung kommt. Das hängt nicht ausschließlich mit dem Iran-Krieg zusammen. Seine Folgen treffen auf zum Teil ohnehin schwer angeschlagene Unternehmen.

Das Kernproblem ist die Strukturkrise, das Versäumnis der Politik, dringend erforderliche Reformen anzupacken und die Unternehmen nachhaltig zu entlasten. Kein Wunder, dass die Stimmung vor allem in der Industrie auf einem Tiefpunkt ist. Laut unserer jüngsten Konjunkturumfrage für Heilbronn-Franken haben 28 Prozent der Industrieunternehmen keine große Erwartung, dass sich ihre Situation absehbar verbessert – auch wenn die Koalition bis zur Sommerpause das große Reformpaket auf den Weg bringen will. Bisher hat die Ankündigung aus Berlin in unserer Region noch nicht für einen Stimmungsaufschwung gesorgt. Im Gegenteil: Fast ein Viertel der Betriebe rechnet aktuell mit einem Rückgang der Exporte, mehr als ein Drittel will Inlandsinvestitionen zurückfahren.“

 

Ansprechpartner:

Frau Claudia Lösler
Telefon: +49 (7131) 9677-345
Zuständigkeitsbereich: Referentin Wirtschaftskommunikation

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