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(pressebox) (Bremen, 16.04.2009) Die steigende Anzahl älterer und pflegebedürftiger Menschen wirkt sich unmittelbar auf die Wachstums- und Beschäftigungsperspektiven in diesem Bereich aus: So arbeiten im Gesundheitswesen derzeit mehr als 4,3 Millionen Menschen. Eine Million Stellen wurden in den vergangenen 20 Jahren neu geschaffen, Tendenz: weiter steigend. Allein in Nordwestdeutschland verkörpert der Gesundheitssektor mit über 90.000 Beschäftigten einen der größten lokalen Wirtschaftsbranchen. Eine Machbarkeitsstudie, die die Hochschule Bremen im Auftrag der Bremer Senatorin Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales derzeit erstellt, beleuchtet die strukturellen Rahmenbedingungen sowie die Aspekte der weiteren Professionalisierung der therapeutischen Gesundheitsfachberufe Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie. Im Kern geht es um die Beantwortung der Frage, wie zukünftig innovative und attraktive Qualifikationsangebote ausgestaltet sein sollen, um konkrete Empfehlungen für die weitere Professionalisierung von Gesundheitsfachberufen im Land Bremen bzw. in der Nordwest-Region zu formulieren. Die Ergebnisse der Studie werden für Dezember 2009 erwartet.
In diese Studie integriert sind drei Experten-Anhörungen, von denen die erste am 14. April die "Bedarfe und Anforderungen" in den Gesundheitsfachberufen zum Gegenstand hatte. Die weiteren Veranstaltungen sind für August ("Rahmenbedingungen und Modelle") und Oktober ("Konzept und Curriculum") vorgesehen.
Im internationalen Vergleich fällt auf, dass Deutschland bei der Akademisierung und wissenschaftlichen Fundierung der therapeutischen Gesundheitsfachberufe einen Nachholbedarf hat: Während diese auf internationaler Ebene ihre Ausbildung grundständig im Hochschulbereich etablieren, wurden in Deutschland erst vor wenigen Jahren weiterqualifizierende, duale bzw. additive Studiengänge eingerichtet. Eine vom Sachverständigenrat 2007 empfohlene und vom Bundesrat im Juli 2008 beschlossene Modellklausel für die Berufsgesetze ermöglicht es den Ländern grundsätzlich, von der bisherigen Fachschulausbildung abzuweichen und neue Qualifizierungsangebote zeitlich befristet zu erproben.
Fragen zur Machbarkeitsstudie an:
Wiebke Scharff Rethfeld, MSc.
Hochschule Bremen
0421-5905-2264
wiebke.scharff-rethfeld@hs-bremen.de
Ansprechpartner:
Herr Ulrich Berlin
Hochschule Bremen
Telefon: +49 (421) 5905-2245
Fax: +49 (421) 5905-2275
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecher
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