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Institut für Experimentelle Statik feiert zehnjähriges Jubiläum

Belastungsversuche für die Sicherheit von Bauwerken und Bauteilen

(pressebox) (Bremen, 11.07.2008) In unregelmäßigen Abständen zeigen spektakuläre Bauwerkseinstürze, dass eine ausreichende Sicherheit von Bauwerken nicht zwangsläufig gegeben ist. In der Abteilung Bauingenieurwesen der Hochschule Bremen wird seit gut 30 Jahren von einem erfahrenen Mitarbeiter-Team die statische Bewertung von Bauwerken gelehrt, erforscht und in der Praxis erfolgreich angewendet. Wegen des wachsenden Interesses der Wirtschaft an neuen Bewertungsmethoden und an anwendungsbezogener Forschung gründete Professor Klaus Steffens vor 10 Jahren das Institut für Experimentelle Statik (IFES). Resultate der bisherigen Forschungsarbeit sind die Entwicklung von Belastungstechniken für den Hochbau (EXTRA), Straßenbrücken (BELFA) und für Eisenbahnbrücken (BELFA-DB). Unlängst wurde das ein neu entwickeltes Mess-System für Mauerwerk patentiert: "FreD" (Freischneidetechnik zur experimentellen Dehnungsermittlung). Alle Projekte haben eines gemeinsam: die Anwendung in der Praxis steht stets im Vordergrund: An mehr als 300 Belastungsversuchen war das IFES mit seinen Entwicklungen inzwischen im In- und Ausland erfolgreich beteiligt.

Seit einem Jahr leitet Professor Dr. Marc Gutermann das Institut, dessen heutige Schwerpunkte experimentelle Tragsicherheitsnachweise (Belastungsversuche), Bauwerksdiagnose, sowie experimentell gestützte Berechnungen (Hybride Statik) sind: "Der Bedarf an Untersuchungen ist ungebrochen. Es freut mich sehr, dass unsere Fähigkeiten inzwischen auch im Ausland bekannt und gefragt sind." Die Projekte würden nicht nur wichtige Drittmittel bringen sondern auch Erfahrungen und Erkenntnisse liefern, von denen die Studenten der Lehrgebiete "Tragwerksplanung" und "Experimentelle Statik" wesentlich profitieren: "Der tägliche Umgang mit konkreten Projekten hilft, den Studenten die graue Theorie praxisnah zu vermitteln. Sie sind letztlich die Gewinner unserer Vielfältigkeit". Für die nächsten Jahre bis zur "Volljährigkeit" des Instituts wünscht er sich die Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus angrenzenden Disziplinen sowie Fachleuten aus Wirtschaft wie Verwaltung und viele weitere interessante Projekte.

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