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Neue Studie der HSB zeigt: Nachhaltige Werkstoffe haben für die Automobilindustrie ökologisch und technisch hohes Potenzial

Die Aufnahme zeigt die innere Struktur eines neu entwickelten biobasierten Verbundwerkstoffs mit verstärkenden Fasern.
Die Aufnahme zeigt die innere Struktur eines neu entwickelten biobasierten Verbundwerkstoffs mit verstärkenden Fasern.

(pressebox) (Bremen, 19.05.2026) Eine aktuelle Studie von Forschenden der Arbeitsgruppe Biologische Werkstoffe am Bionik-Innovations-Centrums (B-I-C) der Hochschule Bremen eröffnet neue Perspektiven für ressourcenschonende Anwendungen im Fahrzeugbau. Die Veröffentlichung im englischsprachigen Fachjournal „Materials Today Communications“ zeigt, dass nachhaltige Werkstoffe nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch technisch überzeugen können. Die Veröffentlichung der Studie unterstreicht die Bedeutung anwendungsorientierter Forschung an der HSB im Bereich nachhaltiger Werkstoffe und zukunftsfähiger Werkstoffsysteme.

Bislang werden in der Automobilindustrie petrochemische Kunststoffe verwendet, die auf Erdölbasis hergestellt werden. Forschende der HSB haben im Rahmen einer aktuellen Studie das Potenzial biobasierter Hybridwerkstoffe für den Automobilbau untersucht – also innovative Verbundwerkstoffe, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Komponenten bestehen, von denen mindestens eine auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Das Ergebnis: Nachhaltige Werkstoffsysteme stellen eine leistungsfähige Alternative zu klassischen petrochemischen Kunststoffen dar.

Im Mittelpunkt der Forschung an der HSB stehen biobasierte Verbundwerkstoffe, deren mechanische Eigenschaften durch gezielte Hybridisierung mit Flachs- und Regeneratcellulosefasern deutlich verbessert werden konnten. Die Ergebnisse verdeutlichen insbesondere das hohe Anwendungspotenzial im Automobilbereich, in dem leichte und zugleich hochbelastbare Werkstoffe gefragt sind.Biobasierte Verbundwerkstoffe weisen bessere Eigenschaften auf als herkömmliche Standardwerkstoffe.

„Die Studie zeigt, wie leistungsfähig biobasierte Werkstoffe heute bereits sein können. Durch die gezielte Hybridisierung lassen sich Eigenschaften erreichen, die klassische petrochemische Kunststoffe übertreffen“, erklärt Dr. Nina Graupner aus der Arbeitsgruppe „Biologische Werkstoffe“.

Darüber hinaus zeigen die Untersuchungen, dass die entwickelten Werkstoffe in einzelnen Bereichen sogar bessere Eigenschaften aufweisen als glasfaserverstärkte Polyolefine, die bislang als Standardwerkstoffe in zahlreichen technischen Anwendungen gelten.Neue Perspektiven für ressourcenschonende Anwendungen im Fahrzeugbau.

„Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass nachhaltige Werkstoffe nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch technisch überzeugen können. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für ressourcenschonende Anwendungen im Fahrzeugbau“, betont Professor Dr. Jörg Müssig.

Weitere Informationen:

Graupner, N. & Müssig, J. 2026: Bio-based flax/rayon-PLA hybrid composites: A review and experimental study on toughness and mechanical performance in injection moulding. In: Materials Today Communications, Vol. 53, April 2026, 115340 (ISSN 2352-4928).
Link zur Studie

Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C)

Hochschule Bremen

Ansprechpartner:

Frau Dr.-Ing. Nina Graupner
Zuständigkeitsbereich: The Biological Materials Group, Biomimetics Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C) Fakultät 5 – Natur un

Herr Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig
Zuständigkeitsbereich: The Biological Materials Group, Biomimetics Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C) Fakultät 5 – Natur un

Frau Meike Mossig
Telefon: +49 (421) 5905-2245
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin / Leitung Referat 01 - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Über Hochschule Bremen: Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft und Wirtschaft. Sie bietet zukunftssichere und innovative Studieninhalte sowie grundlagen- und praxisorientierte Forschung. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit über 200 Partner:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Mit ihrer internationalen Ausrichtung hat die HSB eine umfassende Vernetzung mit rund 360 Partnerhochschulen weltweit. Sie ist eine von nur wenigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die Teil einer von der EU geförderten Europäischen Universität sind: der Hochschulallianz STARS EU (Strategic Alliance for Regional Transition European University). Die HSB bietet ein breites Spektrum an über 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Gesundheitswissenschaften und zählt knapp 9.000 Studierende. Das International Graduate Center (IGC) ist eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.

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