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(pressebox) (Bremen, 20.03.2026) In einem neuen bundesweiten Projekt bringt die Hochschule Bremen (HSB) ihre Expertise in den Bereichen IT-Sicherheit, Kommunikationsarchitekturen sowie Simulation kritischer Infrastrukturen ein: Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit rund drei Millionen Euro geförderte Forschungsvorhaben „CloudEnerChain“ will sicherstellen, dass Geräte, Sensoren und Systeme in modernen Energienetzen sicher und verlässlich miteinander kommunizieren können – wie zum Beispiel Solaranlagen, Speicher oder digitale Stromzähler.
Das dreijährige Projekt baut dafür eine digitale „Vertrauenskette“ auf: von den kleinen Sensoren vor Ort über das Internet (IoT) bis hin zu den zentralen Steuerungssystemen in der Cloud. Diese Kette sorgt dafür, dass Daten nicht manipuliert werden können, dass nur autorisierte Geräte miteinander kommunizieren, ohne dass die Kommunikationspartner es merken und dass alles nachvollziehbar ist – wie ein digitaler „Fingerabdruck“ für jede Nachricht.
HSB-Forschungsgruppe Rechnernetze und Informationssicherheit ist beteiligt
„In dem Projekt analysieren wir an der HSB Bedrohungsszenarien in energietechnischen Umgebungen und entwickeln Sicherheits- und Architekturkonzepte für eine robuste Vertrauenskette“, erklärt der Leiter der Forschungsgruppe Rechnernetze und Informationssicherheit (FRI), Prof. Dr. Richard Sethmann. Dazu gehören unter anderem hardwarebasierte Sicherheitsmechanismen, wie der Einsatz von Hardware-Sicherheitsmodulen (HSM) - etwa ein Trusted Platform Module (TPM) - sowie die Integration sicherer Kommunikationsstrukturen, zum Beispiel das Trusted Core Network (TCN). Darüber hinaus erweitert die Forschungsgruppe von Professor Sethmann bestehende Simulationsumgebungen, um typische Kommunikationsabläufe und Angriffsszenarien in OT-Systemen realitätsnah abzubilden und die entwickelten Konzepte umfassend zu testen.
Projektleitung hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT
Die Projektabkürzung „CloudEnerChain“ steht für „Cloudbasierte Interoperabilität in Energiesystemen durch sichere Vertrauenskette vom Feldgerät über Leitsystem bis zur Cloud“. Die Leitung des Verbundprojekts hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT in Sankt Augustin. Neben der HSB sind die SWO Netz GmbH, die Digimondo GmbH sowie die PSI Software SE beteiligt. Assoziierte Partner sind die Schleswig-Holstein Netz AG und die Rhebo GmbH. Das Projekt ist am 1. März 2026 gestartet und läuft bis Februar 2029.
Weitere Informationen:
Teilprojektseite „CloudEnerChain“ der HSB
HSB-Forschungsgruppe Rechnernetze und Informationssicherheit
Hochschule Bremen
Ansprechpartner:
Herr Prof. Dr. Richard Sethmann
Telefon: +49 (421) 5905-5483
Zuständigkeitsbereich: Leitung Forschungsgruppe Rechnernetze und Informationssicherheit (FRI)
Herr Prof. Dr. Philipp Last
Telefon: +49 (421) 5905-5225
Zuständigkeitsbereich: Unterstützende Leitung Forschungsgruppe Rechnernetze und Informationssicherheit (FRI)
Frau Meike Mossig
Referat 01 - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (421) 5905-2245
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin / Leitung
Über Hochschule Bremen: Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft und Wirtschaft. Sie bietet zukunftssichere und innovative Studieninhalte sowie grundlagen- und praxisorientierte Forschung. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit über 200 Partner:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Mit ihrer internationalen Ausrichtung hat die HSB eine umfassende Vernetzung mit rund 360 Partnerhochschulen weltweit. Sie ist eine von nur wenigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die Teil einer von der EU geförderten Europäischen Universität sind: der Hochschulallianz STARS EU (Strategic Alliance for Regional Transition European University). Die HSB bietet ein breites Spektrum an über 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Gesundheitswissenschaften und zählt knapp 9.000 Studierende. Das International Graduate Center (IGC) ist eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.
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