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Naturfaserverbundstoffe: HSB-Wissenschaftler präsentiert ihre Geschichte in internationalem Fachbuch

Ein Beispiel für Naturfaserverbundwerkstoffe in maritimen Anwendungen: Das Unternehmen Greenboats nutzt Flachsfasern und biobasiertes Epoxidharz als nachhaltige Alternative zu Glasfaser und erdölbasierten Kunststoffen im Segelbootsbau.
Ein Beispiel für Naturfaserverbundwerkstoffe in maritimen Anwendungen: Das Unternehmen Greenboats nutzt Flachsfasern und biobasiertes Epoxidharz als nachhaltige Alternative zu Glasfaser und erdölbasierten Kunststoffen im Segelbootsbau.

(pressebox) (Bremen, 19.03.2026) Was haben antike Seile, alte Schiffe und moderne maritimes Technik gemeinsam? Naturfaserverbundstoffe. Ihre Geschichte ist spannender als man denkt. Ein neues internationales Fachbuch, das jetzt im Elsevier-Verlag erschienen ist, beleuchtet die Entwicklung von Verbundwerkstoffen von der Antike bis heute und zeigt, wie nachhaltige Werkstoffe heute eine Schlüsselrolle bei der Energiewende und der Klimazukunft spielen. Das umfassende Werk „The History of Composites: People, Science, Technology and Society“ vereint Expertise aus der ganzen Welt. Unter den Autor:innen ist auch ein Wissenschaftler der Hochschule Bremen: Prof. Dr. Jörg Müssig vom Bionik-Innovations-Centrum des Fachbereichs Natur und Technik der Hochschule Bremen (HSB).

Gemeinsam mit Dr. Alain Bourmaud (Université de Bretagne Sud, Frankreich) hat Jörg Müssig ein zentrales Kapitel verfasst: „The Evolution of Natural Fiber Composites through History“ (Übersetzt: Die Entwicklung von Naturfaserverbundwerkstoffen im Laufe der Geschichte). Darin zeichnet er nach, dass Naturfasern wie Hanf und Flachs über Jahrtausende hinweg in der Technik eingesetzt wurden und warum sie heute wieder im Fokus stehen.„Die Verwendung von Naturfasern in technischen Anwendungen ist in den letzten Jahren zunehmend interessant geworden – nicht nur, weil sie nachhaltig sind, sondern auch, weil sie echte technische Innovationen ermöglichen“, sagt Jörg Müssig. „Gleichzeitig ist es wichtig, diese Entwicklung auch an Studierende weiterzugeben – damit das Wissen über nachhaltige Werkstoffe in der Ausbildung lebendig bleibt.“Das Buch richtet sich an Forschende, Ingenieur:innen und Studierende in den Bereichen Werkstoffwissenschaften, Nachhaltigkeit und Verbundwerkstoffe. Es zeigt nicht nur, wie Werkstoffe entstehen, sondern auch, wie gesellschaftliche Bedürfnisse, wissenschaftliche Entdeckungen und technische Fortschritte zusammenwirken, um die Werkstoffe der Zukunft zu gestalten.

Ansprechpartner:

Frau Meike Mossig
Telefon: +49 (421) 5905-2245
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin

Herr Prof. Dr.-Ing. Jörg Müssig
The Biological Materials Group, Biomimetics Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C)

Über Hochschule Bremen: Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft und Wirtschaft. Sie bietet zukunftssichere und innovative Studieninhalte sowie grundlagen- und praxisorientierte Forschung. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit über 200 Partner:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Mit ihrer internationalen Ausrichtung hat die HSB eine umfassende Vernetzung mit rund 360 Partnerhochschulen weltweit. Sie ist eine von nur wenigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die Teil einer von der EU geförderten Europäischen Universität sind: der Hochschulallianz STARS EU (Strategic Alliance for Regional Transition European University). Die HSB bietet ein breites Spektrum an über 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Gesundheitswissenschaften und zählt knapp 9.000 Studierende. Das International Graduate Center (IGC) ist eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.

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