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Innovative Schweißtechnologie für den Flugzeugbau: Bremer Ingenieurpreis für HSB-Student

Freuen sich über die Auszeichnung: HSB-Preisträger Patrick Jaumann (Mitte) mit seinem Betreuer Prof. Dr. Markus Louis (links außen) und Jan Yorrick Dietrich vom Faserinstitut Bremen (rechts außen). Weiterhin auf dem Foto vom VDI: Dr. Christian Gorldt (2. von links) und Andre Abrath (2. von rechts).
Freuen sich über die Auszeichnung: HSB-Preisträger Patrick Jaumann (Mitte) mit seinem Betreuer Prof. Dr. Markus Louis (links außen) und Jan Yorrick Dietrich vom Faserinstitut Bremen (rechts außen). Weiterhin auf dem Foto vom VDI: Dr. Christian Gorldt (2. von links) und Andre Abrath (2. von rechts).

(pressebox) (Bremen, 10.11.2025) Der Bachelorstudent Patrick Jaumann der Hochschule Bremen (HSB) hat den Bremer Ingenieurpreis 2025 erhalten. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich vom Bremer VDI Bezirksvereins vergeben – dem Verein Deutscher Ingenieure. Der Preis würdigt herausragende Leistungen im Bereich ingenieurwissenschaftlicher Abschlussarbeiten und unterstreicht die Bedeutung der Ingenieurwissenschaften in Bremen und darüber hinaus. Patrick Jaumann studierte an der Fakultät 5 – Natur und Technik Luft- und Raumfahrttechnik. Seine Bachelorarbeit führte er am Faserinstitut Bremen durch. Betreut wurde sie an der HSB von Prof. Dr. Markus Louis.

Das Schweißen von faserverstärkten Thermoplasten gilt im modernen Flugzeugbau als besonders vielversprechende Fügetechnologie. Beim sogenannten elektrischen Widerstandsschweißen wird ein elektrisch leitfähiges Element gezielt erhitzt, sodass die Kunststoffmatrix unter Druck verschmilzt und eine feste, stoffschlüssige Verbindung entsteht. Bisher fehlten jedoch präzise Prozessmodelle, um diesen komplexen Vorgang zuverlässig vorherzusagen und digital zu optimieren. Diese Lücke hat Patrick Jaumann mit seiner Bachelorarbeit an der Hochschule Bremen auf eindrucksvolle Weise geschlossen: Er entwickelte ein Modell, das die Erwärmung beim Widerstandsschweißen von Faserverbundstrukturen auf Basis der elektrischen Anlagenparameter berechnet. Dabei berücksichtigt es eine Vielzahl von Prozess- und Materialeinflüssen und ermöglicht so eine deutlich genauere Simulation des Schweißprozesses.

„Die Arbeit überzeugt durch eine außergewöhnlich systematische Herangehensweise, großes Engagement und eine wissenschaftliche Tiefe, die weit über das übliche Niveau einer Bachelorarbeit hinausgeht“, sagt sein Betreuer an der HSB, Prof. Dr. Markus Louis. „Ich beglückwünsche Patrick Jaumann zu dieser Auszeichnung!“

Thema von hoher Relevanz

Der Titel der ausgezeichneten Arbeit lautet: „Multi-physikalische Modellierung der resistiven Erwärmung beim elektrischen Widerstandsschweißen von thermoplastischen Faser-Kunststoff-Verbunden“. Das Thema ist von hoher Relevanz für die industrielle Fertigung zukünftiger Flugzeugstrukturen sowie für den maritimen Leichtbau – und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Produktionsverfahren.

Die Preisverleihung fand im Digital Hub Industry (DHI) statt. Die Laudatio hielt Dr. Christian Gorldt, Leiter Transferzentrum für Künstliche Intelligenz BREMEN.AI . Der Bremer Ingenieurpreis wird seit 1987 jährlich vom Kuratorium des Bremer VDI Bezirksvereins vergeben.

Ansprechpartner:

Herr Prof. Dr. Markus Louis
Fakultät 5 Abteilung Maschinenbau
Telefon: +49 (421) 5905-3567
Zuständigkeitsbereich: Werkstoff- und Fügetechnik

Herr Jan Yorrick Dietrich
Simulation
Telefon: +49 (421) 218-59703
Zuständigkeitsbereich: Faserinstitut Bremen e.V

Frau Meike Mossig
Telefon: +49 (421) 5905-2245
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin

Über Hochschule Bremen: Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis. Mit ihrem Studienangebot an ihren vier Standorten sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Die HSB ist stark in anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft. Mit mehr als 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften sowie internationalen MBA- und Masterstudiengängen ist die HSB die größte staatliche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und die zweitgrößte staatliche Wissenschaftseinrichtung im Bundesland Bremen. Knapp 9.000 Studierende sind eingeschrieben. Über 390 Kooperationen mit Partnerhochschulen weltweit sind Basis für die internationale Ausrichtung. Mit dem internationalen Netzwerk Strategic Alliance for Regional Transition European University – kurz: STARS EU – gestaltet die HSB mit acht internationalen Hochschulen eine Europäische Universität. Die Allianz wird von der Europäischen Union gefördert. Dank langjähriger Kontakte zu mehr als 180 Partnern aus der Wirtschaft, die eine besonders praxisorientierte Lehre und Forschung ermöglichen, bietet die HSB zukunftssichere und innovative Studieninhalte und gilt als Innovationsmotor für die Region. An die Hochschule Bremen angeschlossen ist das International Graduate Center (IGC) – eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.

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