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(pressebox) (Bremen, 17.10.2025) Auszeichnung für den Nachwuchswissenschaftler Antoine Eyram Kwame der Hochschule Bremen (HSB): Bei der Tagung der International Fibrinogen Research Society (IFRS) auf Korfu hat der Doktorand einen Preis für seinen Konferenzbeitrag erhalten. Dieser ist mit 500 US-Dollar dotiert. Antoine Eyram Kwame entwickelt Nanofasern aus dem Protein Fibrinogen, die in Aufbau und Struktur natürlichen Blutgerinnseln ähneln und damit künftig Anwendung in der regenerativen Medizin finden könnten. Der Preis zeigt, dass seine Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur aktuellen Biomaterialforschung leistet.
In seinem Konferenzbeitrag hat Antoine Eyram Kwame gezeigt, unter welchen Bedingungen sich Nanofasern aus Fibrinogen außerhalb des menschlichen Körpers herstellen lassen. Durch das Verständnis der molekularen Wechselwirkung von Fibrinogen mit verschiedenen Salzen ist es ihm dabei gelungen, eine reproduzierbare Methode zur Herstellung von Nanofasern aus Fibrinogen zu etablieren, mit der makroskopische Fasergerüste hergestellt werden können. Dabei hat er neue Möglichkeiten zur Vorhersage der Faserbildung gefunden, die künftig die Kontrolle des Herstellungsprozesses verbessern werden.
DFG-Projekt
Das Promotionsprojekt von Antoine Eyram Kwame wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und in Kooperation mit Dr. Susan Köppen-Hannemann von der Universität Bremen durchgeführt. Durch diese Kollaboration werden die experimentellen Arbeiten von Antoine Eyram Kwame erstmals mit Simulationen verknüpft, was neue Ansätze für die Entwicklung von Biomaterialien ermöglicht. Betreut wird der Nachwuchswissenschaftler an der HSB von Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, Leiterin der interdisziplinären „Forschungsgruppe für nanoBiomaterialien“ an der Fakultät 4 – Elektrotechnik und Informatik.
Antoine Eyram Kwame: „Ich bin Prof. Dr. Dorothea Brüggemann, der HSB, meinen Kooperationspartnern und Kolleg:innen für ihre unschätzbare Unterstützung und Anleitung sowie der International Fibrinogen Research Society für diesen Preis zutiefst dankbar.“
„Ich freue mich sehr über diese besondere Anerkennung von Antoine Eyram Kwames Forschung beim internationalen Fibrinogen-Kongress“, sagt Prof. Dr. Dorothea Brüggemann. „Sie zeigt, dass seine Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur aktuellen Biomaterialforschung liefert.“
Neue, bioinspirierte Materialien aus Proteinen
Die interdisziplinäre Forschungsgruppe von Prof. Dr. Dorothea Brüggemann entwickelt neue, bioinspirierte Materialien aus Proteinen, die den Aufbau und die Funktion von natürlichem Gewebe nachahmen sollen. Im Fokus stehen dabei sowohl die Herstellung und Charakterisierung dieser Materialien als auch die Untersuchung Ihrer Interaktion mit Zellen und Bakterien – immer mit Blick auf zukünftige Anwendungen in der regenerativen Medizin.
Ansprechpartner:
Frau Prof. Dr. Dorothea Brüggemann
Fakultät 5 – Natur und Technik
Telefon: +49 (421) 5905-3477
Zuständigkeitsbereich: Research Group for nanoBiomaterials
Herr Thomas Ferstl
Zuständigkeitsbereich: Stellvertretender Pressesprecher
Über Hochschule Bremen:
Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis. Mit ihrem Studienangebot an ihren vier Standorten sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Die HSB ist stark in anwendungs- und grundlagenorientierter Forschung und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft. Mit mehr als 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften sowie internationalen MBA- und Masterstudiengängen ist die HSB die größte staatliche Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und die zweitgrößte staatliche Wissenschaftseinrichtung im Bundesland Bremen. Knapp 9.000 Studierende sind eingeschrieben. Über 390 Kooperationen mit Partnerhochschulen weltweit sind Basis für die internationale Ausrichtung. Mit dem internationalen Netzwerk Strategic Alliance for Regional Transition European University – kurz: STARS EU – gestaltet die HSB mit acht internationalen Hochschulen eine Europäische Universität. Die Allianz wird von der Europäischen Union gefördert. Dank langjähriger Kontakte zu mehr als 180 Partnern aus der Wirtschaft, die eine besonders praxisorientierte Lehre und Forschung ermöglichen, bietet die HSB zukunftssichere und innovative Studieninhalte und gilt als Innovationsmotor für die Region. An die Hochschule Bremen angeschlossen ist das International Graduate Center (IGC) – eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.
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