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Mediator statt Gladiator / Konfliktlösung im Bauhandwerk

Konsenswürfel Fotolia 2782829 XS
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(pressebox) (Essen, 15.01.2010) Haben Sie schon einmal bei Unstimmigkeiten am Bau viel Zeit, Geld, Nerven und eventuell Geschäftspartner im Laufe von langwierigen Verfahren verloren?

Eine gute Möglichkeit ohne aufwändige Gerichtsprozesse und Beweisaufnahmen zu einer Einigung zu kommen, bietet eine Mediation:

Als neutraler Dritter unterstützt der Mediator die Parteien dabei, ihre eigentlichen Interessen herauszufinden, da hinter dem Streit oft emotionale Beweggründe stehen. So ist ein Bauherr enttäuscht darüber, dass der Bau nicht pünktlich fertig gestellt wird und zudem nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Sein Unmut und die von ihm gerügte mangelnde Vertragstreue und Unzuverlässigkeit veranlassen ihn zu Vergütungseinbehalten. Diese wiederum wird vom Bauunternehmer ebenfalls als Vertragsverletzung angesehen. Er fühlt sich in seiner Handwerkerehre durch die Behauptung von Mängeln gekränkt und droht aus Ärger und Enttäuschung mit Arbeitseinstellung. Der Mediator arbeitet genau diese Wendepunkte, in denen die Kränkungen, Enttäuschungen und der Ärger entstehen, heraus und weckt bei beiden Parteien die Bereitschaft, ernsthaft nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Jede Partei erhält innerhalb der Mediation endlich einmal den Raum und die Zeit, um all das auszudrücken, was im Konflikt unterdrückt worden ist. So wird Verständnis für die Handlungsweise der jeweils anderen Seite entwickelt.

Unter anderem durch die Komplexität von Bauprojekten und die hohe Anzahl von Beteiligten kommt es "rund um den Bau" sehr leicht zu Konflikten, die hohe Kosten und enormen Zeitaufwand verursachen und das gesamte Projekt gefährden können.

Aufgrund der geringen Kosten, sowie der Möglichkeit der Konfliktaufbereitung, gewinnt Bau-Mediation zunehmend an Bedeutung. Bereits mit dem Bauvertrag kann eine Bau-Mediation als Konfliktlösungsmodell vereinbart und in Vertragsverhandlungen oder Projekt begleitend zur Verhinderung oder Eingrenzung eines Streites sowie in bestehenden Baukonflikten eingesetzt werden.

Mit der steigenden Bedeutung der Mediation bei Baukonflikten steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten, qualifizierten Mediatoren. Das Haus der Technik in Essen bietet daher beginnend Mai 2010 eine berufsbegleitende Zusatzausbildung zum/r Bau-Mediator/in an. Die 160 Seminarstunden in acht Blöcken umfassende Ausbildung richtet sich an Architekten, Ingenieure, Projektsteuerer, Geschäftsführer und Niederlassungsleiter von Bauunternehmen, Führungskräfte in Verwaltung und Verbänden, die mit Bauprojekten befasst sind, Bausachverständige, Bauträger, Selbstständige, so wie all diejenigen in der Baubranche, die sich angesprochen fühlen, ihre Kommunikations- und Konfliktkompetenz zu erweitern und zu verbessern.

Ansprechpartner:

Frau Birgit Gosejacob
Leitung Human Potential-Development
Telefon: +49 (201) 1803-312

Herr Bernd Hömberg
Haus der Technik e.V.
Telefon: +49 (201) 1803-249
Fax: +49 (201) 1803-263

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