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Neue Rundfunkfinanzierung verteuert Radio hören

Rechner ermöglicht Gebührenvergleich für Betriebe
Handwerkskammer Region Stuttgart
Handwerkskammer Region Stuttgart

(pressebox) (Stuttgart, 03.09.2010) Die Finanzierung des öffentlichrechtlichen Rundfunks soll ab 2013 neu geregelt werden. Dann wird nicht mehr nach Geräten, sondern nach Haushalt und Betriebsstätte abgerechnet. Kleinere und mittelgroße Betriebe müssten mit einer finanziellen Mehrbelastung von mehreren hundert Euro pro Jahr rechnen. Die Handwerkskammer Region Stuttgart hat jetzt einen Gebührenvergleichsrechner auf ihrer Homepage unter http://www.hwk-stuttgart.de eingerichtet. Damit können Unternehmer die künftigen Kosten klären. Einem weiteren Zweck sollen die gewonnenen Ergebnisse dienen. "Handwerksbetriebe sollten der Handwerkskammer die Vergleiche zur Verfügung stellen", bittet Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. "Mit den Beispielen haben wir auf politischem Weg Chancen, die befürchteten Belastungen abzuwenden."

Würde die Reform wie geplant umgesetzt, käme es für Unternehmen zu finanziellen Zusatzbelastungen. So sollen dann alle Standorte und Filialen als "Betriebsstätten" die Abgabe entrichten. Nahrungsmittelhandwerker wie Bäcker oder Metzger wären stark benachteiligt. Auch auf jedes gewerbliche Fahrzeug soll eine zusätzliche Rundfunkabgabe erhoben werden, auf private Fahrzeuge hingegen nicht. Im Handwerk sind viele Betriebe auf Fahrzeuge angewiesen und wären somit doppelt belastet. Nach der jetzigen Formulierung wären sogar Spezialfahrzeuge wie Bagger und Kranwagen betroffen. "Der Ansatz, von der gerätebezogenen Gebühr wegzukommen, ist grundsätzlich richtig. Aber es darf nicht zu einer massiven Mehrbelastung kommen. Die Politiker selbst haben sich im Vorfeld darauf geeinigt, dass die Wirtschaft auch weiterhin nicht mehr als etwa sechs Prozent der gesamten Rundfunkgebühren tragen soll," erinnert Munkwitz.

Ansprechpartner:

Herr Gerd Kistenfeger
Handwerkskammer Region Stuttgart
Telefon: +49 (711) 1657-253
Fax: +49 (711) 1657-858
Zuständigkeitsbereich: Leiter der Pressestelle

Frau Andrea Haindl-Jovicic
Telefon: +49 (711) 1657-262
Zuständigkeitsbereich: Wirtschafts- und Handwerkspolitik

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