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Mehrwertsteuererhöhung: "Mehr Steuern machen das Handwerk kaputt"

Vertrauen darf nicht durch Steuerdiskussion verspielt werden
Handwerkskammer Region Stuttgart
Handwerkskammer Region Stuttgart

(pressebox) (Stuttgart, 01.06.2005) Beim Handwerk der Region Stuttgart ist die Diskussion um die Mehrwertsteuer auf absolutes Unverständnis gestoßen. "Wer mit einer bis zu vierprozentigen Erhöhung spekuliert, lässt von vorneherein keine wirtschaftliche Erholung zu", so Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Ein Preisanstieg von vier Prozent sei Gift für die Konjunktur, mindert die Konsumfreudigkeit der Verbraucher und damit die Investitionsaktivitäten der Unternehmen. "Jeder überlegt sich zur Zeit drei mal, ob er eine Anschaffung tätigt, oder einen Auftrag vergibt. Wenn plötzlich eine künstliche Verteuerung kommt, wirkt sich das extrem negativ auf die Konsumbereitschaft aus. Viele Handwerksbetriebe werden dadurch massive Umsatzeinbußen erleiden - Arbeits- und Ausbildungsplätze und auch Betriebsexistenzen stehen auf dem Spiel." Höhere Preise, so die Handwerkskammer, können vom Verbraucher nur durch Konsumverzicht oder Konsumverlagerung aufgefangen werden. Munkwitz: "So weit darf es nicht kommen." Eine Mehrwertsteuererhöhung bezeichnete Claus Munkwitz zudem als ein Förderprogramm für die Schwarzarbeit. Das Handwerk befürchtet, dass viele Auftraggeber auf die Schattenwirtschaft ausweichen werden. Somit würden die Betriebe auch vor diesem Hintergrund Umsatzeinbußen erleiden. Stattdessen forderte Munkwitz eine finanzielle Entlastung der Steuerzahler, Steuervereinfachungen und eine schlüssige eigenständige Reform der Sozialversicherung. "Und das möglichst schnell, um den Bürgern klare Perspektiven und Planungssicherheit zu geben." Zudem erinnerte er an die langjährige Forderung des Handwerks, eine Halbierung des Steuersatzes bei personalintensiven Dienstleistungen einzuführen.

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