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(pressebox) (Karlsruhe, 03.04.2009) "Auch das Handwerk ist mittlerweile in die Spurrillen der weltweiten Wirtschaftskrise geglitten", so Präsident Joachim Wohlfeil bei der Analyse der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Karlsruhe. Zurückgehende Auftragseingänge, nicht ausgelastete Kapazitäten und ein insgesamt schwierigeres Marktumfeld prägten die Handwerkskonjunktur in den ersten drei Monaten des Jahres 2009.
Insgesamt hat sich die Marktsituation für die mehr als 18.000 Betriebe im Kammerbezirk spürbar verschlechtert. Die aktuelle Geschäftslage wird von der Mehrzahl der befragten Betriebe mit schlechten Noten bewertet. Auch beim Ausblick auf das beginnende Frühjahr werden die zuversichtlichen Äußerungen immer rarer. Seine derzeitige Geschäftslage beurteilt nur jeder fünfte Handwerker (20,3%) mit guten Noten. Im Vorjahr zeigten sich noch 37,1% der befragten Betriebe mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Eine schlechte Geschäftsentwicklung mussten diesmal 42,8% der Betriebe hinnehmen. Mit Ausnahme im Kfz-Sektor zeigte sich dieser negative Trend in allen Wirtschaftszweigen für das I. Quartal 2009.
In den zurückliegenden drei Monaten bekamen die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk, er umfasst die vier Landkreise Karlsruhe, Rastatt, den Enzkreis und Calw sowie die drei Städte Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim, deutlich weniger Aufträge als im Vorjahresquartal. So konnte nur jede neunte Handwerksfirma (11,2%) einen Auftragszuwachs verbuchen. Gleichzeitig beklagen fast zwei Drittel der Unternehmen (64,1%) einen Rückgang bei den Auftragseingängen. Dies schlägt sich in der Umsatzentwicklung nieder: 66,7% aller befragten Unternehmen wiesen im Vergleich zum Vorquartal rückläufige Umsätze auf.
Mit Ausnahme des Kfz-Handwerks hat der Wirtschaftsabschwung sämtliche Handwerksgruppen erreicht. Kritisch ist die konjunkturelle Situation derzeit für das Handwerk im Gewerblichen Bedarf. Die Feinwerkmechaniker und Maschinenbauer sind in einem hohen Maß für die Zuliefererindustrie tätig und spüren den Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage besonders deutlich. Aber auch Unternehmen, die im Bauhaupt- und Ausbausektor tätig sind, berichten von deutlich rückläufigen Umsätzen im I. Quartal 2009.
Etwas Hoffnung macht, dass die Erwartungen für das kommende Frühjahrsquartal in eine positive Richtung zeigen. Gerade der Bausektor erhofft sich aus den Konjunkturprogrammen mit den Investitionen in die Infra- und Bildungsstruktur einen Impuls für die Geschäftstätigkeit.
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