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Handwerkskonjunktur: Die Prognosen werden schlechter

(pressebox) (Karlsruhe, 05.02.2009) Die Wirtschaftslage im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe hat sich im IV. Quartal 2008 - insbesondere im Vergleich zum Vorjahresquartal - leicht abgekühlt. Dies das Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Umfrage der Handwerkskammer Karlsruhe bei ihren Mitgliedsbetrieben. Damit spüren auch die Unternehmen im Kammerbezirk das zunehmend schwieriger werdende konjunkturelle Umfeld.

So beurteilten im letzten Quartal 28,7 Prozent aller Unternehmen ihre Geschäftslage mit "gut" (4/2007: 41,4 Prozent), 48,5 Prozent (4/2007: 40,9 Prozent) mit "ausreichend" und 22,8 Prozent (4/2007: 17,7 Prozent) mit "schlecht". Der relativ verhaltene Rückgang hat seine Ursachen unter Anderem auch darin, dass in einigen Branchen noch ein relativ hoher Auftragsbestand abgearbeitet werden muss, der im letzten Quartal zu einer hohen Betriebsauslastung geführt hatte. Drei viertel der Betriebe waren in 4/2008 zu über 70 Prozent ausgelastet - eine Quote, die beispielsweise im Quartal 3/2008 nicht erreicht worden war.

Wenig Optimismus verheißt der Blick auf die Zukunft. Für das I. Quartal 2009 rechnen, gegenüber dem letzten Quartal, 59,6 Prozent aller Betriebe mit rückläufigen Umsätzen - nur 5,7 Prozent der Betriebe glauben, die Umsätze gegenüber 4/2008 steigern zu können. Die schwächer werdende Nachfrage schlägt sich - allerdings mit unterschiedlicher Intensität - in allen Gewerken bei der Einschätzung für die Geschäfte 2009 nieder.

Insbesondere das Bauhauptgewerbe und das Gesundheitshandwerk spüren die verhaltene Konjunkturentwicklung deutlich. Die Betriebe blicken mit Skepsis auf ihre Geschäftslage im laufenden Jahr. Die Konjunkturprogramme, die Investitionen in die Infrastruktur der Verkehrs- und Bildungseinrichtungen vorsehen, treffen damit die Intension der Betriebe im Bauhaupt- und Ausbausektor. Es gilt, die Programme zügig umzusetzen. Und auch die Unternehmen im Dienstleistunghandwerk und im Gesundheitssektor erhoffen sich aus den Konjunkturprogrammen eine höhere private Inlandsnachfrage zur Stabilisierung ihrer Geschäfslage.

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