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(pressebox) (Karlsruhe, 22.02.2008) "Das Handwerk in den vier Landkreisen Calw, Karlsruhe, Rastatt, dem Enzkreis und den drei Städten Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim kann auf ein gutes Jahr 2007 zurückblicken", so die Bilanz von Präsident Joachim Wohlfeil bei der Jahrespressekonferenz der Handwerkskammer Karlsruhe. Wohlfeil bezog sich hierbei auf die Betriebs- und Lehrlingszahlen und auch die Konjunktur zeigte sich für viele Branchen von einer guten Seite.
Zum 31.12.2007 waren im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe 18.149 Betriebe gemeldet, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 206 Betrieben. Die Eintragungsdynamik hat insbesondere in den zulassungsfreien Gewerken an Schwung verloren. Einem Plus von 636 Betrieben bei den Anlage B1 und B2 Berufen im Jahr 2006 standen im Berichtsjahr 162 Neueintragungen gegenüber. Die Entwicklung zeigt, dass in diesen Gewerken in den Vorjahren Existenzgründungen auch auf Grund mangelnder beruflicher Perspektiven als angestellt Beschäftigte getätigt wurden. Wohlfeil machte deutlich, dass die Qualifizierung der Betriebsinhaber und der Mitarbeiter weiterhin ein zentrales Zukunftsthema im Handwerk ist.
In diesem Zusammenhang freute er sich, auf dem Ausbildungssektor von guten Zahlen berichten zu können. Mit 3.280 neu eingetragenen Lehrverhältnissen wurde die Zahl gegenüber dem Vorjahr (2.934) deutlich übertroffen. Der Kammerpräsident machte für das positive Ergebnis die gute Konjunktur und die Nachwuchswerbeaktionen der Handwerkskammer Karlsruhe verantwortlich. So hatten die Ausbildungsberater und Lehrstellenwerber im Verlauf des letzten Jahres 421 neue Ausbildungsplätze eingeworben und 296 Unternehmen wurden als neue Ausbildungsbetriebe gewonnen. Im Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe bildeten damit im Berichtsjahr 4.053 Unternehmen insgesamt 7.850 Lehrlinge aus.
Die guten Betriebs- und Lehrlingszahlen wurden von einer für die meisten Gewerke zufriedenstellenden Handwerkskonjunktur 2007 umrahmt. Allerdings vermeldeten im Jahresdurchschnitt knapp 17 Prozent aller Betriebe eine schlechte Geschäftslage, eine Quote, die noch Spielraum zur Besserung lässt. Die Handwerkskammer Karlsruhe sieht hier hauptsächlich die Politik in der Pflicht, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu verbessern. Die Kammer fordert eine Senkung der Lohnnebenkosten beispielsweise über die Reformierung der Unfallversicherung und eine Einkommenssteuerreform, die die inflationsbedingte kalte Progression auffängt.
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