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Megatrends und ihre Auswirkungen auf Qualitätsmanagementsysteme

Die derzeit in Revision befindliche ISO 9001 soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 veröffentlicht werden. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass ab dann ein deutlich größerer Fokus auf Aspekten der nachhaltigen Entwicklung liegen wird.
GUTcert GmbH
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(pressebox) (Berlin, 11.06.2025) Gesellschaftliche Megatrends wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz, Transparenz in der Lieferkette und der demografische Wandel wirken sich zunehmend auf Unternehmen und deren Geschäftsmodelle aus. Sie fordern nicht nur Anpassungen im operativen Geschäft, sondern auch in der strategischen Ausrichtung. Die ISO 9001 adressiert genau diesen Kontext: Es geht um eine langfristige, stabile und resiliente Entwicklung von Unternehmen. Deshalb ist es entscheidend, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen und die bestehenden Strukturen im Qualitätsmanagement gezielt für die Integration neuer Anforderungen zu nutzen.

Wie viel Nachhaltigkeit steckt bereits heute in der ISO 9001?

Welche Anforderungen kommen auf Unternehmen zu? Und wie lässt sich der Wandel im Qualitätsmanagement effektiv gestalten? Yulia Felker, Fachbereichsleiterin, Expertin für nachhaltige Entwicklung, Leiterin der GUTcert Akademie und erfahrene Lead-Auditorin gab hierzu Auskuft. Das Interview erscheint in vier Teilen – Teil zwei bis vier folgen in den kommenden Newslettern.

Teil 1: ISO 9001 in der Revision: Klimawandel

GUTcert: Die neue ISO 9001 soll globale Veränderungen stärker einbeziehen. Welche Herausforderungen stehen aktuell im Fokus – und warum müssen diese im Qualitätsmanagement berücksichtigt werden?

Felker: Beginnen wir mit den Umwelttrends: Der Klimawandel ist nicht nur ein Thema der Nachhaltigkeit – er wird seit Ende 2024 bereits in allen gängigen Managementsystemen aufgegriffen. Ein Beispiel aus der Praxis:

Viele unserer Kunden im verarbeitenden Gewerbe stehen vor Herausforderungen bei der Qualität natürlicher Rohstoffe wie Baumwolle, Wolle oder Lebensmitteln. Aufgrund klimatischer Veränderungen schwankt deren Beschaffenheit zunehmend. Um die gewünschte Produktqualität dennoch sicherzustellen, müssen neue Produktionsprozesse eingeführt werden – sei es durch zusätzliche Kühl- oder Trocknungsschritte, neue Technologien oder modernisierte Anlagen. All das führt zu einem höheren Energieeinsatz, längeren Produktionszeiten und letztlich steigenden Kosten.

Bereits heute greifen viele Unternehmen diese Entwicklungen im Rahmen ihrer Kontextanalysen sowie Risiko- und Chancenbewertungen auf. Das Qualitätsmanagement kann hier wertvolle Erkenntnisse liefern: Wie muss eine robuste Produktionslinie gestaltet sein? Welche Maßnahmen sind erforderlich, wenn Rohstoffe empfindlicher werden? Und: Wie kann auf klimabedingte Risiken reagiert oder sogar von neuen Chancen profitiert werden?

Aber auch Unternehmen, die nicht direkt mit natürlichen Rohstoffen arbeiten, kommen um das Thema Klimawandel nicht herum. Einige zentrale Aspekte:


Ansprechpartner:

Herr Jan Strahl
GUTcert Akademie
Telefon: +49 (30) 2332021-211

Frau Lea Graf
Telefon: +49 (30) 2332021-707

Über GUTcert GmbH: Die Zertifizierung von Integrierten Managementsystemen mit den Schwerpunkten Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit sowie Energiemanagement ist das Hauptgeschäft der GUTcert. Weitere Kernkompetenzen der GUTcert sind die Verifizierung von Treibhausgasemissionen nach anerkannten Standards sowie die Zertifizierung der Nachhaltigkeitsanforderungen für Biomasse.

Als Mitglied der AFNOR Gruppe bietet die GUTcert ihre Zertifizierungsdienstleistungen im internationalen Netzwerk an, welches weltweit 28 Niederlassungen umfasst und mit 1.500 Auditoren und 20.000 Experten Kunden in über 90 Ländern betreut.

Die GUTcert Akademie bündelt das Fachwissen von Auditoren und anderen Experten, um Teilnehmern direkt anwendbare Kompetenzen mit nachhaltigem Mehrwert zu vermitteln.

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