zurück zur Übersicht

(pressebox) (Hannover, 26.09.2006) Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit von vernetzten Systemen im Kraftfahrzeug und in der mobilen Kommunikation wird vom BMBF das Forschungsprojekt "VISION" ("Verteilte inte-grierte Systeme und Netzwerkarchitekturen für die Applikationsdomänen Automobil und Mobilkommunikation") gefördert. Das Projekt erforscht in den kommenden 3 Jahren den Entwurf von vernetzten mikroelektronischen Systemen in den Bereichen Automobilelektronik und Mobilkommunikation. Ziel von VISION ist, die komplexen Interaktionen und Abhängigkeiten in hochkomplexen vernetzten Systemen bereits in frühen Entwurfsphasen zu berücksichtigen. Dadurch wird ein flexibler Entwurf ermöglicht und die Zuverlässigkeit elektronischer Netzwerke erhöht, was zu mehr Sicherheit und zu kürzerer Markteinführungszeit führt. Eine erhöhte Sicherheit von elektronischen Netzwerken hilft im Automobilbereich die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren. Ebenso erschließen sich im Bereich der Mobilkommunikation neue Anwendungen wie etwa mobile Gesundheitsüberwachungssysteme.
Einzigartig für ein solches Forschungsprojekt ist das technische Ziel der frühzeitigen Beachtung der Systemintegration, bei der bereits beim Entwurf der Teilkomponenten deren spätere Einbettung in einen größeren Systemkontext berücksichtigt wird. Die daraus zu erwartenden Ergebnisse werden den Entwurf zukünftiger hochvernetzter mikroelektronischer Systeme deutlich beeinflussen. Direkte positive mikro- und makroökonomische Auswirkungen in Deutschland sind naheliegend, da hier die Systemintegration im Automobil- und Telekommunikationssektor einen sehr hohen Anteil in der Wertschöpfungskette besitzt.
Das Projekt ordnet sich direkt in den Förderkomplex "Ekompass" (Entwurfsplattformen für komplexe angewandte Systeme und Schaltungen der Mikroelektronik) ein, dessen Projekte vom edacentrum betreut werden. Die Unterstützung der Applikationsdomäne Automobil steht in Einklang mit der im BMBF-Förderprogramm IT-Forschung 2006 herausgegebenen Leitinnovation "Nanomobil".
Projektpartner sind Cadence Design Systems GmbH, FZI Karlsruhe, Infineon Technologies AG und Robert Bosch GmbH. Des Weiteren werden im Unterauftrag Forschungsarbeiten durchgeführt von OFFIS, der Universität der Bundeswehr München und der Universität Tübingen. Im Rahmen seines Dienstleistungsangebotes wird das Projektmanagement vom edacentrum übernommen.
Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.edacentrum.de/vision.
Allgemeine Informationen über das Ekompass-Programm
Das Ekompass-Programm wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingerichtet, um Deutschlands führende Rolle in diesem Bereich zu festigen. Ekompass fördert Verbundprojekte der anwendungsorientierten industriellen Grundlagenforschung, deren Arbeiten Fortschritte in wissenschaftlicher, technischer und ökonomischer Hinsicht erbringen. Dieser Fortschritt wird durch ein gemeinsames Vorgehen von Industrie, Forschung und öffentlicher Hand sichergestellt, die eng mit europäischen Partnern kooperieren. Ziel dabei ist es, neue Entwurfsmethoden und -verfahren in den für Deutschland (und Europa) wichtigen Bereichen zu entwickeln, um so die Komplexität der Chips von morgen qualitätsgerecht und effektiv beherrschen zu können.
Ansprechpartner:
Herr Dr. Dieter Treytnar
edacentrum GmbH
Telefon: +49 (511) 762-19687
Fax: +49 (511) 76219695
Zuständigkeitsbereich: Öffentlichkeitsarbeit
Über edacentrum e.V.:
Das edacentrum ist eine unabhängige Institution zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Es initiiert, begutachtet und begleitet industriegeführte EDA-F&E-Projekte und bietet ein umfangreiches Spektrum an Dienstleistungen rund um EDA an. Weiter fördert es die Bündelung vorhandener EDA-Kompetenz an deutschen Forschungseinrichtungen durch die Stimulation von EDA-Clusterforschungsprojekten und von EDA-Netzwerken. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören u.a. Consulting für innovative EDA-Lösungen und Entwurfsprozessoptimierung, EDA-Kompetenzentwicklung, Informationsverteilung und Projektmanagement. Zusätzlich betreibt das edacentrum Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Entwurfsautomatisierung als zentralen Lösungsgedanken für das Komplexitätsproblem der Mikroelektronik stärker transparent zu machen. In dem EDA-Netzwerk des edacentrum sind nahezu alle führenden EDA-Anbieter, Anwender und Forschungseinrichtungen vereint. Unterstützt durch das BMBF koordiniert das edacentrum Projekte, deren bereits genehmigtes Gesamtvolumen mehr als 165 Millionen Euro umfasst.
(71 kB) |
zurück zur Übersicht