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Emitec stärkt durch Firmenübernahme führende Position bei Diesel-Abgastechnologien

Joint Venture der Continental und GKN Driveline übernimmt Grundfos NoNOx, einen der weltweit führenden Hersteller von Dosieranlagen für SCR-Systeme / Senkung der Stickoxide in nächster Zukunft größte Herausforderung in der Abgasbehandlung

(pressebox) (Regensburg/Lohmar/Bjerringbro, 15.09.2010) Die Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie, ein Joint Venture der internationalen Automobilzulieferer Continental und GKN Driveline, übernimmt mit Wirkung zum 15. September 2010 das dänische Unternehmen Grundfos NoNOx, einen der weltweit führenden Hersteller von Dosiersystemen für SCR-Anlagen. "Die Selective Catalytic Reduction (SCR) ist das erfolgversprechendste Verfahren, den Anteil von Stickoxiden im Abgas wie vom Gesetzgeber gefordert zu senken und dabei möglichst verbrauchsarme Motoren zu entwickeln", sagte Prof. Dr. Peter Gutzmer, Leiter des Geschäftsbereiches Engine Systems, Division Powertrain Continental. "Dosiersysteme sind die zentrale Komponente dieser Abgas-Nachbehandlungstechnik und eine entscheidende neue Technologie zur Realisierung weiterer Verbrauchsreduzierungen. Die Übernahme der Grundfos NoNOx durch Emitec ergänzt die bei Continental vorhandene SCR-Komponenten und unterstreicht die führende Position des Unternehmens als Anbieter kompletter Systeme."

"Durch die Übernahme von Grundfos NoNOx bietet sich für Emitec die Chance, sich bereits heute hervorragend auf dem Weltmarkt zu positionieren", ergänzte Wolfgang Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung des im rheinischen Lohmar beheimateten Unternehmens: "Vor allem der erweiterte Zugang zur Kundenbasis von NoNOx bietet einen deutlichen Zeitvorteil und Synergiepotenziale."

Carsten Bjerg, CEO und Präsident der Grundfos Group, kommentiert: "Wir freuen uns, unser innovatives Unternehmen in die Hände der Automobilindustrie zu legen. Damit hat unsere Technologie nun noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten und somit einen größeren Einfluss auf die Verbesserung der Umwelt. Wir sind davon überzeugt, dass Emitec das ganze Potenzial unserer Technologie nutzen wird".

Ergänzend dazu Nigel Stein, CEO von GKN Automotive: "Wir unterstützen die Akquisition von Grundfos NoNOx durch Emitec nachhaltig, denn wir sind überzeugt, dass die Kombination der jeweiligen Technologien den Kunden wesentliche Vorteile bringt".

SCR-Systeme: Stickoxide werden mit Harnstoff um etwa 80 Prozent abgebaut Emitec übernimmt vom weltweit agierenden dänischen Industriepumpenhersteller Grundfos dessen Tochter Grundfos NoNOx mit Entwicklungs- und Fertigungsanlagen in Frankreich. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Grundfos NoNOx ist einer der drei wesentlichen Entwickler und Produzenten von Dosiersystemen für SCR-Abgasnachbehandlungsanlagen. Von ihnen wird aus einem separaten Tank eine Harnstofflösung in den Abgasstrom eingespritzt. Das aus der Harnstofflösung durch Hydrolyse entstehende Ammoniak reagiert mit den Stickoxiden (NOx) im Abgas und baut diese um mehr als 80 Prozent ab. Mit dem SCR- System werden nicht nur die Schadstoffe im Abgas in hohem Maße reduziert, sondern auch der Kraftstoffverbrauch deutlich gesenkt. SCR ist die optimale Lösung, die strengere Abgasnorm Euro 5 und die einzige um Euro 6 zu erfüllen und dabei gleichzeitig den CO2-Ausstoß zu senken.

Die Grundfos-Gruppe startete ihre Aktivitäten im Bereich NoNOx im Jahr 2002 und hat inzwischen jeweils Produkte für die zwei tragfähigsten Lösungen auf dem Markt platziert, nämlich Harnstoff-Einspritzsysteme mit und ohne Luftunterstützung. Zielmärkte sind insbesondere Dieselmotoren für die Segmente Lastwagen, Busse sowie Bau- und Landmaschinen. Grundfos NoNOx hat bereits namhafte Hersteller von Nutzfahrzeugen und Abgassystemen als Kunden. Da der Automotive-Bereich nicht zu den strategischen Kernbereichen der Grundfos-Gruppe gehört, wurde nun mit Emitec die Übernahme dieser Aktivitäten vereinbart.

Emitec, eine jeweils 50prozentige Tochter von Continental und GKN Driveline, ist Spezialist und Innovationsführer auf dem Gebiet metallischer Katalysatorträger und Rußpartikelfilter für die Abgasnachbehandlung. Die Fertigungspalette eröffnet erhebliche Synergiepotenziale bei der Einführung von SCR-Systemen im LKW- und Offroad-Marktsegment. Metallträger-Hochleistungskatalysatoren haben einen geringen Druckverlust und erlauben volle Motorleistung und geringsten Verbrauch. Flexible Bauformen und Strukturen sorgen durch genau abgestimmte Turbulenz für höchste Effektivität bei kleinem Bauraum. Damit kann der SCR-Katalysator sehr vorteilhaft auch motornah eingebaut werden.

Die Segmente Nutzfahrzeuge und Offroad werden stark wachsende Märkte bleiben, besonders wenn die scharfe EU4-Norm und vergleichbare Regelungen wie Tier IV final in den Schwellenländern (ab 2011) und im Offroad-Segment (ab 2014) umgesetzt werden.

Emitec und NoNOx ergänzen sich auch deshalb, weil Emitec mit seiner eigenen kompakten SCR Technologie überwiegend im Bereich der Personenwagenmotoren aktiv ist, während NoNOx mit den Herstellern großer Dieselmotoren zusammenarbeitet. Die Fertigung und Entwicklung erfolgt in einem Werk in Frankreich. Mit der Zusammenführung der beiden Unternehmen wird das Emitec- Programm erheblich erweitert. Emitec ist ein weitweit tätiges Unternehmen mit heute rund 800 Mitarbeitern, für 2010 hat Emitec einen Umsatz von 140 Millionen Euro geplant. Im Jahr 1986 gegründet, entwickelt und fertigt Emitec Metallträger-Katalysatoren und Partikelfilter höchster Qualität und ist damit Weltmarktführer.

Continental ist im SCR-Geschäft und im LKW-Segment bereits aktiv und baut seine Marktanteile bei System-Komponenten stetig aus. Dazu gehören Steuergeräte, NOx-Sensoren oder Heizschläuche. Durch den Erwerb der Grundfos NoNOx-Aktivitäten entsteht mit Continental zusammen ein kompletter Systemanbieter. Daneben entwickelt und fertigt Continental Motorkomponenten zur Verbesserung des innermotorischen Wirkungsgrades bei reduzierten Schadstoff- Emissionen, die der Abgasnachbehandlung die Arbeit erleichtern.

GKN plc ist ein globaler Technikkonzern und im Schwerpunkt Zulieferer für die Automobil-, Luft-/ Raumfahrt- und Geländefahrzeugbranche. Fast 38.000 Mitarbeiter sind bei Tochterunternehmen und Joint Ventures in über 30 Ländern beschäftigt. Der Konzern ist an der Londoner Börse notiert und verzeichnete im Jahr 2009 einen Umsatz von £ 4.5 Mrd. GKN Driveline ist der weltweit führende Lieferant von Systemen für den Antriebsstrang in Fahrzeugen. Als globales Unternehmen entwickelt und konstruiert GKN Antriebsstrangsysteme und beliefert nahezu alle großen Hersteller der Welt mit seinem umfangreichen Produktangebot. Es bietet eine Vielzahl von Lösungsansätzen für alle Fahrzeugkonfigurationen an, vom kleinsten und preiswertesten Auto bis zum gehobenen Premiumfahrzeug, das höchste Ansprüche an die Fahrdynamik stellt. Weitere Informationen finden Sie auf [Link inaktiv].

Grundfos gehört zu den führenden internationalen Pumpenherstellern und entwickelt, produziert und vertreibt seine Produktpalette weltweit. Auf diese Weise trägt das Unternehmen zu besserer Lebensqualität und Umweltschutz bei. Grundfos ist in 50 Ländern mit 85 Firmen vertreten und produziert jährlich über 16 Millionen Pumpen.

Die Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, ansässig in Lohmar (D), wurde 1986 gegründet. Sie ist Weltmarktführer auf dem Sektor Metallträger für Fahrzeug-Abgas-Katalysatoren und metallische Diesel-Ruß-Partikelfilter. Ca. 800 Mitarbeiter/innen werden in Lohmar und Eisenach (Deutschland), im Werk Fountain Inn in South Carolina (USA) und im Produktionsstandort in Pune (Indien) beschäftigt. Entwicklungszentren befinden sich in Lohmar und Eisenach. Darüber hinaus ist Emitec in Korea, Vietnam, China und Japan vertreten. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Europa, Nordamerika und Asien. Zu den Kunden zählen alle namhaften Fahrzeug- und Motorradhersteller der Welt.

Über Continental Reifen Deutschland GmbH: Continental gehört mit einem Umsatz von ca. 20 Mrd Euro im Jahr 2009 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antriebe und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt Continental zu mehr Fahrsicherheit und zum globalen Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Continental beschäftigt derzeit rund 143.000 Mitarbeiter in 46 Ländern.

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