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Erstmals Hard- und Software-Planung für Energieversorger aus einer Hand

Kooperation der Systemhäuser Aucotec und H & S
Erstmals Hard- und  Software-Planung für Energieversorger aus einer Hand
Erstmals Hard- und Software-Planung für Energieversorger aus einer Hand

(pressebox) (Hannover, 10.06.2009) Der Software-Entwickler Aucotec AG, Hannover, und das Dortmunder Systemhaus H & S Hard- & Software Technologie GmbH & Co. KG haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ergebnis ist das weltweit erste System, mit dem Energieversorger ihre Anlagen von der Elektroplanung bis zur Konfiguration des Stationsautomatisierungssystems gemäß IEC 61850 in einem durchgängigen Top-Down-Engineeringprozess umsetzen können. Die Vereinbarung enthält zudem die kombinierte Nutzung der Vertriebs- und Entwicklungskapazitäten beider Partner auf dem Feld integrierter Engineering-Software für Energiesysteme.

"Mit der Zusammenarbeit verknüpfen wir das Beste aus beiden Welten für unsere Kunden. Die Phasen der Planung und Inbetriebnahme von Schaltanlagen werden dadurch deutlich verkürzt", sagt Uwe Vogt, Vorstand für Entwicklung und Technik bei Aucotec. Und sein Kollege Martin Hölscher, Technischer Leiter von H & S, ergänzt: "Die Kombination schafft eine ganz neue Durchgängigkeit im Planungs-Workflow, Qualität und Konsistenz der Engineering-Daten lassen sich so enorm steigern."

Im Energie-Sektor zu Hause

Mit seiner Elektro-Planungs-Software Ruplan ist Aucotec ebenso im Energieversorgungs-Sektor zu Hause wie H & S mit dem Substation Configuration Tool SCT. Ruplan ist ein zusammen mit dem EVU- (Energie-Versorgungs-Unternehmen) Arbeitskreis stetig weiterentwickeltes und in der Energieverteilung als Standard eingesetztes Elektro-Planungstool, das mittlerweile über mehr als 25 Jahre Erfahrung verfügt. Mit diesem Wissen gelang es der Aucotec AG, zeitnah auch den neuesten Anforderungen der international gültigen IEC-Normen gerecht zu werden; und zwar auch in seiner jüngsten Software-Generation, der objektorientierten Plattform Engineering Base (EB) mit ihrer Branchenausprägung EB Power. Seine Datenbank ist die Basis für außergewöhnliche Offenheit und Flexibilität. Zahlreiche Assistenten und Konfigurationsmöglichkeiten schaffen einen hochautomatisierten und dabei sicheren E-Planungsprozess für Energieverteilanlagen. Dieses Tool bietet jetzt den Rahmen für die Integration des H&S-Werkzeugs SCT.

SCT wird ebenfalls bereits bei bedeutenden Großkunden in der Energieindustrie eingesetzt. Es bietet als erstes Tool die konsequente Umsetzung der IEC 61850-Forderung nach einem herstellerneutralen Konfigurationswerkzeug für den Einsatz im normkonformen Engineeringprozess.

Verfügbarkeit ist erstes Gebot

Die verlässliche Verfügbarkeit von Energie ist Grundlage unserer hochtechnisierten Gesellschaft; die Folgen von Stromausfällen können dramatisch, in jedem Fall aber teuer werden. Die Zuverlässigkeit von Verteilanlagen und Netzen ist daher ebenso entscheidend wie die der Kraftwerke selbst. In den Schaltanlagen (Substations) außerhalb der Kraftwerke, die für die Verteilung der elektrischen Energie sorgen, werden zahlreiche Geräte wie Steuer- und Schutzeinrichtungen eingesetzt. Sie müssen untereinander kommunizieren, um die Schaltvorgänge in den Anlagen abzustimmen. Die umfangreiche IEC-Norm 61850 bestimmt neben der einheitlichen Beschreibung der Anlagenstruktur auch die Art und Weise dieser Kommunikation, um die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen.


Zuverlässigkeit durch Neutralität

Entscheidend ist die IEC-Vorgabe, eine Anlage herstellerneutral zu beschreiben. Das erleichtert den Betreibern die Ausschreibungs- und Planungsphase erheblich, denn eine vereinheitlichte Handhabung bedeutet gleichzeitig einheitliche Tools, viel weniger Schulungsaufwand und schließlich im Laufe des Anlagen-Lebenszyklus' eine einfache Austauschbarkeit der Geräte. Auch Anlagenbauer gewinnen Flexibilität im Einsatz der Komponenten, da nur noch ein Systemkonfigurations-Tool notwendig ist.

Das Zusammenspiel der beiden normgerecht arbeitenden Werkzeuge von Aucotec und H & S, das nun mit dem neuen Kooperationsvertrag besiegelt wurde, verschafft den Energieversorgern also durchgängige Informationen von den Schaltplänen bis zu den Engineering-Daten der einzusetzenden Geräte. Dies wird umso notwendiger, da für moderne Anlagen dank Remote-Technik immer weniger Personal vorzuhalten ist. Die Dokumentation ist auch langfristig zukunftsfähig und sorgt somit für eine hohe Investitionssicherheit hinsichtlich der Engineering-Daten.

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