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(pressebox) (Dortmund, 10.03.2022) Aufgrund diverser Nachfrage zur aktuellen Lage in der Ukraine und der allgemeinen globalen Situation nehmen wir wie folgt Stellung. Die AGK Hochleistungswerkstoffe GmbH hat ein stark diversifiziertes Produktportfolio, daher ist aufgrund der Produktvielfalt zu unterscheiden.
Zu unserem Lieferprogramm gehören:
Die globale Lage bzgl. der Beschaffung hat sich seit Beginn der Corona Krise weiter verschlechtert. "Eine erwartete Entspannung zum Ende des Jahres 2021 ist leider nicht eingetreten.", so Achim Kunkel - Geschäftsführer des Dortmunder Unternehmens. Die Preise für duroplastische Halbzeuge (DuroBest®) wurden in den letzten fünf Monaten dreimal angepasst. Das liegt zum Einen an den enormen Preissteigerungen der Harze, der geringen Verfügbarkeit der Verstärkungsfasern und Geweben aus Glasfasern, Baumwolle, bzw. der Vormaterialien aus Papier oder Holz, welche zur Herstellung der Laminate benötigt werden. Zum Anderen kommt eine Verdoppelung der Energiekosten hinzu, insbesondere bei den mit Gas betriebenen Anlagen, Pressen und Öfen, sowie der Transportkosten. Ab April 2022 sind weitere Erhöhungen der Harzpreise zwischen € 75,00 und € 300,00 je t seitens der Rohstofflieferanten angekündigt worden.
Grundsätzlich sind die Rohstoffpreise seit Mitte 2020 je nach Produkt um 20 - 80 % gestiegen. Eine pauschale Preiserhöhung ist bei der AGK nicht vorgesehen. Jeder Artikel wird unter Berücksichtigung des aktuellen Materialeinsatzes neu kalkuliert. Eine Preisgarantie über einen längeren Zeitraum von vier Wochen, kann derzeit nicht gewährleistet werden. "Einen Einfluss auf die Rohstoffpreise haben man leider nicht.", so Kunkel.
Es ist der AGK unmöglich für alle Einkaufsprodukte die Lieferketten aller Roh- und Zuschlagstoffe zu kennen. Verbindliche Liefertermine bei neu zu produzierenden Material sind nicht zu garantieren. Die Produktionszeiten von Halbzeugen haben sich vervielfacht - teilweise versechsfacht. Vom Einkauf reservierte Kontingente werden aufgrund Rohstoffmangel gekündigt und vorab vereinbarte Preise werden zum Lieferzeitpunkt angepasst.
Zur Sicherstellung der Fertigung wurde der Lagerbestand der Hauptartikel um 30 % erhöht und die allgemeine Lagerkapazität erweitert. Jedoch ist es nicht möglich alle Materialien in den erforderlichen Stärken in ausreichender Menge zu bevorraten. Metallische Zukaufteile, die auf Kundenwunsch auftragsbezogen zu beschaffen sind, haben je nach Ursprung und Transportweg, Lieferzeiten von mindestens 18 Wochen, was zu erheblichen Verzögerung führt. Ebenso sieht die Situation bei Werkzeugen und Ersatzteile aus die für die Produktion von Frästeilen notwendig sind.
Die aktuelle Lieferzeit für Fertigteile beträgt, je nach Umfang und Materialverfügbarkeit, momentan ca. 4 - 5 Wochen. Auch hier können Verzögerungen, z.B. quarantänebedingt nicht vollkommen ausgeschlossen werden.
Die aktuelle politische Lage in Osteuropa macht auch der AGK zu schaffen. "Selbst bei unserer Unternehmensgröße gibt es betroffene Familien." Die zukünftigen Auswirkung sind noch nicht klar. Lieferanten, mit einem direkten Bezug von Rohmaterialien aus Russland bzw. der Ukraine gibt es zwar nicht, jedoch werden gewisse Rohstoffe wie Fasern, Rohgewebe, Papiere teilweise dort hergestellt, die von Partnerunternehmen in Osteuropa teilweise zugekauft und veredelt werden. Auch wenn es sich nur um untergeordnete Produkte handelt, sind Verzögerungen nicht absehbar.
"Bitte seien Sie versichert, dass wir bezüglich Preissteigerungen und Lieferbereitschaft unser Bestes tun, die angespannte Situation niemals ausnutzen werden und immer eine partnerschaftliche Lösung anstreben werden.", so der Geschäftsführer. Für konkrete Aussagen benötigt man konkrete Anfrage.
Ansprechpartner:
Herr Achim Kunkel
Telefon: +49 (231) 936964-11
Fax: +49 (231) 936964-50
Zuständigkeitsbereich: Geschäftsführer
Über AGK Hochleistungswerkstoffe GmbH:
Die AGK Hochleistungswerkstoffe GmbH ist ein Nischenanbieter im Isoliermarkt. Als B2B Anbieter werden kundenindividuelle Bauteile aus Isolierwerkstoffen gefertigt. Dabei greift die AGK auf thermische und elektrisch isolierende Materialien bis 1500°C zurück. Die Isolationswerkstoffe müssen bis 1000°C zudem konstruktionsfest/druckfest sein, damit ein multifunktionaler Einsatz für den Maschinenbau gewährleistet werden kann.
In der Fertigung in Dortmund werden von über 30 Mitarbeitern Isolationskomponenten per CNC gefräst und gedreht.
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