Linkbuilding – Google steht auf Klasse, nicht auf Masse

„I love some of the things I see from digital pr, it’s a shame it often gets bucketed with the spammy kind of link building. It’s just as critical as tech SEO, probably more so in many cases.“

Zwei Sätze auf Twitter, denen man eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit schenken würde, stammten Sie nicht aus der virtuellen Feder eines Mannes, den die Branche sogar schon zum SEO-Papst oder noch biblischer zum SEO-Apostel ernannt hat. Johannes „John“ Müller, ein Mann, über den man persönlich nur ein wenig mehr in Erfahrung bringen kann, als dass er aus der Schweiz stammt, einen Bachelor der ETH Zürich in Maschinenbau, Robotik und Wirtschaftswissenschaften besitzt, in der Schweiz eine Softwarefirma mitaufgebaut hat, die ein Programm zur Erstellung von Sitemaps entwickelte und in 2007 zu Google gewechselt ist. Hier trat er 2018 die Nachfolge Matt Cutts‘ als „Webmaster Trends Analyst / Developer Advocate“ an. Hinter dem nichtssagenden Jobtitel verbirgt sich, was Fachjournalist:innen als „SEO-Gesicht“, „Aushängeschild in Sachen SEO“ oder noch hochtrabender als „SEO-Apostel“ titulieren. Müller ist demnach Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und die Medien, wenn es um die brennende Frage geht, wie Googles Such-Algorithmus funktioniert oder anders ausgedrückt, was Unternehmen und Website-Betreibende tun müssen, um im Zusammenhang mit relevanten Suchbegriffen weit vorne im Google-Ranking zu landen.

Zeitgemäß nutzt Müller digitale Kanäle, um immer wieder auf sich aufmerksam zu machen und die SEO-Gemeinde mit scheinbar nebensächlichen Bemerkungen in Aufruhr zu bringen. Über Google+ veranstaltet er regelmäßig sogenannte „Webmaster Hangouts“ und auch über Twitter meldet er sich regelmäßig zu Wort, wie auch im Januar dieses Jahres, mit eingangs zitierten Worten.

Worum aber geht es hier genau und was hat das alles mit Pressearbeit zu tun? Ganz einfach: John Müller bestätigt mit wenigen Worten, was PR-Profis ihren Kund:innen schon lange predigen, nämlich, dass engagiert betriebene Online-Öffentlichkeitsarbeit sich auch positiv auf das Suchmaschinenranking auswirkt. Nach Müllers Worten mutmaßlich sogar positiver als klassisches Linkbuilding.

Die Währung, in der SEO-Expert:innen schon seit einigen Jahren rechnen, heißt Backlinks. Galt in den Anfangszeiten der Suchmaschinenoptimierung die Gestaltung der eigenen Website – die On-Page-Optimierung – als vorrangig ausschlaggebend für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen, orientieren sich diese bis heute verstärkt am „guten Ruf“, den eine Website besitzt. Dieser Ruf wird daran bemessen, wie oft durch Links von anderen Seiten auf eine Website verwiesen wird. Hier galt lange Zeit unter SEO-Expert:innen die Maxime: je mehr, desto besser. In der Folge wurde Linkbuilding mit der Gießkanne betrieben. Die eigene Website wurde in alle denkbaren Online-Verzeichnisse eingetragen und Seitenbetreibende führten einen schwunghaften Handel mit Backlinks. Die Qualität der verlinkenden Seite oder auch nur ein grundlegender inhaltlicher Bezug zur eigenen Website waren dabei offensichtlich irrelevant – besser ein Backlink mehr als einer zu wenige.

Welche Maßnahmen welche Auswirkungen haben, ist dabei in vielen Fällen ein Ratespiel oder Stoff für Trail-and-Error-Verfahren. Denn nur wenige Geheimnisse des digitalen Zeitalters sind so gut gehütet, wie die Arbeitsweise des Google-Algorithmus. Zudem wird dieser von den verantwortlichen Expert:innen immer wieder angepasst und überarbeitet, sodass Maßnahmen, die gestern noch als Erfolgsgarantie galten, heute schon ignoriert oder sogar abgestraft werden können. Dass dem so ist, erfahren Seitenbetreibende, ohne Vorwarnung, meist erst dadurch, dass die eigene Seite auf einmal im Ranking abrutscht. Umso aufmerksamer verfolgen Expert:innen jede noch so unscheinbare Aussage der Verantwortlichen bei Google, insbesondere so exponierter SEO-Persönlichkeiten wie John Müller.

Schon in der Vergangenheit hat Müller wiederholt Aussagen getätigt, die verdeutlichen, dass der Google-Algorithmus inzwischen zunehmend Qualität vor Quantität oder technischer Finesse anerkennt und belohnt. So gilt schon seit einigen Jahren zunehmend die Erkenntnis „Content is King“, wenn es um die Gestaltung der eigenen Website geht. Das heißt, Google weiß zu unterscheiden, ob ein Text zielführende, relevante Informationen liefert oder nur aus vermeintlich SEO-freundlichen Keywords zusammengesetzt ist, die mit dem Angebot einer Seite im Zweifelsfall nichts zu tun haben. Insgesamt betont Müller wiederholt, dass „Tricksen“ inzwischen nicht mehr funktioniert.

Gleiches gilt demnach auch für das Linkbuilding. Müller sagt wohlgemerkt nicht, dass Backlinks keinen Einfluss auf die Bewertung einer Seite haben. „Künstlicher“ Linkaufbau jedoch, erzielt nicht, was sich Seitenbetreibende davon erhoffen.

Hier kommt nun die Online-PR und explizit die Online-Pressearbeit ins Spiel. Auch eine online über ein Presseportal wie die PresseBox veröffentlichte Pressemitteilung enthält üblicherweise einen Link zur Website des Herausgebers – einen Backlink. Gleichzeitig liefert sie jedoch relevanten Content, stellt also einen erkennbaren Bezug zum Angebot der Unternehmenswebsite her. Darüber hinaus ist Online-Pressearbeit der Ausgangspunkt für gezielten Linkaufbau. Auch wenn eine Online-Pressemitteilung für sich genommen als SEO-Content betrachtet werden kann, verfolgt sie doch üblicherweise die gleichen Ziele, wie die klassische „analoge“ Pressemitteilung: Sie soll nach Möglichkeit von Medienvertreter:innen wahrgenommen und möglichst im Wortlaut in eine Berichterstattung übernommen werden. Sind die berichtenden Medien ihrerseits Online-Formate, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass auch von ihnen ein Backlink zum in der Meldung genannten Unternehmen gesetzt wird. Das heißt, eine gut geschriebene Pressemitteilung mit hohem Nachrichtenwert kann sich, ausgehend von der Veröffentlichung durch den Herausgeber auf einer Online-Presseplattform, viral verbreiten und mit ihr der Link zum Unternehmen.

Zum Wert des Links und zur Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Meldung verbreitet, trägt darüber hinaus die Qualität des gewählten Presse-Portals bei. Auch hier zählt nicht zuletzt die Bewertung durch Google. Je höher das Portal von Google im Ranking bewertet wird, desto besser die Auffindbarkeit einer Meldung und desto wertvoller ein Backlink für das eigene Ranking.

Fazit

SEO ist für viele Unternehmen ein Buch mit sieben Siegeln. Meist bleibt Verantwortlichen kaum etwas Anderes übrig, als sich auf die Leistung externer Dienstleister zu verlassen. Diese wiederum stehen vor der Herausforderung, auch lange bewährte Methoden immer wieder zu hinterfragen. Ein Trend zeigt sich jedoch unverändert seit Jahren: je intelligenter Algorithmen werden, desto mehr sind sie in der Lage, Tricksereien zu erkennen und Inhalte zu bewerten. Online-Pressearbeit ist eine Möglichkeit, wertvollen Content zu generieren und ihn mit geringem Aufwand zu verbreiten. Damit tragen Unternehmen gezielt zur Verbesserung ihrer Bekanntheit bei, gestalten ihr Image und können in einem Atemzug auch über Linkbuilding die eigene Bewertung durch Suchmaschinen verbessern. Dabei ist es wichtig, sich für den richtigen Partner zu entscheiden, der mit seinem eigenen Renommee dazu beiträgt, die Verbreitung von Pressemitteilungen zu forcieren und gleichzeitig selber wertvolle Backlinks erzeugt.

Dass die PresseBox eine dieser Plattformen ist, hat sie nicht zuletzt durch die Verbesserung der eigenen Sichtbarkeit im Zuge des Google Core Updates im Mai 2020 eindrucksvoll belegt.

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