Diese 5 Themen werden in 2019 die Unternehmens­kommunikation mitbestimmen

Eines gleich vorweg: Natürlich besitzen auch wir keine magische Glaskugel und können nicht in die Zukunft blicken.

In diesen letzten Tagen des Jahres sparen PR-Experten nicht mit guten Ratschlägen und Zukunftsprognosen. Welches jedoch die tatsächlichen Themen des Jahres 2019 sein werden, wird letztlich erst Ende Dezember 2019 feststehen.

Die in weiten Teilen digitale Unternehmenskommunikation ist heute so schnell wie nie zuvor. Mehr denn je gilt heute, dass nichts so alt ist wie die Nachricht von gestern.

Zahllose Faktoren haben heute direkten oder indirekten Einfluss auf die Themen, über die gesprochen wird und über die Art und Weise, wie Informationen transportiert werden. Insofern können tagesaktuelle Ereignisse maßgeblichen Einfluss auch auf die Unternehmenskommunikation haben, die nicht immer vorhersehbar sind.

Trotzdem wollen auch wir Ihnen die fünf Themen nennen, die unserer Ansicht nach in 2019 maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmenskommunikation in Gestalt von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Marketing haben werden und deshalb einen festen Platz in Ihrer strategischen Planung für das Geschäftsjahr 2019 verdienen.

1. Vertrauen und Authentizität

2018 war für viele Unternehmen kein einfaches Jahr. Ob Dieselskandal oder Krise der Deutschen Bank, immer mehr Unternehmen sehen sich in Fragen der Reputation vor große Herausforderungen gestellt und erleiden messbaren wirtschaftlichen Schaden, oftmals nicht zuletzt durch eigene Versäumnisse in der Kundenkommunikation. Insgesamt muss man hier feststellen, dass viele Unternehmen im ausgehenden Jahr Vertrauen verspielt und an Glaubwürdigkeit eingebüßt haben.

Dabei belegen Studien, dass Kunden oftmals zwar mit der Leistung eines Unternehmens grundsätzlich zufrieden sind, es jedoch an einer emotionalen Bindung ans Unternehmen fehlt und Unternehmen damit zunehmend austauschbar werden. Gleichzeitig beziffern Studien wie der Corporate Reputation Score 2018, dass alleine ein guter Ruf bis zu einem Viertel des Umsatzes eines Unternehmens verantworten kann.

Für 2019 bedeutet das also, dass ein übergeordnetes Ziel der Unternehmenskommunikation im Auf- und Ausbau von Vertrauen und Authentizität besteht.

2. Kreatives Storytelling

Produkte und Dienstleistungen werden immer komplexer und sind vom einfachen Verbraucher kaum mehr zu erfassen. Insbesondere technische Produkte aber auch Produkte und Dienstleistungen zum Beispiel aus dem Bereich der Finanzdienstleistung oder der Energiewirtschaft, um nur einige wenige Bereiche zu nennen, haben auch in 2018 an Bedeutung gewonnen. Auch 2019 werden deshalb Kommunikationsverantwortliche vor der Herausforderung stehen, Schwerverständliches mit möglichst einfachen Worten zu erklären.

Das Schlüsselwort ist auch 2019 deshalb Storytelling. Erfundene oder erlebte Geschichten über Produkte oder Dienstleistungen, Erfahrungsberichte oder Case Studies machen Ihr Angebot verstehbar und greifbar und transportieren neben angebotsrelevanten Informationen immer auch gezielt ein positives Image Ihres Unternehmens.

3. Vielseitiger Content

Zeitgemäße Unternehmenskommunikation, in Gestalt von Marketing und PR, lebt von hochwertigem Content. Mit billiger Eigenwerbung und Hochglanz-Imagebroschüren ist es heute kaum mehr möglich, sich vom Wettbewerb abzuheben und die Zielgruppe zu erreichen. Erkennbarer Nutzen ist hier das Zauberwort. Mit hochwertigem Content erreichen Sie auch in 2019 Ihre Zielgruppe, machen auf sich und Ihr Angebot aufmerksam und überzeugen den potentiellen Kunden von Ihrer Expertise.

Die Anforderungen an den Content entwickeln sich dabei kontinuierlich weiter und werden dies auch in 2019.

Wenn es um Texte geht, gewinnt neben der zentralen Qualitätsfrage auch Quantität zunehmend an Bedeutung. Experten gehen heute schon davon aus, dass der Suchmaschinen-Primus Google heute nicht nur Texte nach Qualität und Einzigartigkeit bewertet, sondern auch umfangreiche Texte bevorzugt.

Texte alleine reichen im Multimedia-Jahr 2019 jedoch nicht mehr aus. Gerade junge Konsumenten quälen sich nicht mehr durch digitale „Bleiwüsten“, sondern bevorzugen modernes Infotainment. Für 2019 gilt deshalb einmal mehr: Setzen Sie in der Unternehmenskommunikation auf die Macht der Bilder, auch der bewegten Bilder.

4. Sensibles Influencer Marketing

Influencer sind ein Produkt der sozialen Medien. Vor allem Plattformen wie YouTube aber auch andere Kanäle wie Facebook, Twitter oder Instagram bilden den Nährboden für diese vergleichsweise neue Gattung einflussreicher Idole einer jungen digitalen Generation. Inzwischen haben auch Unternehmen ihren Wert erkannt und versuchen zunehmend, sich ihren Einfluss zunutze zu machen.

Gewissermaßen kann man feststellen, dass das Phänomen Influencer auch in 2018 weiter an Unschuld verloren hat. Von den Medien wurden erneut Geschichten über bekannte Influencer verbreitet, die mehr oder minder unmissverständlich demonstriert haben, dass ihr Einfluss auf Follower wirtschaftlichen Interessen unterliegt.

Trotzdem hat das Thema Influencer für Unternehmen nicht an Attraktivität eingebüßt. Auch hier gilt jedoch die Maßgabe von Vertrauen und Authentizität. Influencer bewusst in das eigene Kommunikationskonzept einzubeziehen, ist weder verboten noch verwerflich. Zum Beispiel spricht im Grundsatz nichts dagegen, einen bekannten Youtuber ins eigene Unternehmen einzuladen oder auch Produkte zum Test bereitzustellen. So lange Sie dabei alles tun, um sich vom Vorwurf der Bestechung frei zu machen und sich klar dem unabhängigen Urteil des Testers unterwerfen, spricht dies nur für Sie.

5. Personal Branding

Wer bereits positive Erfahrungen mit dem Influencer Marketing hat sammeln können, kann in 2019 noch einen Schritt weiter gehen. Personal Branding wird auch im neuen Jahr hoch im Kurs stehen.

Verbraucher verlieren zunehmend das Interesse an anonymen Marken. Das gilt für alle Disziplinen der Unternehmenskommunikation. Gutaussehende aber unbekannte Werbefiguren sind hier ebenso wenig zeitgemäß wie anonyme Nachrichten aus dem Unternehmen.

Geben Sie ihrem Unternehmen deshalb in 2019 ein Gesicht. Dafür müssen Sie kein internationaler Großkonzern sein, an dessen Spitze sichtbar ein kreativer Unternehmensgründer steht. Auch kleine und mittelständische Unternehmen, gerade solche mit erkennbar lokalem Bezug, können durch eine Person aus dem Unternehmen repräsentiert werden und so einem Unternehmen einen Charakter zuordnen.

Fazit

2019 wird für die Unternehmenskommunikation ein spannendes Jahr. Auch wenn keine Kommunikations-Revolution zu erwarten ist, entwickelt sich die Unternehmenskommunikation stetig weiter und passt ihre Methoden Möglichkeiten und Gewohnheiten im Wandel an.

Als Kommunikationsverantwortlicher sollten Sie sich niemals auf Erreichtem ausruhen und annehmen, alles bliebe so wie es ist. Im Gegenteil ist es an Ihnen als Unternehmensvertreter, immer neue Strategien zu entwickeln, mit denen es Ihnen aufs Neue gelingt, sich von der breiten Masse abzuheben und positiv aufzufallen.

Gerade für die Pressearbeit gilt dabei: Probieren geht manchmal über Studieren. Insbesondere mit den Möglichkeiten moderner Online-Pressearbeit ist es keine unüberwindbare Herausforderung, Informationen aus Ihrem Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dieser einfache Weg, den Namen Ihres Unternehmens und sein Angebot gewissermaßen ins Gespräch zu bringen, kann in 2019 der erste Schritt einer langfristig erfolgreichen Kommunikationsstrategie sein, mit deren Hilfe Sie einen festen Platz im Kopf Ihrer Zielgruppe besetzen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in 2019!

Quelle:
https://biesalski-company.com/wp-content/uploads/2018/11/Corporate-Reputation-Score-2018.pdf

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Comments
  • Ferdinand Schank
    Antworten

    Schön auf den Punkt gebracht! Ich lese ihre Blogs wirklich sehr gerne. Insbesondere Personal Branding darf, in meinem Kontext und auch als Gegenpol zur Digitalisierung, wachsen. Wir reden über …4.0 und der Mensch? Ordnen Sie selbst ein … , deshalb fühlte ich mich aufgerufen, sam – self awareness map als Unterstützung aus der Taufe zu heben. Arbeiten an sich SELBT als Marketing Tool, das ist doch cool oder?

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