So nutzen Unternehmens­auszeichnungen der Pressearbeit

Pressearbeit, insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen, steht bekanntermaßen vor einer täglichen Herausforderung: Sie lebt, steht und fällt mit den Inhalten, die sie kommuniziert.

Jede Pressemitteilung, das unverändert zentrale Element und Werkzeug der klassischen Pressearbeit, stellt sich der Frage nach ihrem Nachrichtenwert. Dabei geht es nicht alleine um den Informationswert, Nutzwert oder Unterhaltungswert ihres Inhaltes, sie stehen immer auch in direkter Konkurrenz zur Flut an Mitteilungen aus anderen Unternehmen, die täglich bei Journalisten und Redakteuren eingehen. Die Konkurrenzsituation in der Pressearbeit spiegelt damit nur die allgemeine Konkurrenzsituation wider, der sich jedes Unternehmen im täglichen Geschäft ausgesetzt sieht.

Vom ersten Gedanken an eine Geschäftsgründung an, wird Unternehmern deshalb empfohlen, zu erkennen und herauszuarbeiten, was sie von Mitbewerbern unterscheidet und dies im Unternehmensalltag und nicht zuletzt in der Außenkommunikation bewusst zu betonen.

Ein solches Alleinstellungsmerkmal oder neudeutsch den eigenen USP zu erkennen und sinnvoll zu entwickeln, stellt viele Unternehmen vor eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Gerade im Mittelstand, in hoch frequentierten Branchen, mit einer angespannten Konkurrenzsituation, durch deutliche Austauschbarkeit des Angebots und geringe Unterscheidungsmerkmale, bis hin zu einer sehr ausgeglichenen Preisgestaltung und identischen Produktionsbedingungen, ist es ausgesprochen schwer, sich vom direkten Mitbewerber abzuheben.

Mit der zunehmenden Erkenntnis, dass selbst kleine und mittelständische Unternehmen von aktiver Pressearbeit profitieren können, ist auch dieses Betätigungsfeld zunehmend umkämpft und die Anforderungen an ihre Qualität wächst.

Wer als Presseverantwortlicher sein Unternehmen nach außen vertritt, tut dies naturgemäß mit „guten“ Nachrichten. Auch wenn unverändert viele PR-Fachleute zur Universal-Weisheit „any PR is good PR“ stehen und meinen, selbst eine grundsätzlich negative Berichterstattung zur gewinnbringenden Erzeugung von Aufmerksamkeit nutzen zu können, ist es doch zumindest deutlich befriedigender und insgesamt sicher auch langfristig sinnvoller für ein Unternehmen, positive Nachrichten zu verbreiten.

Die Meinung anderer beeinflusst die Meinung anderer

Es ist für Presseverantwortliche in Unternehmen kein Geheimnis, dass Kunden, sei es in Gestalt anderer Unternehmen im B2B oder als Endverbraucher im B2C, im Informationszeitalter Informationen zunehmend kritisch hinterfragen. Auch wenn Pressemeldungen hier unverändert einen hohen Stellenwert in Fragen der Vertrauenswürdigkeit genießen, ist den meisten Lesern auch hier inzwischen bewusst, wer die Quelle unternehmensbezogener Informationen ist und dass auch hier, zumindest in Grenzen, Werbung betrieben wird.

Aus diesem Grund sind Meldungen immer dann besonders wirkungsvoll und in diesem Sinne auch für das veröffentlichende Medium von Interesse, wenn ihr Inhalt die Meinung Dritter über ein Unternehmen wiedergibt, optimal dann, wenn diese Dritten als thematisch besonders kompetent angesehen werden.

Eine Möglichkeit diese Art von Nachricht über das eigene Unternehmen zu generieren, sind Preise und Auszeichnungen.

Unternehmensauszeichnungen – mehr als Ruhm und Ehre

Ob Auszeichnung, Wirtschaftspreis, Business-Award oder welcher Name auch immer genutzt wird, für fast jede Phase des unternehmerischen Lebenszyklus und für jeden Unternehmensbereich findet sich heute mindestens ein, meist zahlreiche Business-Wettbewerbe.

Bildung, Nachhaltigkeit, Leistungen als Arbeitgeber, Leistung im Bereich IT und Internet, Marketing und Kommunikation, soziales Engagement, Chancengleichheit, Design, Innovation – dies sind nur einige der Themenbereiche, in denen unabhängige Jurys aus einer Gruppe von Bewerbern Sieger ermitteln und auszeichnen. Dabei werden sowohl alt eingesessene Unternehmen bewertet als auch, zum Beispiel in Gründer- oder sogar Businessplan-Wettbewerben, solche, die noch ganz am Anfang der unternehmerischen Karriere stehen.

Einige dieser Wettbewerbe sind sogar dotiert, das heißt, dem Sieger winkt eine, meist jedoch eher bescheidene, Prämie. Teilweise handelt es sich hierbei auch um Sachprämien. Auch wenn gerade Existenzgründer oder klassische Start-Ups häufig jeden Cent gut gebrauchen können, ist es in aller Regel nicht der direkte, materielle Profit, der Unternehmen dazu bewegen sollte, sich für solche Wettbewerbe zu bewerben. Vielmehr ist es eine mittel- und langfristige Perspektive, die man bei solchen Wettbewerben verfolgen sollte. Insbesondere für die Pressearbeit sind die angestrebten Auszeichnungen von größtem Interesse.

Mit einer entsprechenden Auszeichnung oder zumindest einer Nominierung dokumentiert ein Unternehmen herausragende Leistungen auf einem Teilgebiet seines täglichen Betätigungsfeldes.

Presseverantwortliche in Unternehmen können solche Auszeichnungen gezielt nutzen, um die Bekanntheit des eigenen Unternehmens zu erhöhen. Unabhängig von der Art des Preises und seinem Bezug zum konkreten Angebot eines Unternehmens, rechtfertigen Auszeichnungen grundsätzlich für relevante Medien eine Berichterstattung. Dies ermöglicht zum einen den Kontakt zu langfristig interessanten Medienvertretern und nutzt zum anderen der grundlegenden Bekanntheit des Unternehmens.

Darüber hinaus sind Auszeichnungen und eine aus ihnen resultierende Berichterstattung ein wertvolles Werkzeug der Imagebildung. Mit dem Gewinn eines entsprechenden Business-Wettbewerbs dokumentiert ein Unternehmen in vielen Fällen, in verschiedenen Bereichen, ein überdurchschnittliches Verantwortungsbewusstsein und Engagement. Kundenzufriedenheit, Umweltschutz, Arbeitnehmerförderung, allgemeines soziales Engagement –naturgemäß befassen sich Business-Awards mit Themen, die für breite Bevölkerungsschichten und damit auch für zumindest Teile der Stakeholder des prämierten Unternehmens von Bedeutung sind und wirtschaftliche Entscheidungen zugunsten des eigenen Unternehmens beeinflussen können.

Der Preis des Preises

Grundsätzlich arbeiten die meisten der zahllosen Business-Awards, die regelmäßig von Unternehmen und Verbänden ausgelobt werden, mit frei zugänglichen Bewerbungen infrage kommender Unternehmen.

Da die Veranstalter ihrerseits den Award nutzen, um die eigene Bekanntheit zu steigern und positive Imagearbeit zu betreiben, sind Informationen zu aktuellen und wiederkehrenden Wettbewerben in themenrelevanten Medien zu finden. Eine wichtige Aufgabe Presseverantwortlicher in Unternehmen besteht letztlich auch darin, über relevante Themen auf dem Laufenden zu bleiben.

Es finden sich auch Internetplattformen, die eine Vielzahl solcher Awards, aus verschiedenen Bereichen, thematisch sortiert auflisten und übersichtlich alle relevanten Informationen für eine Bewerbung liefern. Hierzu zählen nicht nur die konkreten Ansprechpartner und Kontaktinformationen beim Veranstalter, sondern vor allen Dingen die von ihm bestimmten Voraussetzungen für eine Teilnahme.

Fazit

Business-Awards finden sich zu unterschiedlichsten Themen in fast allen Branchen. Die Gewinner, wie auch die Nominierten eines solchen Wettbewerbs dokumentieren mit ihrer Teilnahme und besonders mit einer Auszeichnung besonderes Engagement, Kompetenz und Erfolg auf dem jeweiligen Gebiet.

Regelmäßige Teilnahmen an unternehmensrelevanten Wettbewerben sollten deshalb einen Platz in einem strategischen Kommunikationskonzept finden. In aller Regel ist die Teilnahme an sich mit geringem Aufwand und selten mit konkreten Kosten verbunden, auch wenn eine erfolgreiche Teilnahme nur dann möglich ist, wenn im bewerteten Bereich investiert wurde und wird. Eine Auszeichnung ist im Gegenzug meist nicht nur mit einer Prämie verbunden, sie schafft auch Öffentlichkeit und kann von der Pressearbeit aktiv genutzt werden, um ein Unternehmen und sein Angebot bekannt zu machen und das Image des Unternehmens positiv zu beeinflussen

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