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Pressemitteilung BoxID: 339927 (ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH)
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Brandenburg setzt auf den Ausbau der Clean Technologies

ZukunftsDialog in der brandenburgischen Landesvertretung in Berlin

(PresseBox) (Potsdam, ) "Brandenburg zählt zu den führenden Clean-Tech-Regionen Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen die Erneuerbaren Energien. Hier ist das Land schon heute Vorreiter. Dafür steht der Leitstern - der "Oscar der Erneuerbaren Energien"- mit dem Brandenburg ausgezeichnet worden ist. Dafür steht real aber auch der Anteil von 16 Prozent der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch. Diese Quote wollen wir bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigern. Diesen Prozess werden wir mit allem Nachdruck vorantreiben, denn damit einher geht die für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erforderliche ökologische Modernisierung des Standortes Brandenburg." Das erklärte der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Ralf Christoffers im Rahmen der von der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB), der Unternehmerorganisation "pro Brandenburg" und dem Verein Deutscher Ingenieure Berlin-Brandenburg (VDI) veranstalteten Zukunftsdialoge "Clean Technologies". Für das Forum in der Landesvertretung Brandenburg beim Bund haben sich 200 Teilnehmer angemeldet.

Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Tina Fischer, unterstrich: "Ökonomisches Wachstum und Umweltschutz gehören zusammen. Zugleich sind Energie und Ressourcen der zentrale Wirtschaftsfaktor der Zukunft. Brandenburg hat nicht nur einen Spitzenplatz in der Klima- und Energieforschung in Deutschland und in Europa, sondern ist auch ein bedeutender Standort für die Entwicklung und den Export zukunftsträchtiger Energie- und Umwelttechnologien. Die globale Nachfrage nach sauberen Technologien steigt rasant. Da müssen wir dabei sein. Zugleich schaffen wir damit zukunftssichere Arbeitsplätze in Brandenburg." Tina Fischer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften steigen werde. Daher müssten die Qualität des Angebots und der Ausbildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verbessert und mehr junge Frauen für die entsprechenden Studiengänge geworben werden.

Die "Zukunftsdialoge" der ZAB sind ein 2005 in Kooperation mit "pro Brandenburg" eingeführtes Forum, in dem jeweils ein Wissenschaftsbotschafter des Landes Brandenburg, der Wirtschaftsminister und Vertreter aus der Wirtschaft ein für die Wirtschaft im Land wichtiges Thema aufgreifen. Hierbei werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, Beispiele für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft erläutert und Zukunftspotenziale diskutiert. Die Brandenburger Wissenschaftsbotschafter diskutieren in diesem Jahr erstmals im Rahmen einer Veranstaltungsreihe ausschließlich über das aktuelle Top-Thema "Clean Technologies". Der Themenkomplex wird durch in Brandenburg gut besetzte Unterthemen wie beispielsweise Energieeffizienz oder Kunststoffe im Leichtbau mittels weiterer Veranstaltungen in 2010 fortgesetzt. Der heutige Auftakt bildet gleichzeitig den Startschuss der neuen Partnerschaft mit dem VDI, durch die noch mehr Praxisnähe gewährleistet wird.

Der neue Veranstaltungsort - die Landesvertretung in der Bundeshauptstadt Berlin - eignet sich sehr gut als Veranstaltungsort im Sinne eines "Schaufensters nach außen", um die Brandenburger Kompetenzen über Brandenburg hinaus besser bekannt zu machen. Dies entspricht der Intention zur Ernennung von Wissenschaftsbotschaftern, die internationale Forschungspartnerschaften haben und das Potenzial Brandenburgs als Wirtschaftsfaktor in die Welt tragen. Prof. Dr. Dr. Reinhard Hüttl führte als einer von zwölf Wissenschaftsbotschaftern in seiner Rede unter der Überschrift "Ressourcen und Klima im System Erde - wird Clean Tech zum Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts?" aus: "Ausgehend von der Definition, dass Clean Tech alle Hightech-Verfahren umfasst, die schadstoffreduzierend oder ressourcenschonend sind und somit zum Schutz der Umwelt beitragen, sehe ich die Umweltbelastungen und die Verknappung von Rohstoffen als die wichtigsten Wachstumstreiber für den Clean-Tech-Markt. Dies gilt insbesondere auch für fossile Energieträger, die damit verbundenen Kohlendioxid-Emissionen und die in diesem Zusammenhang geführte Klimadebatte. Ziel muss sein, dass "saubere Technologien" im Vergleich zur aktuellen Situation nachhaltig überlegene Alternativlösungen national, europaweit, aber auch international anbieten und sich damit am Ende auch durchsetzen werden."

Der Geschäftsführer der ZAB, Dr. Steffen Kammradt verwies auf das herausragende Profil des Standorts Brandenburg auf dem Gebiet der "Clean Technologies", das die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Land stärkt: "Brandenburg ist in der ganzen Breite der "Clean Technologies" aufgestellt: Solar, Windkraft, Biomasse, Geothermie, neue Antriebe, Leichtbau oder Energieeffizienz - Deutschlands Hauptstadtregion ist dabei und das mit etlichen herausragenden Projekten. In der Lieberoser Heide steht mit einer installierten Leistung von 53 Megawatt Europas größter Solarpark. Mit rund 4200 Megawatt ist Brandenburg Windenergieland Nummer 2 in Deutschland. In der Uckermark entsteht mit dem Hybridkraftwerk in Dauerthal ein Pilotprojekt mit weltweiter Ausstrahlung. Solche Spitzentechnologien und deren Weiterentwicklung gilt es voranzutreiben. Denn das schärft das Profil des Landes, was für uns als Wirtschaftsförderer in der Konkurrenz zu anderen Regionen ein enormer Vorteil ist."

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger, Vorsitzender des VDI Bezirksvereins Berlin-Brandenburg und ebenfalls Wissenschaftsbotschafter des Landes Brandenburg, erläuterte: "Die Zukunftsdialoge zum Thema "Clean Technologies" unterstreichen einmal mehr die Technologieführerschaft der Hauptstadtregion in Deutschland. Nirgendwo gibt es eine höhere Dichte an Forschungseinrichtungen als in Berlin und Brandenburg. Sieben Universitäten, 21 Hoch- und Fachhochschulen sowie rund 250 Forschungsinstitute und 42 Technologiezentren bieten technologieorientierten Unternehmen vielfältige Kooperationsmöglichkeiten und maßgeschneiderte Rahmenbedingungen. Hier setzen die Zukunftsdialoge auf und wollen dazu beitragen, die Technologieführerschaft weiter auszubauen. Der VDI Berlin-Brandenburg als Mitveranstalter begreift sich dabei als verlässlicher Partner, der sowohl die Interessen der hiesigen Ingenieurinnen und Ingenieure als auch der Hauptstadtregion insgesamt im Auge hat."

Der Vorsitzende des Vorstandes von pro Brandenburg, Dr. Klaus Niemann, sagte: "Bei aller Euphorie dürfen wir nicht die Kosten aus den Augen verlieren. Alle diese neuen Technologien werden hoch subventioniert. Um die Arbeitsplätze in energieintensiven, nichtsubventionierten Branchen, die es in Brandenburg gibt, nicht zu gefährden oder deren Verlagerung ins Ausland zu provozieren, muss sichergestellt sein, dass die Unterstützung für die Erneuerbaren Energien zeitlich begrenzt und degressiv gestaffelt ist."