ZF auf der Hannover Messe 2017: Intelligente Lösungen für die digitalisierte Industrietechnik

Technologietransfer vom Automobilbereich auf industrielle Anwendungen / Industrietechnik als erstes Einsatzgebiet der ZF Cloud / Vernetzte Automatisierung für Land- und Baumaschinen

(PresseBox) (Friedrichshafen/Hannover, ) Vernetzung und Digitalisierung treiben die Entwicklungen im Bereich Automated Operations voran: Die Zukunft der Industrietechnik gehört Anlagen, die dazu konzipiert sind, eigenständig ihre Umgebung zu erfassen, entsprechend reagieren und dabei miteinander kooperieren. Als Anbieter für intelligente mechanische Systeme präsentiert ZF auf der Hannover Messe eine übergreifende Cloud-Lösung und zeigt erste Einsatzmöglichkeiten der ZF Cloud beispielsweise in Windparks oder Seilbahnen.


Automated Operations ist aktuell die entscheidende Entwicklung in der Industrietechnik: komplette Infrastruktursysteme, die intelligent und autonom handeln können. ZF setzt daher auch in der Industrietechnik verstärkt auf künstliche Intelligenz und cloudbasierte Lösungen. „Unser diversifiziertes Produktportfolio ermöglicht uns, Lösungen aus dem Automobilbereich auf industrielle Anwendungen zu übertragen“, sagte Wilhelm Rehm, als Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen AG verantwortlich für die Division Industrietechnik, bei der ZF-Pressekonferenz auf der diesjährigen Hannover Messe.

„Die Digitalisierung revolutioniert die Industrietechnik ebenso wie alle anderen Branchen auch“, ergänzte Mamatha Chamarthi, Chief Digital Officer bei ZF. „Wir haben diese Herausforderung angenommen und treiben die Entwicklung in Richtung Automated Operations aktiv voran: Unsere vernetzten und intelligenten mechanischen Systeme eröffnen uns hier ganz neue Geschäftsfelder.“

Umfassende Cloud-Lösung
Aktuellstes Beispiel hierfür ist eine übergreifende Cloud-Lösung für die verschiedensten Anwendungsbereiche, die der Konzern nun auf der Hannover Messe vorstellte. Die ZF Cloud bietet die Möglichkeit, Daten zu sammeln, auszuwerten und eine Vielzahl einzelner Funktionen und Teilnehmer zu vernetzen. Wie diese Anwendungen aussehen könnten, zeigt ZF auf seinem Messestand unter anderem am Beispiel von Windparks und Seilbahnen. „Dank unserer Telematik-Plattform Openmatics haben wir bei ZF schon langjährige Erfahrung beim Management von großen Datenmengen gesammelt. Mit der ZF Cloud gehen wir nun noch weiter und geben den Nutzern die Möglichkeit, auch externe Informationen einzubeziehen, sie auf einem geschützten Bereich zu lagern und mit höchst leistungsfähigen Analysetools in Echtzeit auszuwerten“, erläuterte Dr. Klaus Geißdörfer, Leiter der Division Industrietechnik bei ZF. „Der Einsatz im industriellen Bereich ist dabei erst der Anfang für die ZF Cloud.“

Um den Zugriff auf die Daten innerhalb der Cloud zu steuern, setzt ZF auf die Blockchain-Technologie. Mit dem ebenfalls in Hannover gezeigten Car eWallet hat ZF bereits eine auf der Blockchain-Technologie beruhende Anwendung im Portfolio: Die elektronische Geldbörse ermöglicht es Autos unter anderem, Maut- oder Parkgebühren selbstständig zu bezahlen.

Synergien mit Automobilanwendungen nutzen
Von Synergien mit dem Automobilbereich profitiert ZF darüber hinaus gerade auch beim autonomen Fahren: ZF-Produktehelfen dabei, nicht nur Pkw, sondern auch Arbeitsmaschinen sehen, denken und handeln zu lassen. Das zeigt der Konzern in Hannover beispielsweise mit dem Innovation Tractor, der selbstständig an Anhänger ankoppelt und dabei gleichzeitig mit der Sicherheitsfunktion „Pedestrian Detection“ seine Umgebung stets im Blick behält. Ein weiteres Beispiel ist ebenfalls auf dem ZF-Messestand in Hannover zu sehen: die gemeinsam mit Nvidia entwickelte Plattform ZF ProAI. Die Künstliche-Intelligenz-Steuerung lässt dank Deep-Learning-Technologie auch Land- und Baumaschinen oder Logistikanwendungen ihre Umgebung durch die blitzschnelle Verarbeitung und Interpretation von Sensor- und Kameradaten besser verstehen. So kann etwa aus einer Flotte einzelner Traktoren ein vollautomatisiertes Erntemanagement mit selbst fahrenden Landmaschinen werden.

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